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Augsburg

10.01.2019

Was tut sich in meinem Stadtteil?

Die Langemarckstraße in Kriegshaber zeigt den Wandel im Stadtteil deutlich: Vor sechs Jahren standen die Neubauten links auf dem ehemaligen Reese-Areal noch nicht, die Häuser auf der rechten Straßenseite gibt es seit Langem.
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Die Langemarckstraße in Kriegshaber zeigt den Wandel im Stadtteil deutlich: Vor sechs Jahren standen die Neubauten links auf dem ehemaligen Reese-Areal noch nicht, die Häuser auf der rechten Straßenseite gibt es seit Langem.

Der Oberbürgermeister und seine Referenten stellen sich bei 13 Stadtteilgesprächen den Bürgern vor Ort. Vor sechs Jahren war das schon einmal der Fall. Was sich beim Ablauf ändert

Im Jahr vor der Kommunalwahl suchen Oberbürgermeister Kurt Gribl und seine Referenten bei Stadtteilgesprächen den Kontakt zu den Bürgern. 13 Termine stehen bis Dezember an, kleinere Stadtteile werden zusammengefasst. Vor sechs Jahren feierte die Veranstaltungsreihe Premiere. Das Grundgerüst bleibt, doch Details ändern sich.

Im Format eines Bürgertalks

Wie Gribls persönlicher Referent Richard Goerlich sagt, stehen der Oberbürgermeister und die Referenten diesmal eine Stunde vor der eigentlichen Veranstaltung für einen persönlichen Austausch zur Verfügung – mit und ohne Anmeldung. Die Themen, die dann im Anschluss im Plenum im Format des Bürgertalks von Gribl moderiert werden, seien offen. Goerlich: „Die Impulse kommen von den Bürgern. Es soll nicht nur vom OB und den Referenten vorgetragen werden.“

Wie 2013 findet der Auftakt auch in diesem Jahr in Kriegshaber statt – und zwar am 23. Januar. Gribl, der in dem Stadtteil aufwuchs, begibt sich damit auf heimisches Terrain. Das sei aber nicht der Grund für die Terminierung. Vielmehr habe man sich bei der Organisation an der Veranstaltungsreihe vor sechs Jahren orientiert. Teilweise seien die Veranstaltungsorte beibehalten worden, teilweise werde auf Alternativen ausgewichen.

So auch in Kriegshaber, wo mit der Schulaula eine neue Location bereitsteht. Nicht nur wegen des Umbaus der Grundschule zählt Kriegshaber zu den Stadtteilen mit den stärksten Veränderungen in den vergangenen Jahren. So ist die Bevölkerung hier zwischen 2012 und 2018 um 2500 auf mehr als 19000 Bewohner gewachsen. Einen großen Anteil hat daran das Neubaugebiet auf dem Areal der ehemaligen Reesekaserne.

Kriegshaber wartet auf Nahversorgung

Dessen Bewohner und auch die angestammten Kriegshaberer warten nach wie vor auf die seit Langem versprochene Nahversorgung. Immerhin will die Wohnbaugruppe im Frühjahr mit dem Bau eines Supermarkts an der Ulmer Straße beginnen. Sie peilt eine Fertigstellung in der zweiten Jahreshälfte 2021 an.

Darüber hinaus dürften die Besucher des Stadtteilgesprächs neugierig sein, wann und ob sich auf dem Linde-Areal an der Ecke Ulmer/Neusässer Straße baulich etwas tut. Bereits 2013 war das ein Thema. Gribl hatte sich damals erfreut über den Erwerb der Industriebrache neben dem Spectrum-Club gezeigt.

Auch die Lechhauser, deren Stadtteilgespräch Ende Februar stattfindet, sind Warten gewohnt. 2013 hieß es noch, im laufenden Jahr solle mit der Umsetzung des Naherholungsprojekts Flößerpark begonnen und 2015 abgeschlossen werden. Noch ist man mittendrin. Dass in Lechhausen Veränderungen anstehen, zeigt sich auch im Stadtteilkern, wo ein neues Zentrum entsteht. Der Grüne Kranz, vor sechs Jahren noch Veranstaltungsort, ist abgerissen.

Zu den Stadtteilen mit den weitreichendsten Veränderungen zählt auch Haunstetten, wo im Südwesten in den nächsten Jahrzehnten ein Neubaugebiet mit riesigen Ausmaßen entsteht. Dass dieses Thema am 27. November für Diskussionen sorgt, ist anzunehmen. Und auch um den Verkehr beziehungsweise dessen Beruhigung könnte es gehen: Vor sechs Jahren war die Diskussion darüber von Emotionen geprägt.

Dass die Bürger – nicht nur in Haunstetten – mit Kritik und Anregungen aufwarten, liegt nahe. „Natürlich werden die meisten Anliegen nicht ad hoc gelöst werden können. Auch kann nicht alles, was vorgetragen wird, umgesetzt werden“, sagt Goerlich. Aber alle Anregungen und Probleme würden aufgenommen und beantwortet.

Stadtteilgespräche nur einmal alle sechs Jahre

Als Wahlkampf will der OB-Referent die Stadtteilgespräche nicht verstanden wissen. Wegen des hohen Aufwands fänden sie nur einmal in der Legislaturperiode statt. Und da mache es Sinn, erst dann über die Stadtteile zu sprechen, wenn die meisten innerhalb dieser Amtszeit vorgenommenen Projekte angeschoben oder durchgeführt seien. Wichtig ist laut Goerlich der Dialog. „Es geht um die Wahrnehmung der Stadtteile mit ihren Aktivitäten, Themen und Problemen, aber auch darum, frische Impulse aufzunehmen und Feedback zu erhalten für das bereits Geleistete.“

Aus diesem Grund sollen bei sämtlichen 13 Veranstaltungen neben Gribl alle Referenten anwesend sein. Gegebenenfalls seien, so das OB-Referat, Mitarbeiter vor Ort, um Fragen zu beantworten und die Anliegen weiterzuleiten. Reichen die vorgesehenen zwei Stunden für die Gespräche nicht aus, dann sitzt die Stadtspitze nach. „Wir werden eine intensive Diskussion nicht einfach um 20 Uhr abbrechen“, verspricht Goerlich.

Alle Termine der Stadtteilgespräche finden Sie hier.

Und hier können Sie den dazugehörigen Kommentar lesen Es lohnt sich, seinen Stadtteil neu zu entdecken

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