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Fußball

15.11.2017

Squadra Azzurra sorgt für Frust in Augsburg

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4 Bilder
Paolo Maiolo

Wie Italiener das Scheitern ihres Teams in der WM-Qualifikation erlebten

Die Katastrophe für Fußball-Italien ist perfekt: Erstmals nach 60 Jahren fährt der viermalige Weltmeister nicht zu einer Weltmeisterschaft. Das Ausscheiden ihrer Squadra Azzurra treibt auch viele Italiener in Augsburg und Umgebung um.

(Tänzer am Theater Augsburg): „Ich habe mir das Spiel mit drei befreundeten Landsleuten angesehen bei mir zu Hause. Zum Ende hin waren wir den Tränen nahe und einfach nur sprachlos. Wir haben vier Sterne auf der Brust und fahren jetzt nicht zur WM. Nicht die Spieler alleine sind schuld, sondern auch der Verband, der solch einen international unerfahrenen Trainer einstellt. Die jungen Spieler haben keine Chance bekommen, stattdessen hat man auf die Veteranen vertraut. Jetzt sind wir traurig, aber wir werden wieder aufstehen.“

(Trainer TSV Schwabmünchen): „Als Fußballtrainer sage ich bei allem Respekt vor den Schweden: Wer gegen dieses Team nicht gewinnen kann, hat es auch nicht verdient, zur WM zu fahren. Wir haben eben einfach nicht mehr diese Individualisten, die ein Spiel entscheiden können. Und solange wir in der Nachwuchsarbeit nicht besser werden, wird das auch so bleiben. Wir brauchen ein Förderprogramm, wie es das in Deutschland, Frankreich oder England gibt. Die WM schaue ich mir trotzdem an und werde zu einem totalen Außenseiter halten. Und zu Deutschland natürlich.“

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(Vorstand Andreas Schmid Logistik): „Ich habe das Spiel gar nicht gesehen, weil ich einen Termin hatte. Die letzten Minuten habe ich dann noch auf dem Ticker mitverfolgt. Ich bin riesig enttäuscht, weil ich mir im Sommer eigentlich die WM anschauen wollte – jetzt muss ich mir was anderes überlegen. Dass es so endet, habe ich nach dem Hinspiel befürchtet, weil das 0:1 in Schweden ein denkbar schlechtes Ergebnis für das Rückspiel ist und die Italiener im Spiel nach vorne einfach zu harmlos sind. Die Nachwuchsarbeit in Italien ist eigentlich nicht schlecht, aber es fehlt an der Durchlässigkeit im Profibereich. Der vorherige Trainer Antonio Conte hat diese Probleme mit Charisma und einer guten Taktik kompensiert, aber wenn ein Trainer mit dem Charisma eines Blumenkübels vorne dran steht, wird es eben schwierig.“

(Sportlicher Leiter FC Affing): „Ich habe das Spiel alleine bei mir angesehen, weil ich es kommen gesehen habe. Da habe ich auch niemanden um mich rum brauchen können. Italien hat jetzt die Quittung bekommen für all das, was seit dem WM-Titel 2006 falsch gelaufen ist – auch wenn die Mannschaft am Montagabend wirklich gut gespielt hat. Aber Schweden war eben 90 Minuten hinten drin gestanden. Vielleicht ist das jetzt auch mal lehrreich. Denn der Fußball in Italien ist als Ganzes unattraktiv geworden. Insofern habe ich mich auch gar nicht so geärgert.“ (eisl)

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