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Auftritt

26.08.2020

Xavier Naidoo will bei Schlossfestspielen von Thurn und Taxis auftreten

Die Regensburger Oberbürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer ruft Besucher des geplanten Naidoo-Konzerts dazu auf, "ein Zeichen gegen rechts" zu setzen.
Bild: Uwe Anspach, dpa

In Regensburg sorgt ein geplantes Konzert von Xavier Naidoo auf Schloss Thurn und Taxis für Ärger. Die Stadt ist dagegen, die Fürstin will das Konzert aber nicht absagen.

Es ist ein Zusammenspiel zweier Personen, das aufhorchen lässt – und in Regensburg nun auch für Ärger sorgt: ein geplantes Konzert von Xavier Naidoo bei Gloria von Thurn und Taxis.

Sowohl der Musiker als auch die Fürstin waren in der Vergangenheit mehrfach mit fragwürdigen Auftritten aufgefallen. Naidoo bezeichnete Flüchtlinge in selbst gefilmten Videos als „Wölfe“ und leugnete die Existenz der Corona-Pandemie. Thurn und Taxis bezeichnete die coronabedingte Absage von Gottesdiensten als „reine Schikane“ und den umstrittenen Kardinal Müller als „ Donald Trump der katholischen Kirche“. Müller und Trump seien „die einzigen beiden Menschen auf der Welt, die uns heute Klarheit geben“, sagte sie.

Regensburger Oberbürgermeisterin übt Kritik an geplantem Konzert von Xavier Naidoo

Dass jetzt ausgerechnet Naidoo und Thurn und Taxis gemeinsame Sache – in Form eines Auftritts des Musikers bei den Schlossfestspielen der fürstlichen Familie – machen wollen, hat Regensburgs Oberbürgermeisterin auf den Plan gerufen. Naidoo sei ein Künstler, der „extremistisches, rassistisches oder rechtsradikales Gedankengut verbreitet und darüber hinaus auch noch glaubhaft in Zusammenhang mit kruden Verschwörungstheorien gebracht wird“, erklärte Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD) am Mittwoch.

Sie forderte, Naidoo „sollte in unserer weltoffenen freiheitlichen Gesellschaft keine Plattform bekommen“. Da das Konzert auf Privatgrund stattfinde, könne es die Stadt nicht absagen. Dennoch appelliere sie sowohl an den Veranstalter als auch an mögliche Besucher, „ihre Entscheidung noch einmal gründlich zu überdenken“ und so „ein Zeichen gegen rechts“ zu setzen.

Der Veranstalter der Schlossfestspiele, das Regensburger Unternehmen Odeon Concerte, lehnte eine Absage ab. Geschäftsführer Reinhard Söll verwies auf einen Vertrag mit Naidoos Management, der erfüllt werden müsse. Er habe den Appell der Oberbürgermeisterin an das Management weitergeleitet, das nun über einen Rückzug Naidoos entscheiden könne. Das Büro von Gloria von Thurn und Taxis wiederum wollte sich dazu nicht äußern und verwies auf den Veranstalter.

Nach außen hin oft schrill, innen drin erzkatholisch und konservativ: Fürstin Gloria von Thurn und Taxis polarisiert immer wieder mit Aussagen über Gott und die Welt.
Bild: Ursula Düren, dpa

Mitte des Monats hatte die oberfränkische Stadt Hof einen Auftritt Naidoos auf städtischem Grund mit Blick auf dessen Aussagen abgesagt. Im März hatte der Fernsehsender RTL Naidoo mit dem Verweis, sich „von jeglicher Form von Rassismus“ zu distanzieren, aus der Jury der Talentshow „Deutschland sucht den Superstar“ geworfen. (mit dpa)

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26.08.2020

Mit der falschen Meinung kann so ein POC ja ganz schön was aufmischen...

>> Naidoo sei ein Künstler, der „extremistisches, rassistisches oder rechtsradikales Gedankengut verbreitet und darüber hinaus auch noch glaubhaft in Zusammenhang mit kruden Verschwörungstheorien gebracht wird“, erklärte Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD) <<

Wie äußert sich denn bei einem POC Rassismus? Gegen Weiße scheint er ja nix zu haben, wenn er bei Gloria auftritt.

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27.08.2020

Völlige Ratlosigkeit hier; das beantwortet man am besten mit Zusatzfragen.

https://www.24hamburg.de/stars/til-schweiger-ard-tatort-hamburg-xavier-naidoo-rassimus-saenger-schauspieler-interview-90003416.html

>> An dieser Meinung über Xavier Naidoo scheint Til Schweiger auch weiterhin festzuhalten. So sagt er gegenüber der Zeit: Ich kenne Xavier seit zwanzig Jahren und weiß, dass er kein Rassist ist. <<

Aber so ein SPD OB weiß es sicher?

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