FC Augsburg

22.07.2019

Mit Hinteregger in Tirol

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In diesem Hotel sind die FCA-Profis eine Woche lang untergebracht.

Der Österreicher ist im Trainingslager mit dabei. Das ist durchaus überraschend,zumal sich der Abwehrspieler sehr offensiv mit Abwanderungsplänen beschäftigt

Als Martin Schmidt am späten Sonntagnachmittag seine Spieler zur ersten Trainingseinheit auf den Rasen des FC BW Bad Häring bat, da interessierte es kaum einen, dass das Grün top gepflegt war, dass das 4-Sterne-Superior-Hotel „Das Sieben“, in dem der FC Augsburg bis zum kommenden Sonntag untergebracht ist, nur einen Abstoß weit vom Trainingsplatz entfernt ist. Oder dass die angeschlagenen Rani Khedira (Reizung der Patella-Sehne – kommt eventuell noch ins Trainingslager nach), Jan Moravek (Haarriss im großen Zeh) und die Langzeitverletzten Jeffrey Gouweleeuw, Felix Götze und Sergion Cordova fehlen. Oder dass Alfred Finnbogason und Noah Sarenren Bazee mit dabei sind. Nein, die wichtigste aller Fragen war: Ist Martin Hinteregger da?

Und die Antwort lautete: Ja. Hinteregger ist da.

Er hatte schon am Vormittag in Augsburg eine individuelle Einheit absolviert und war dann mit der Mannschaft ins Trainingslager gefahren. Sprechen wollte oder durfte der Österreicher am Sonntag in Tirol nicht, für Montag ist eine Medienrunde geplant.

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Dass der 26-jährige Innenverteidiger den FCA gerne verlassen will, ist kein Geheimnis. Wohin schon eher. Der Wunschverein von Hinteregger scheint Eintracht Frankfurt zu sein. Die Eintracht würde Hinteregger auch gerne verpflichten, doch noch ist keine Einigung erzielt. Zumal auch noch andere Klubs aus Italien und England Interesse angemeldet haben.

Seit Wochen gibt es jetzt schon ein Tauziehen. Dass er zuletzt mit Zustimmung des Vereins bei einem Fototermin, bei dem ein vorläufiges Mannschaftsfoto für einige Bundesliga-Sonderhefte (zum Beispiel des Kicker) aufgenommen wurde, fehlte, spricht auch nicht gerade dafür, dass die Liaison mit dem FCA noch lange hält.

Trainer Martin Schmidt ist die Spekulationen langsam leid. Er hält sich an die Fakten. Und Fakt ist, Hinteregger stand am Sonntagabend auf dem Platz in Bad Häring. „Es nervt nicht, aber ich möchte nicht dauernd über ihn reden. Ich bin sein Trainer, er ist mein Spieler. Ich trainiere ihn und ich mache ihn bereit für das erste Spiel gegen Verl. Alles andere entscheiden andere.“

Ob Hinteregger in der ersten DFB-Pokal-Runde (10. August) beim Regionalligisten SC Verl wirklich dabei ist?

Aber auch sonst gibt es noch einige Störgeräusche von außen. So wurde Philipp Max in diesen Tagen mit dem FC Barcelona in Verbindung gebracht. Nach Informationen unserer Zeitung ein substanzloses Gerücht. Aber auch ein neuer Torhüter war am Sonntag noch nicht zu sehen, obwohl Trainer Schmidt schon vor einigen Wochen erklärt hatte: „Wir suchen eine neue Nummer eins.“

All dies spiele für ihn in diesen Tagen in Bad Häring keine Rolle, versichert Martin Schmidt: „Wir als Mannschaft orientieren uns an Fakten. Wer ist nächste Woche, in zwei oder vier Wochen noch dabei? Wer kommt vielleicht noch? Das weiß ich nicht, wenn ich daran denke, vergesse ich den Moment zu leben. Ich arbeite mit den Spielern, die da sind und einen Vertrag haben. Wenn ich von den anderen träume, dann habe ich irgendwann ein schlechtes Erwachen.“

Das will er aber nicht. Und so konzentriert er sich voll auf die Trainingsarbeit in Bad Häring. Denn in der ersten Runde des DFB-Pokals tritt der FCA in Verl an und eine Woche später am 17. August (15.30 Uhr) startet er mit dem Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund in die Bundesliga.

Egal, ob Hinteregger dabei ist oder nicht.

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