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Fußball

27.07.2020

TSV Schwaben bedient sich beim 1. FC Kaiserslauten

Künftig für Schwaben Augsburg am Ball: Julian Löschner wechselt vom 1. FC Kaiserslautern zum Fußball-Bayernligisten.
Bild: Imago

Der Bayernligist setzt seine Einkaufstour fort. Mit Julian Löschner steht der siebte Neuzugang vor dem Re-Start der Liga fest. Das Virus und der Verband machen das möglich.

Mitte März hatte Jürgen Reitmeier eine deutliche Meinung, wenn es darum ging, wie der Bayerische Fußballverband (BFV) auf die Corona bedingte Unterbrechung der Liga reagieren sollte. Der sportliche Leiter des Bayernligisten TSV Schwaben Augsburg drängte auf ein sofortiges Ende der Spielzeit.

Reitmeier ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, der stets das Wirtschaftliche im Auge hat. Den gewünschten Saisonabbruch begründete er in finanziellen Zwängen. Einnahmen durch Sponsoren und Zuschauer fielen weg, so der 50-Jährige. Sponsoren seines fünftklassigen Klubs seien schließlich nicht Audi oder VW, sondern Restaurantbesitzer oder kleine Handwerksbetriebe, die von der Virus-Krise stark betroffen seien. Reitmeier betonte: „Da bringen auch keine Geisterspiele etwas.“

Vier Monate später steht der TSV Schwaben Augsburg zwar weiterhin auf dem vorletzten Tabellenplatz. Doch die Aussichten auf den Ligaverbleib sind bei noch elf ausstehenden Spielen immens gestiegen. Denn: Reitmeier und sein inzwischen stattlich angewachsenes Trainer-, Betreuer- und Organisationsteam haben wohl Wege, vor allem aber auch Mittel gefunden, wie sie die Corona-Krise bewältigen können. Und vielleicht sogar zum eigenen Vorteil nutzen können.

Nicht nur die Positionen der Trainer sind beim TSV Schwaben neu besetzt

Sollte die Bayernliga Anfang September tatsächlich die Saison fortsetzen – das plant der BFV –, dürften sich die Gegner der Augsburger wundern: Nicht nur die Positionen des Trainers (Janos Radoki) und Co-Trainers (Roland Bahl) sind neu besetzt, darüber hinaus tummelt sich reichlich verändertes Personal auf dem Rasen.

Zwei, die sich gut verstehen und die nun dem Bayernligisten TSV Schwaben Augsburg zum Klassenerhalt verhelfen wollen: der neue Cheftrainer Janos Radoki (links) und sein Co-Trainer Roland Bahl.
Bild: Ulrich Wagner

Jüngster Neuzugang: Julian Löschner. Der gebürtige Nürnberger wechselt vom 1. FC Kaiserslautern zum TSV Schwaben. In Kaiserslautern besaß der Außenverteidiger einen Profivertrag, zum Einsatz kam er aber in der Oberligamannschaft des Traditionsvereins. Beim Transfer half Corona mit: Löschners Freundin stammt aus Augsburg. Um während des Lockdowns bei ihr zu sein, zog der 23-Jährige vorübergehend dorthin. Jetzt wollte Löschner bleiben und suchte einen Verein. Außerdem: Er wurde fußballerisch beim Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth ausgebildet. Der Spieler und Trainer Radoki kannten sich aus früheren Zeiten im Nachwuchs des Klubs. Löschner spielte damals in der U17, Radoki trainierte die U19. Der Kontakt war jetzt schnell hergestellt.

TSV Schwaben Augsburg hat bisher sieben Neuzugänge verpflichtet

Bislang hat sich der TSV Schwaben Augsburg in der Corona-Unterbrechung mit sieben neuen Kickern verstärkt. Vor Löschner schlossen sich Marco Zupur (TSV Rain), Kevin Schmidt, Benedikt Krug (beide FV Illertissen), Marco Greisel, Marcel Leib (FC Memmingen) und Nicola Della Schiava (FC Augsburg II) dem Bayernligisten an.

Möglich gemacht hat diese Transfers der Verband: Eine Wettbewerbsverzerrung nahm der BFV in Kauf, indem er an der ursprünglichen Wechselperiode festhielt. Bis zum 31. August sind Spielerwechsel im Amateurfußball möglich.

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