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Öffentlicher Dienst
13.02.2019

Warnstreiks in Bayern gehen weiter - Uniklinik in Würzburg betroffen

Die Gewerkschaften fordern für die Beschäftigten der Länder sechs Prozent mehr Geld.
Foto: Sebastian Willnow, dpa (Archiv)

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes werden die Warnstreiks ausgeweitet. Heute ist Würzburg betroffen, am Donnerstag soll auch in München und Ulm gestreikt werden.

Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst Bayerns werden am Mittwoch in Würzburg fortgesetzt. Dort werden Landesbeschäftigte, unter anderem am Universitätsklinikum, voraussichtlich die Arbeit zeitweise niederlegen. Zu den Warnstreiks und einer Kundgebung hat die Gewerkschaft Verdi aufgerufen. Das Klinikum wird mit Notdiensten ähnlich der Besetzung am Wochenende versorgt sein. Patienten mit ambulanten Terminen wird empfohlen, vor dem Besuch Rücksprache zu nehmen.

Auch die Universität, das Schulzentrum für Gesundheitsberufe und die Bayerische Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim (Landkreis Würzburg) sind zum Warnstreik aufgerufen. Das Studentenwerk schließt alle Mensen, einige Cafeterien sind geöffnet. An der Universität wird laut einem Sprecher vermutlich der Technische Dienst eingeschränkt sein.

Demo in Würzburg geplant

Der Aufruf richtet sich nicht an alle Mitarbeiter der Einrichtungen. Am Uniklinikum beispielsweise dürfen Mitarbeiter aus der Pflege die Arbeit niederlegen, aber nicht aus dem ärztlichen Dienst, für jene gilt ein gesonderter Tarifvertrag. Auch bei der LWG sind nur 160 von knapp 300 Mitarbeitern berechtigt, die Arbeit niederzulegen.

Um 11.15 Uhr ist ein Demonstrationszug vom Stadtteil Grombühl (Felix-Fechenbach-Haus) Richtung Innenstadt geplant. Um 12 Uhr soll es eine Kundgebung am Oberen Markt geben. Verdi rechnet mit 200 Teilnehmern.

Warnstreiks auch in München und Ulm erwartet

Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder sechs Prozent mehr Lohn, mindestens 200 Euro. Am Dienstag hatten bereits Beschäftigte in Oberbayern die Arbeit niedergelegt. Am Donnerstag will Verdi die Streiks in München fortsetzen. Auch in Ulm sind Beschäftigte der Universität, der Hochschule sowie des Studierendenwerks zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

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(dpa/lby/AZ)

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