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Corona-Impfungen

06.04.2021

Bayern erhöht Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek will das Impftempo erhöhen.
Foto: Sven Hoppe, dpa

Exklusiv Die Empfehlungen der Impfkommission werden laut Gesundheitsminister Klaus Holetschek im Freistaat umgesetzt. Nun stehen 50.000 Dosen zusätzlich zur Verfügung.

Bayern will die Zahl der Impfungen durch einen größeren Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfungen beschleunigen. Die Spielräume mit den neuen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission würden im Freistaat bereits seit drei Wochen in die Praxis umgesetzt, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek unserer Redaktion.

„Seit 12. März haben wir den Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung gemäß der Zulassung erweitert“, erklärte der CSU-Politiker. „Bei Biontech und Moderna beträgt der Abstand somit sechs Wochen, bei AstraZeneca zwölf Wochen“, fügte er hinzu.

Bayern verzichtet auf Großteil der Impfstoff-Reserve

Mit dem größeren Impfabstand verzichte Bayern auch weitgehend auf Zurückstellung von Impfdosen für die Zweitimpfung. „Wir haben beim Impfgipfel unter anderem auch beschlossen, die Reserve an Impfstoff für AstraZeneca aufzuheben und für Biontech auf 10.000 Impfdosen zu reduzieren“, sagte Holetschek. „Damit haben wir kurzfristig rund 50.000 Impfdosen zur Verfügung, die wir bei Bedarf einsetzen können.“

 

Gleichwohl nannte Holetschek den Stellenwert der Zweitimpfungen in Bayern weiterhin sehr wichtig. „Wir werden alles dafür tun, dass jeder fristgerecht seine Zweitimpfung bekommt“, betonte er.

Klaus Holetschek begrüßt AstraZeneca-Entscheidung

„In Bezug auf die ausstehenden Zweitimpfungen mit dem Impfstoff von AstraZeneca begrüße ich das rasche Handeln der Impfkommission“, fügte er hinzu. „Mir war es immer wichtig, so schnell wie möglich Klarheit zu schaffen, um verlorenes Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger zurückzugewinnen.“ In einer breiten Allianz mit Ärzten, Apothekern, Betriebsärzten und Verbänden solle Bayern beim Impfen noch besser und schneller werden können.

 

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07.04.2021

Bayern erhöht Abstand zwischen Erst- und Zweitimpfung: Eine neue Maßnahme um Wirkung und Erfolg zu reduzieren, man kann auch von Erbsenzählern sprechen, die Kartoffeln zum Fenster raus werfen.

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06.04.2021

So eine tolle Idee!
Das ist halt das Land von Laptop und Lederhose!

Darauf sind andere Ländern in denen auch flott geimpft wurde und wird schon vor Monaten gekommen!

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06.04.2021

Aufgrund des Kommentars könnte man direkt den Eindruck gewinnen , die deutsche Wirtschaft bestünde mittlerweile in der Hauptsache aus einer Freizeit- und Vergnügungswirtschaft, fußte darauf.

Und bricht nunmehr zusammen , weil in Küchen-Herden kein Feuer brennt und Bier-Fäßer nicht angestochen werden .

Kaum zu glauben , daß Deutschland zusammenbricht , weil Hotels und Restaurants nicht nachgefragt werden können !

Das sowas von sowas kommt , wenn man die Produktion -in der Hauptsache- fast gänzlich nach China verlagert und dann von dort auch noch der China-Virus hereinschneit , dann bleibt wohl nur noch die Vergnügungs-,"Industrie" übrig .

Kaum zu glauben !

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06.04.2021

Die ersparten 50.000 Dosen hätten schon längst - entsprechend der Prioritäten - verimpft werden müssen. Im Kühlschrank helfen sie nicht.

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06.04.2021

Na ja - besser als nichts. Reserven halten war ein Fehler, der sich schon vor Monaten abzeichnete. Man konntre davon ausgehen, daß die Produktion voin Impfstoff nach Anfangsschwierigkeite, die es fast immer gibt, ansteigt. Um ob die zweite Dosis nun ein Woche später oder früher verabreicht wird, ist sicherlich egal.

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