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Eishockey

09.04.2016

Ein zweiter Tscheche für die Panther

David Stieler wechselt von Bremerhaven nach Augsburg. Was den Mittelstürmer mit Jaromír Jágr verbindet

Der zweite Neuzugang der Augsburger Panther ist wieder ein Tscheche mit deutschem Pass. David Stieler kommt ebenso wie Jaroslav Hafenrichter aus Tschechien. In der vergangenen Saison stürmte der 27-Jährige für Bremerhaven in der DEL2 und verbuchte in 56 Spielen 27 Tore und 30 Assists bei einem Plus-Minus-Wert von +36. Gestern gaben die Augsburger die Verpflichtung des Angreifers bekannt.

Bereits im Januar hatte Trainer Mike Stewart den Kontakt zu dem Mittelstürmer geknüpft, und der entschied sich bald für Augsburg. „Ich will sportlich den nächsten Schritt machen und mich eine Liga höher durchsetzen. Ich freue mich auf die Herausforderung in Augsburg“, sagt David Stieler.

Der Panther-Neuzugang kommt aus der gleichen Stadt wie der sagenhafte Jaromír Jágr und kennt den noch aktiven Star aus der nordamerikanischen Profiliga NHL. „Ich habe unter ihm als Spieler gespielt. Er war mein Chef, schließlich gehört ihm der Klub Kladno“, erzählt der technisch beschlagene Profi.

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Der mittlerweile 44 Jahre alte Jágr ist eine Kultfigur im Eishockey und spielt noch immer in der besten Liga der Welt für die Florida Panthers großartig auf. Mit 27 Toren und 38 Vorlagen führt der Älteste die Scorerliste des US-Klubs an. Über seinen ehemaligen Boss sagt der gebürtige Tscheche: „Er ist ein bisschen anders als der Spieler Jágr, er ist ein große Persönlichkeit und ein guter Chef.“

David Stieler versuchte zwei Jahre lang sein Glück in Nordamerika und stürmte von 2006 bis 2008 für Swift Current Broncos in der Western Hockey League (WHL). Danach kehrte er nach Europa zurück und spielte für den HC Kladno und BK Mladá Boleslav in der tschechischen Extraliga. Von 2012 bis 2014 ging Stieler dann für den HK 36 Skalica in der ersten slowakischen Liga auf Torejagd (122 Spiele, 22 Treffer, 37 Assists). Beim Oberligisten EV Regensburg (2014/15) sorgte er mit 59 Toren und 90 Vorlagen in lediglich 58 Partien für Furore. David Stieler sieht sich als Spielmacher: „Ich will meine Nebenleute in Szene setzen.“

Mike Stewart verfolgt den Werdegang des Profis seit einigen Jahren. „Nun hat sich die Chance ergeben, ihn nach Augsburg zu lotsen. David hat den Sprung von der Oberliga in die DEL2 problemlos gemeistert. Wir sind davon überzeugt, dass er auch den Sprung in die DEL packt und eine Bereicherung für uns sein wird.“ In Tschechien und der Slowakei habe er bereits auf höchstem Level gespielt, sagt Stewart, der noch bis Mitte nächster Woche in Nordamerika unterwegs ist, um potenzielle Neuzugänge zu beobachten.

Den Sommer verbringt Stieler im heimischen Kladno: „Wir haben hier seit einigen Jahren eine gute Gruppe und trainieren gemeinsam.“ Anfang August kommt er mit seiner Verlobten nach Augsburg.

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