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Landtagswahl 2018

12.10.2018

Söder und Seehofer sprechen sich ein letztes Mal vor der Wahl Mut zu

Markus Söder spricht auf der CSU-Wahlkampf-Abschlusskundgebung im Münchner Löwenbräukeller.
Bild: Sven Hoppe, dpa

Es ist der letzte Wahlkampfauftritt für Markus Söder vor der Landtagswahl: Im Löwenbräukeller will er sogar einen leichten Aufschwung für die CSU spüren.

Mit Blaskapelle und unter Applaus betritt Markus Söder den Münchner Löwenbräukeller. Gut 2000 Anhänger der CSU sind mit dabei – unter ihnen der deutsche Innenminister und CSU-Parteichef Horst Seehofer sowie der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz von der ÖVP. Und der bayerische Ministerpräsident zeigt sich entschlossen, Bayern auch nach der Landtagswahl am Sonntag zu regieren. Noch seien 50 Prozent der Wähler unentschlossen. „Ich fühle einen leichten Aufschwung für die CSU“, sagt er bei Pressekonferenz vor der Abschlusskundgebung im großen Saal.

Söder schießt kurz vor der Landtagswahl gegen AfD und Grüne

Mit scharfen Worten will sich Söder von der AfD abgrenzen. Bezeichnet sogar den bayerischen Ableger als den rechtesten in Deutschland. Nur mit der CSU bleibe Bayern stabil. „Die AfD ist eine nationale Herausforderung.“ Einer möglichen Koalition mit den Grünen, die in den vergangenen Wochen stetig in den Umfragen zulegten, gibt er eine klare Absage. „Das ist ein Verbotsprogramm was die Grünen haben“, sagt Söder. Demnach haben sie ein altmodisches Wahlprogramm, das gegen alles sei.

Ein Stichwort, das Söder immer wieder benutzt, ist Stabilität. In seiner Ansprache im großen Saal zählt er daher die Erfolge der CSU in den vergangenen Jahren auf. Er ist sich sicher: „Am Sonntag werden sich Einige wundern.“ Unterstützung bekommt er vom österreichischen Bundeskanzler Kurz. Der lobt den Ministerpräsidenten und sagt zur aktuellen Lage in Europa: „Wir brauchen eine starke Mitte.“ Deutschland sei der zweitwichtigste Handelspartner Österreichs und das Verhältnis zu Bayern sei sehr gut und freundschaftlich.

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Seehofer rechnet mit besserem Ergebnis bei der Wahl als in den Umfragen

Auch der Innenminister und Parteichef Horst Seehofer lobt den Wahlkampf von Söder. „Die CSU hat in den vergangenen Monaten alles in die Waagschale geworfen“, sagt er auf der Pressekonferenz. Außerdem: „Ich bin ein ganzes Stück zuversichtlicher, als sich das in den Umfragen ausgedrückt hat. Deshalb glaube ich, dass wir ein Stück besser abschneiden werden, als das in den letzten Tagen prophezeit wurde.“

Während dem Auftritt Söders vor den Anhängern der CSU im großen Saal protestieren Aktivisten mit einem großen Plakat. Sie werden schnell unter Buh-Rufen aus dem Saal gebracht. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Löwenbräukellers findet eine friedliche Demonstration mit rund 100 Teilnehmern statt. Im Saal ertönen Markus-Sprechchöre.

Auch Seehofer ist in seinem Schlusswort voll des Lobes für seinen Nachfolger im Amt des Ministerpräsidenten: "Lieber Markus, danke für deine fulminante Rede. Es war großartig." Und er müsse sich korrigieren: "Vor zehn Jahren Jahren habe ich gesagt, Bayern ist die Vorstufe zum Paradies. Wenn ich ihm zuhöre, kann ich nur sagen: 'Bayern ist das Paradies."'

Ob er das am Sonntagabend auch noch so sieht? Die CSU lag in den letzten Umfragen mit Werten um die 33 bis 35 Prozent deutlich hinter der absoluten Mehrheit. Sollte sich das  bei der Wahl am Sonntag entgegen Seehofers Prognose bestätigen, würde die CSU mindestens einen Koalitionspartner zur Regierungsbildung in Bayern brauchen.

