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Blitzmarathon in Bayern

04.04.2019

Polizei blitzt knapp 11.000 Fahrer - Spitzenreiter nahe Neusäß erwischt

In ganz Schwaben wurden knapp 11.000 Autofahrer beim Blitzmarathon erwischt. Die Zahl der Raser in Schwaben stieg im Vergleich zum Vorjahr.
Foto: Alexander Kaya

Beim Blitzmarathon 2019 erwischte die Polizei in Bayern knapp 11.000 Raser. Der Spitzenreiter kommt aus Schwaben. Ein Mann fuhr nahe Neusäß 90 km/h zu schnell.

1200 Euro Geldstrafe, zwei Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot. Das ist der Negativrekord des Blitzmarathons in Bayern 2019. Der Raser, ein laut Polizei 30-Jähriger, wurde auf der B300 bei Neusäß in Schwaben geblitzt. Statt der erlaubten 70 raste er mit 160 Stundenkilometern über die Straße.

Die Zahl der Geschwindigkeitsverstöße ist 2019 gestiegen

24 Stunden lang blitzte die Polizei in ganz Bayern während des Blitzmarathons von Mittwoch, 6 Uhr, bis Donnerstag, 6 Uhr, Autofahrer. In Süd- und Westschwaben wurden 897 Raser erwischt, 17,5 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Im Norden Schwabens waren es 316 Fahrer, 15 Prozent weniger als im Vorjahr. Von insgesamt 26.686 kontrollierten Fahrzeugen wurden in ganz Schwaben also 1213 geblitzt. In ganz Bayern waren 10.821 Fahrer zu schnell. Zum Vergleich: 2018 waren es bayernweit 8466 Geschwindigkeitsverstöße.

So verteilen sich die geblitzten Raser auf die Landkreise:

  • Stadt Augsburg: 58
  • Landkreis Augsburg: 78
  • Landkreis Aichach-Friedberg: 45
  • Landkreis Dillingen: 19
  • Landkreis Donau-Ries: 116
  • Landkreis Günzburg: 49
  • Landkreis Neu-Ulm: 123
  • Landkreis Unterallgäu und Memmingen: 78

Der Spitzenreiter wurde in Nordschwaben geblitzt, doch auch in anderen Teilen Bayerns erwischte die Polizei Raser. Sie gliedert die schnellsten Fahrer nach Polizeipräsidien auf.

Das sind die schnellsten Fahrer beim Blitzmarathon 2019:

  • Schwaben Nord: auf der B300 bei Neusäß , 90km/h zu schnell
  • Niederbayern: auf der St2045 bei Landshut, 87 km/h zu schnell
  • Mittelfranken: auf der B8 bei Fürth, 74 km/h zu schnell
  • Unterfranken: auf der B285 bei Mellrichtstadt, 74 km/h zu schnell
  • Oberbayern Nord: auf der St2580 bei Markt Schwaben, 71 km/h zu schnell
  • Schwaben Süd/West: auf der B308 bei Sigmarszell, 63 km/h zu schnell
  • München: auf der Ständlerstraße, 60 km/h zu schnell
  • Oberpfalz: auf der St2660 bei Barbing, 58 km/h zu schnell
  • Oberfranken: auf der B173 bei Köditz, 53 km/h zu schnell
  • Oberbayern Süd: auf der St2072 bei Unterleiten, 46 km/h zu schnell
Das Radarfoto, herausgegeben zeigt ein weißes Pferd auf dem Schullendamm in Meppen, das von einer Koppel ausgebrochen war.
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60 Jahre mobile Blitzer: Die skurrilsten Radarfotos
Foto: Landkreis Emsland

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann kündigte angesichts der aktuellen Zahlen an: "Wir müssen auch weiterhin auf verstärkte Geschwindigkeitskontrollen setzen, solange noch so viele Unbelehrbare unterwegs sind." Zu schnelles Fahren sei lebensgefährlich. "Raser setzen nicht nur ihr eigenes Leben aufs Spiel, sondern auch das von anderen."

Bayernweit waren beim Blitzmarathon rund 2200 Polizisten im Einsatz, dazu kamen etwa 70 Angestellte von Gemeinden und Zweckverbänden der kommunalen Verkehrsüberwachung. Knapp 2000 Messstellen in ganz Bayern wurden kontrolliert.

Im vergangenen Jahr gab es in Bayern 410.252 Verkehrsunfälle, 618 Menschen starben. Hauptgrund für Verkehrsunfälle war laut Innenministerium zu schnelles Fahren: An 176 der tödlichen Unfälle 2018 waren Raser Schuld.

Hier wurde beim Blitzmarathon 2019 im Raum Augsburg geblitzt:

 

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Die Diskussion ist geschlossen.

04.04.2019

Wahnsinn. 90 km/h zu schnell und dafür gerade mal 1000 EUR. In jedem zivilisierten Land kostet das mindestens einen halben Monatslohn oder eine Gefängnisstrafen. Aber rasen und töten mit dem Auto ist bei uns ja geduldet. Traurig.

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05.04.2019

1000 Euro sind für die meisten mehr als ein halber Monatslohn (netto). Ein drastischere Führerscheinsperre mit anschließender MPU wäre da noch sinnvoller. Ich glaube aber nicht, dass Übertretungen der Geschwindigkeitsbegrenzungen die meisten Unfälle verursachen, sondern nicht angepasste Geschwindigkeiten bei den verschieden Verkehrs- und Witterungsbedingungen und Überholmanöver.

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