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Einsatz

14.01.2020

In Deisenhofen brennt es zum siebten Mal am selben Ort

„Wir hatten den Brand schnell unter Kontrolle.“In diesem Wohnhaus in der Mörslinger Straße in Deisenhofen mussten die Feuerwehrleute am Sonntagabend erneut ein Feuer löschen. Erst am Mittwoch war nebenan ein Stadel (rechts) ausgebrannt.
Bild: Berthold Veh

Nach dem Feuer vom Sonntagabend erlässt der Ermittlungsrichter Haftbefehl gegen einen 27-jährigen Anwohner wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung und Bedrohung

Ein Feueralarm hat am Sonntagabend gegen 21.40 Uhr in Höchstädt für Aufregung gesorgt. Erneut ist im Stadtteil Deisenhofen ein Brand ausgebrochen. Und dabei war erst am vergangenen Mittwoch nebenan ein Stadel in der Schulstraße ausgebrannt. Insgesamt hat es in der Vergangenheit an diesem Ort bereits sieben Mal gebrannt. Die Dillinger Kriminalpolizei ermittelt wegen Brandstiftung. Am Sonntagabend haben die Beamten nun einen 27-jährigen Anwohner vorläufig festgenommen.

Wie das Polizeipräsidium Schwaben Nord mitteilt, hatte der Mann die Beamten verbal bedroht. Er wurde nach Informationen unserer Zeitung in Handschellen abgeführt. Der zuständige Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Augsburg hat am Montag den von der Staatsanwaltschaft Augsburg beantragten Haftbefehl gegen den 27-Jährigen wegen des dringenden Verdachts der schweren Brandstiftung und der Bedrohung erlassen und in Vollzug gesetzt. Zudem überprüft die Dillinger Kripo, ob ein Zusammenhang zu vergangenen Bränden im Bereich Deisenhofen besteht.

Etwa 60 Einsatzkräfte der Feuerwehren Deisenhofen und Höchstädt sind am Sonntagabend bei der Brandbekämpfung vor Ort. Eine Couch im Wohnzimmer des Hauses hat Feuer gefangen. „Wir hatten den Brand schnell unter Kontrolle“, sagt Einsatzleiter Stephan Karg, der Kommandant der Höchstädter Feuerwehr. Den Sachschaden gibt das Polizeipräsidium Schwaben Nord mit etwa 10000 Euro an.

Die Situation, so Karg, sei für die Einsatzkräfte schwierig, denn es würden inzwischen Strichlisten geführt. „Wir sind bereits zum siebten Mal hier“, erläutert der Kommandant. Sechs Mal wurden die Floriansjünger zu Bränden ans Wohnhaus gerufen, einmal musste die Feuerwehr die brennende Scheune auf dem Anwesen nebenan löschen. Sie konnte ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude verhindern. Abgesehen vom hohen Schaden beim Scheunenbrand (etwa 100000 Euro), seien die Brände zum Glück glimpflich abgegangen.

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