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Söder bei "Dahoam is dahoam"
05.02.2015

Nach Söders TV-Auftritt: Seehofer empört über Entscheidung des BR

Der CSU-Politiker Markus Söder hatte einen Gastauftritt in der BR-Serie "Dahoam is dahoam". Der BR hat sich dafür entschuldigt, nun reagiert Seehofer empört.
Foto: Sven Hoppe (dpa)

BR-Intendant Wilhelm will nach Söder-Auftritt in „Dahoam is dahoam“ keine Politiker mehr in Unterhaltungsformaten. Doch das ärgert Ministerpräsident Seehofer gewaltig.

Dahoam is dahoam, aber hier daheim hängt der Haussegen schief. In der guten Stube des Bayerischen Rundfunks(BR), dem Rundfunkrat, ging es gestern um den eigentlich überwunden geglaubten Verdacht, der öffentlich-rechtliche Rundfunk im Freistaat pflege eine zu große Nähe und Ergebenheit zur Regierungspartei CSU. Vor allem der Auftritt des Finanz- und Heimatministers Markus Söder (CSU) in der Unterhaltungsserie „Dahoam is dahoam“ sorgte für eine kontroverse Debatte. Zudem ließ eine Publikumsbefragung des BR aufhorchen, wonach Zuschauer den Sender als „schwarzgefärbt“ wahrnehmen.

Bevor die Damen und Herren Rundfunkräte zu Wort kamen, mussten sie sich gedulden. Erst mussten sie sich in der Causa Söder noch einmal alles ansehen: Die Ausschnitte aus der Unterhaltungsserie, in der Söder sich selbst spielen und die Staatsregierung über den grünen Klee loben durfte, und das Interview in der Abendschau, wo er stolz verkündet hatte, dass es zwar ein Drehbuch gegeben habe, die Redaktion ihm aber einige künstlerische Freiheit eingeräumt habe. Dann bekamen sie gleich vier Stellungnahmen der BR-Verantwortlichen zu hören – von Intendanz, Redaktion, Fernsehdirektorin und Justiziar. Der BR räumte ein, dass der Sender mit dem Auftritt Söders das Gebot der Objektivität und des rechtlich Zulässigen überschritten habe. Redaktion und Fernsehdirektorin entschuldigten sich.

BR-Intendant: Keine Politiker-Auftritte mehr in "Dahoam is dahoam"

Intendant Ulrich Wilhelm stellte, obwohl er dafür von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) gestern scharf kritisiert worden war, ausdrücklich klar, dass es solche Politikerauftritte in einer Unterhaltungsserie nicht mehr geben werde. Deshalb habe man den anderen Politikern, Claudia Roth (Grüne) und Christian Ude (SPD), die auch in der Sendung auftreten hätten sollen, wieder abgesagt.

Den Rundfunkräten, die etwa zur Hälfte alle selbst Politiker sind, reichte diese Erklärung nicht. Die Kritiker waren sich einig. „Das Bayerische Fernsehen hat sich blamiert bis auf die Knochen“, schimpfte SPD-Landeschef Florian Pronold. Verena Osgyan (Grüne) stänkerte, mit dem ehemaligen Miesbacher Landrat Jakob Kreidl (CSU), der über allerlei Affären gestürzt ist, wäre in der Sendung „die Volksnähe perfekt gewesen“. Friedemann Greiner, der Vertreter der evangelischen Kirche, sagte, die Redaktion der Sendung sei „von großer politischer Naivität gesegnet“ gewesen. Und Natascha Kohnen, die Generalsekretärin der Bayern-SPD, forderte die Vorlage des Drehbuchs, um überprüfen zu können, wie groß denn die „künstlerische Freiheit“ gewesen sei, die Söder bei seinem Auftritt eingeräumt wurde.

CSU-Politiker kritisieren Entscheidung des BR

Die Vertreter der CSU und anderer Verbände hielten dagegen. Thomas Habermann (Landkreistag) gratulierte dem BR zu der Sendung und sagte: „So weit muss journalistische Freiheit schon noch gehen.“ Der Chef der CSU-Landtagsfraktion, Thomas Kreuzer, wies darauf hin, dass in vielen Serien permanent politische Inhalte transportiert würden, ohne dass sich jemand darüber aufrege. Otmar Bernhard (CSU) sagte, der Vorgang sei „völlig überbewertet“. Der Intendant der Staatsoper, Nikolaus Bachler, fügte hinzu: „Ich verstehe die Aufregung nicht, ich verstehe auch die Büßerhaltung der Geschäftsführung nicht.“ Zu dieser Debatte passte dann auch noch der Wirbel um die Publikumsbefragung. In der internen Auswertung des BR, die unserer Zeitung vorliegt, heißt es unter anderem: „Das Bayerische Fernsehen wird verbreitet, der Hörfunk vereinzelt als „schwarzgefärbt“ wahrgenommen.“

Intendant Wilhelm wies darauf hin, dass die Publikumsbefragung nicht repräsentativ sei. Auch CSU-Fraktionschef Kreuzer kritisierte, dass in der Berichterstattung über das Papier nur Einzelmeinungen herausgegriffen worden seien. Weiter diskutiert wurde darüber gestern nicht mehr.

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