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13.10.2018

Nicht nur kinderlos Alleinstehende wollen in Deutschland nicht zu kurz kommen

Daran denkt Österreichs Kurz auch immer noch nicht. Auch Seehofer hat scheinbar einmal mehr für die christliche Union sozial zu kurz gedacht, geht es um alleinstehende Wähler, deren Anteile in Städten, rasant zunehmen. Für sie gilt es von der Politik ausreichend Fläche zum Wohnen zu schaffen und die Möglichkeiten des Erwerbes von großflächigem Eigentum für sie zu fördern.

Kinderlos Alleinstehende kritisieren den krachledernen, freistaatlichen Personenkult auf der CSU-Nabelschau vor dem für sie schwärzesten Wahlsonntag seit Straußens Gedenken, Bayerns Götterdämmerung wird in erfreulicher Weise anhalten. Seehofer erläuterte dem Publikum an diesem Abend und zeigte Söder schon im Wahlkampf, wie unwichtig er für Deutschland und Söders Ergebnis für Bayern sind. Merkel, so zitierte ihn die "Zeit", lache nur noch, so bald sie ihn sehe. Dafür erhielt er Lacher von rückwärtsdenkenden Menschen im Publikum, die zukunftsfähige Politik im dritten Jahrtausend verhindern wollen.

Kinderlos alleinstehende Christen finden sich in keinem Parteiprogramm wieder. Nicht einmal in christlich-sozialen. Auch nicht in dem von der neuen Alternative für Deutschland, nachdem die alten Alternativen so immer so naiv und immer noch zu grün hinter den Ohren sind, hierin eine Chance zu suchen, auch die Volkspartei der ewig gestrigen zu überflügeln. Ein No Go lieferte sich Lindner in diesem Zusammenhang, der anregte, die den Sozis an die AFD verlorengegangenen Wählerstimmen, von Liberalen fischen zu lassen.

In Deutschland und Europa, wählen kinderlos alleinstehende Christen und andere Alleinstehende, Familienchristen und deren Parteien deshalb auch nicht. Einseitig, auf unüberlegten Familienzuwachs und dessen Förderung ausgerichtete Politikinhalte, grenzen immer größer werdende Anteile der Bevölkerung, insbesondere in Deutschland aus.

Andere Länder hätten gerne die Probleme, die man hierzulande habe. „Nicht immer nur nörgeln, nur kritisieren. Wir sollten manchmal ein bisschen dankbarer sein, in diesem großartigen Land Deutschland leben zu können.“ So wurde Söder in der "Welt" zitiert.

Zum Glück wächst die Zahl Alleinstehender unter potentiellen Wählern stetig. Sie kritisieren Probleme, die andere Länder gerne hätten. Ihre bürgerlich-demokratische Pflicht sehen sie demgemäß nicht darin, Integrationsprobleme Menschen anderer Herkunft, die sie mit ihren Familien dort haben, wo sie herkommen, hierzulande mit aufzufangen und zu lösen.

Alleinstehende Nichtwähler wollen allerdings auch Seehofers Bayern-Paradies für alle in Deutschland. Nicht nur für Familien und Christen oder Muslime. Sie sind deshalb in vielen Fällen religionsfrei und meinen, dass religiöse Inhalte, die beispielsweise das Aufhängen von Kreuzen in Klassenzimmern und das tragen von Kopftuch Burka und Niquab in Zeiten von Glaubensterror erlauben, wählbarer, zukunftsfähiger Politik schaden. Kinderlos alleinstehende Zeitgenossen sind als Christen deshalb singlefreundliche Nichtwähler.Förderung von großflächigem Eigentum für sie und Altersarmut zu vermeiden, bedarf es beispielsweise in Deutschland der Vollzeitstellenquote für Alleinstehende, am ersten und am familienfreundlichen Arbeitsmarkt für Potentielle Steuerzahler erster Klasse. Bayern, Deutschland und Europa brauchen ihre Zukunft für die aller.

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13.10.2018

"'Bayern ist das Paradies."'.

Daran könnte es liegen, dass die "Ziemlich besten Partei-Freunde" Horscht und Markus neben dem Basti ein wenig wie Zombies wirkten.
Gut, dass die liebe Angela keine Lust mehr auf gemeinsame Auftritte mit den bay. Streithanseln hat, kann man verstehen. Doch, kruzitürken, wo war der Viktor? Haben die etwa schon vor der verdienten Watsch'n den Mut verloren?

