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Augsburg: Sport war sein Hobby – und Berufung: Ludwig Schmid von "Sport Förg" ist tot

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Sport war sein Hobby – und Berufung: Ludwig Schmid von "Sport Förg" ist tot

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    Ludwig Schmid war Wegbereiter von "Sport Förg" in Augsburg. Nun ist er mit 88 Jahren gestorben.
    Ludwig Schmid war Wegbereiter von "Sport Förg" in Augsburg. Nun ist er mit 88 Jahren gestorben. Foto: Alexander Kaya (Archivbild), privat

    Das Ziel, seinen Lebenstraum zu verwirklichen, begann mit ein paar Skiern, verkauft auf einer Fläche von 30 Quadratmetern. Eigentlich war das Unternehmen Förg bis dahin, 1970, auf Eisen- und Haushaltswaren spezialisiert. Doch Ludwig Schmid, damals Mitglied der Firmenleitung, setzte sich dafür ein, dass Förg neue Wege ging – hin zum Sportfachhandel. Es gelang: Heute ist aus Förg "Sport Förg" geworden, eine weit über Augsburgs Grenzen hinaus bekannte Marke. Nun ist der Mann dahinter gestorben. Ludwig Schmid wurde 88 Jahre alt.

    Ludwig Schmid ist tot: Der Wegbereiter von "Sport Förg" galt als Visionär

    Schmid, gebürtiger Friedberger und begeisterter Skifahrer, begann als Handelsvertreter beim damaligen Stahl-Großhandel Förg, der 1921 in Göggingen gegründet worden war. Schnell stieg Schmid in die Unternehmensleitung auf, angetrieben von Visionen und untrüglichem Geschäftssinn. Er galt als harter Verhandlungspartner, der nicht lockerließ, bis er sein Ziel erreicht hatte – jedoch auch als jemand, der Geschäfte mit einem Augenzwinkern abschließen konnte und Wert darauf legte, anständig mit dem Personal umzugehen. 1971, kurz nachdem die ersten Ski bei Förg verkauft worden waren, stieg Schmid zum Komplementär der Firma auf, neben Firmengründer Franz Förg. Das allgemeine Interesse an Sportartikeln wuchs, der Sportbereich des Unternehmens auch – so stark, dass 1976 ein Neubau an der Bürgermeister-Aurnhammer-Straße in Göggingen notwendig wurde, um das Sortiment erweitern zu können.

    Es folgten erfolgreiche, auch bewegte Jahre. 1989 trat Förg der international bekannten Einkaufsgenossenschaft Intersport bei – Namensanpassung zu "Intersport Förg" inklusive –, 1995 kam es zu einem Großbrand im Gögginger Sporthaus. Fortan war Förg ein reines Sportgeschäft, der Handel mit Eisen und Stahl wurde ausgegliedert. 2017 dann ein weiterer Meilenstein: Das Haupthaus in Göggingen schloss, die Firma zog in einen Neubau an den Rand von Friedberg. Es entstand eine "Sporterlebniswelt".

    Das "Outlet" im Augsburger Fabrikschloss war das letzte aktive Projekt

    Aus dem aktiven Geschäft hatte sich Ludwig Schmid da bereits zurückgezogen. Sein letztes großes Projekt, das er aktiv begleitete, war das "Outlet" im Augsburger Fabrikschloss, 2003 als "Lagerverkauf Förg" eröffnet. 2010 stellte er dann seine aktive Tätigkeit ein, bis zuletzt "fieberte er aber mit", wie Sohn Christoph Schmid sagt. Schmid junior stieg Mitte der 1990er-Jahre als Geschäftsführer und kaufmännischer Leiter ins Unternehmen ein und führt es bis heute.

    Wegen gesundheitlicher Probleme konnte Ludwig Schmid seinen Ruhestand zwar nicht so genießen, wie er sich dies ursprünglich vorgestellt hatte. Er beklagte sich jedoch nie und blieb im Rahmen des Möglichen aktiv mit Reisen, Golfen, Fahrradfahren. Schmid hinterlässt neben Sohn Christoph auch Ehefrau Erika und Tochter Steffi.

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