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Augsburg

12.09.2019

Wahlkampfgeplänkel via Facebook

Die Grünen um OB-Kandidatin Martina Wild haben sich die Internet-Domain csusammen.de reserviert.
Bild: Annette Zoepf

Die Grünen reservieren sich die Internetadresse csusammen.de und lassen dort ihre OB-Kandidatin Martina Wild Werbung machen. Die CSU kontert postwendend.

In sechs Monaten und drei Tagen wird Kommunalwahl sein. Die OB- und Stadtratskandidaten stehen großteils schon den Startlöchern, nur loslegen können sie noch nicht so richtig. Ein halbes Jahr im Vollgas-Kampagnenmodus halten weder sie noch die Wahlkampfkassen und schon gar nicht die Wähler aus. Voraussichtlich wird es erst nach Weihnachten so richtig mit dem Wahlkampf losgehen, aber natürlich juckt es den einen oder anderen Kandidaten, jetzt schon was zu machen.

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Aus den politischen Sommerferien haben sich die Grünen – sonst eher nicht als Klamauk-Partei bekannt – via Facebook zurückgemeldet. Sie haben die Internet-Domain csusammen.de reserviert und lassen von dort ihre OB-Kandidatin Martina Wild Werbung in eigener Sache machen.

Augsburger Grüne fordern eine Auslöse

Mit dem Kunstwort csusammen werben die Christsozialen im Wahlkampf – die Domain zu reservieren, wäre aus CSU-Sicht wohl zumindest kein Fehler gewesen. Via Facebook fordern die Grünen augenzwinkernd als Auslöse „nach guter alter schwäbischer Tradition eine regionale Bio-Brotzeit inklusive guten regionalen Biobiers“. Passender Anlass sei das Grünen-Fest nach der Wahl von Oberbürgermeisterin Martina Wild.

Wahlkampfgeplänkel via Facebook

Die CSU – der sonst ein eher zwiespältiges Verhältnis zu Youtube und Co. nachgesagt wird – konterte prompt. Die Grünen könnten die Domain gerne behalten, wenn sie mit der Aktion ihre Digital-Kompetenz demonstrieren wollten, heißt es augenzwinkernd. Bio-Bier schenke man übrigens auf den Stopps von Eva Webers Wahlkampftour „GrilldieWeber“ aus. Die Grünen seien herzlich eingeladen, sich dort mit der künftigen CSU-Oberbürgermeisterin auszutauschen. Ansonsten wolle man sich lieber wieder wichtigeren Themen zuwenden

Wahlkampf in Augsburg

Während die Wahlprogramme der Parteien noch in Arbeit sind, läuft die Selbstdarstellung via Facebook schon seit Wochen, und zwar so stark wie noch nie in einem Kommunalwahlkampf. Neben politisch relevanten Botschaften – vom Klimaschutzzentrum über Schulwegsicherheit bis hin zur Bepflanzung von Haltestellendächern – präsentieren die Kandidaten sich auch von ihrer persönlichen Seite und halten ihre Facebook-Auftritte durch regelmäßige Posts am Leben. Eva Weber ist beim Cheerleader-Training des Raptors-Football-Teams zu betrachten, SPD-OB-Kandidat Dirk Wurm präsentierte sich beim Plärrerumzug als Familienmensch und Martina Wild versorgte ihre Facebook-Anhänger mit Bildern aus dem Südfrankreich-Urlaub.

Von den regierenden Augsburger Parteien hat die CSU mit knapp 2700 Anhängern den meisten Zuspruch. Seit Beginn des Wahlkampfs haben die Christsozialen ihre Social-Media-Aktivitäten deutlich ausgebaut. Die SPD hat 856 Anhänger, die Grünen liegen mit mehr als 2300 Anhängern auf Platz zwei. Spitzenreiter bei der Zahl der Facebook-Follower ist die Augsburger AfD mit mehr als 3600 Anhängern.

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