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13.10.2018

Der „C“SU-Vorsitzende und vom bayerischen Hof verjagte bayerische Ex-Ministerpräsident Seehofer hat Söder quasi amtlich eine Schwäche seines Charakters und eine Neigung zu Schmutzeleien bescheinigt. Doch vor der Wahl erklärt Seehoferer, Söder sei „das Beste, was Bayern zu bieten hat“. Mal abgesehen von den Seehoferschen Widersprüchen, ist das eine Beleidigung für viele Bayern! Seehofer mag Recht haben, dass Söder das Beste ist, was die „C“SU zu bieten hat - und selbst das dürften etliche anständige „C“SUler anders sehen.
Auf mich wirkt Söder mit seinem höfischen Auftreten überheblich, arrogant, falsch, unglaubwürdig, verantwortungslos, respektlos, unanständig und unsympathisch. Auch ich kann einen solchen Typen nicht wählen! Abstürzende Wahlprognosen, wie sie derzeit durch den Seehofer-Söder-Dobrindt-Effekt zu beobachten sind, schaffen eine häßliche Atmosphäre, Herr Söder!
Was wir endlich wieder brauchen in der politischen Auseinandersetzung ist Anstand, Respekt und Menschenwürde anstelle von Angstmacherei und Hass-Parolen. Und das geht weder mit der Seehofer-Söder-Dobrindt-„C“SU und mit der AfD schon gar nicht!
Wider den aktuellen Zeitgeist!
https://youtu.be/JNjh46zpQFA

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13.10.2018

Der mittlerweile bekannte Seehofer-Söder-Dobrindt-Effekt stürzt die „C“SU - nach über einem halben Jahrhundert - mit nur kurzer 5-jähriger Unterbrechung - absoluter Mehrheit in einer beispiellosen Abwärtsspirale in eine Katastrophe: minus 15%! Eine Katastrophe biblischen Ausmaßes! Aus „C“SU-Sicht, nicht aus bayerischer Sicht! Und es ist noch kein Ende in Sicht! Und das ist gut so!
Die Seehofer-Söder-Dobrindt-„C“SU hat Anstand und Respekt in der politischen Auseinandersetzung verloren, Ängste und Hass geschürt und ihr christliches Menschenbild verraten! Am besten für diese „C“SU wäre jetzt eine Erneuerungsphase - ohne die Scharfmacher Seehofer, Söder, Dobrindt, Scheuer, Blume, ... - aus der bayerischen Opposition heraus!
Aber mal ehrlich? Selbst 33% sind für so eine miese Performance noch zuviel!

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13.10.2018

Die freien Denker der „C“SU, also die Waigels, die Maiers, die Glücks, und viele andere mehr, kritisierten schon lange das respektlose Auftreten der Seehofer-Söder-Dobrindt-„C“SU ggü. Gutmenschen (vulgo: Flüchtlingshelfern), Christenmenschen (Religionsfeinden), Andersgläubigen (insbesondere Muslimen), Frauen (insbesondere Alleinerziehenden), Abgehängten, Kranken (insbesondere psychisch Kranken).
Sie fürchteten - wie sich jetzt herausstellt zu Recht - die Zerstörer der „C“SU, allen voran den Zerstörer Söder!
Da hilft jetzt auch kein Kreuz mehr!
Und die Wähler strafen die Söder-„C“SU ab!

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13.10.2018

Söders gewissenlose und gemäß dem „C“SU-Ehrenvorsitzenden Theo Waigel, törichte Wahlkampfstrategie lässt sich auf folgende Formel verkürzen: Söder first, „C“SU second, Bayern third, Deutschland?, Europa ?? Also ganz gegen die erfolgreiche Doktrin von Franz Josef Strauß: „Bayern ist unsere Heimat, Deutschland unser Vaterland, Europa unsere Zukunft“.
Übrigens ist Söders Strategie bei der Schuldfrage für den beispiellosen Absturz der Seehofer-Söder-Dobrindt-„C“SU genau umgekehrt: Söder last, ...

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