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Bundestagswahl 2021

27.02.2021

Söder oder Laschet? CSU hält Kanzlerkandidatur für völlig offen

Markus Blume warnt vor zu frühem Wahlkampf.
Foto: Matthias Balk, dpa

Exklusiv Generalsekretär Markus Blume verweist auf die Erfolgsaussichten und bundesweite Umfragewerte von CSU-Chef Söder. Er sagt aber auch: "Das Land ist noch nicht bereit für Wahlkampf."

Die CSU hält einen Monat nach der Wahl von Armin Laschet zum CDU-Vorsitzenden die Kanzlerkandidatenfrage der Union für völlig offen. „In der Frage gibt es definitiv keine Vorentscheidung und auch keinen Automatismus“, sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume unserer Redaktion. „Uns sollten die besten Erfolgsaussichten leiten“, betonte Blume und verwies zugleich auf die hohen Zustimmungswerte des bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Chef Markus Söder auf Bundesebene.

„Der Rückenwind für Markus Söder in bundesweiten Umfragen ist schon beachtlich“, sagte der CSU-Generalsekretär. Die Kanzlerkandidaten-Frage werde wie vereinbart gemeinsam zwischen Ostern und Pfingsten geregelt. „Klar ist dabei: Ohne die CSU geht es nicht“, betonte Blume. „Die Personalentscheidung und der ganze Wahlkampf werden sich auf die letzten drei bis vier Monate vor der Wahl konzentrieren“, betonte der CSU-Politiker. Derzeit stecke Deutschland mitten in der Pandemie. „Das Land ist noch nicht bereit für Wahlkampf“, betonte Blume. „Jeder, der wie zum Beispiel die SPD zu früh in den Wahlkampfmodus umschaltet, der wird feststellen, dass er im Leerlauf ist und in der Bevölkerung Unverständnis erntet“, warnte er.

Blume: Wir konnten mit Kurs von Merkel und Söder viele Leben retten

In der  Corona-Politik gebe es ständig ein Ringen um den richtigen Kurs und die richtige Balance. „Es muss alles täglich neu erarbeitet werden“, betonte Blume. „Unter diesen schwierigen Umständen konnten wir mit dem Kurs von Angela Merkel und Markus Söder viele Leben retten und das Land trotzdem am Laufen halten“, fügte er hinzu.

 

Kritik äußerte der CSU-Generalsekretär jedoch an CDU-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn angesichts der verschobenen Schnelltest-Pläne. „Die Kombination von mehr versprechen und weniger liefern ist in der Politik immer toxisch, weil das zu großer Enttäuschung führt“, sagte Blume. „Jetzt ist wichtig: Gemeinsam verabreden, was man dann auch halten kann, und dann die Erwartungen vielleicht sogar übertreffen.“ Dies gelte auch für eine ganze Kaskade von Ankündigungen auf europäischer Ebene in der Corona-Politik. „Aber wenn es dann ums Einlösen ging, hat leider in der Vergangenheit die Enttäuschung dominiert.“ (AZ)

Lesen SIe hier das ganze Interview mit Markus Blume: CSU-Generalsekretär Blume: „Rückenwind für Söder ist beachtlich“

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