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Gundelfingen

12.09.2019

Jubiläum: Gundelfingen feiert Patenschaft zur 1. Kompanie

Seit zehn Jahren verbindet die 1. Kompanie des Informationstechnikbataillons 292 aus Dillingen sowie die Stadt Gundelfingen eine Patenschaft. Bei der Jubiläumsveranstaltung auf der Bleicheinsel bekräftigten Bataillonskommandeur Markus Krahl (vorne links) und Bürgermeisterin Miriam Gruß deren Bedeutung.

Gundelfingen und die 1. Kompanie des Informationstechnikbataillons 292 pflegen seit zehn Jahren eine Patenschaft. Zum Jubiläum bekräftigen sie die Bedeutung.

Die Bleicheinsel war am Donnerstag fest in tarnfarbener Hand. Bundeswehrsoldaten marschierten auf, dazu waren mehrere Fahrzeuge auf der grünen Oase geparkt. Der Anlass war ein Jubiläum: Seit zehn Jahren pflegt die 1. Kompanie des Informationstechnikbataillons 292 eine Patenschaft mit der Stadt Gundelfingen. Zur Jubiläumsveranstaltung präsentierte sich die Bundeswehr der Öffentlichkeit. Besucher konnten Fragen stellen, Fahrzeuge aus der Nähe besichtigen und sich auf Wunsch auch hinter das Steuer setzen. Vor Ort war etwa der gepanzerte, zwölf Tonnen schwere Transportwagen „Dingo“. Ebenfalls zu sehen war ein Feldküchenanhänger, mit dem 250 bis 300 Mann versorgt werden können. Und auch in ein mobiles Kommunikationssystem, das auf einem Lastwagen aufgesetzt ist, konnten Interessierte Blicke werfen.

Zur Patenschaftsveranstaltung war auf der Gundelfinger Bleicheinsel einiges los. Die 1. Kompanie, auch bekannt als Versorgungskompanie, stellte Fahrzeuge aus.
Bild: Schopf

Gundelfingen: Seit zehn Jahren Patenschaft zur 1. Kompanie

Höhepunkt der Veranstaltung war ein feierlicher Patenschaftsappell, zu dem neben Soldaten der 1. Kompanie auch das Heeresmusikkorps Ulm aufmarschierte und für die musikalische Umrahmung sorgte. Der Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Markus Krahl, bedankte sich zu Beginn seiner Rede bei Bürgermeisterin Miriam Gruß für die „bemerkenswerte Zusammenarbeit und Gemeinschaft“ zwischen der Stadt Gundelfingen und der 1. Kompanie, die auch bekannt als „Versorgungskompanie“ ist.

Krahl blickte zurück auf den 6. Mai 2009, als die Gärtnerstadt die Verbindung einging, damals noch mit dem Führungsunterstützungsbataillon 292. Diese Patenschaft sei bereits vergangenes Jahr im April erneuert worden. Der Oberstleutnant erklärte, welche Funktion diese Kooperation haben soll. „Eine Patenschaft erzeugt Verbindungs- und Kontaktmöglichkeiten zwischen Bürgern und Soldaten auf lokaler Ebene“, so Krahl. „Sie fördert auf Veranstaltungen unterschiedlichster Art gegenseitiges Verständnis für die tägliche Arbeit und Verpflichtungen des jeweils anderen.“

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Erbseneintopf auf dem Weihnachtsmarkt

Besonders hob Krahl zwei Berührungspunkte mit Gundelfingen hervor: Zum einen würden seine Kameradinnen und Kameraden von Ende Oktober bis Anfang November in der Stadt Spenden für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sammeln. Neben einer hohen Spendenbereitschaft der Bürger sprach der Kommandeur von „kurzweiligen Gesprächen im Türrahmen“. Zum anderen erwähnte Krahl den Stand mit Erbseneintopf auf dem Weihnachtsmarkt, dessen Einnahmen dem Gundelfinger Kinderheim St. Clara zugutekommen.

In Gundelfingen präsent sei die Bundeswehr außerdem beim Mittelalterfest des Spitals und bei der Fernmeldeübung „Donaublitz“ gewesen. Krahl erinnerte auch an den Appell im vergangenen Dezember, zu dem die damalige Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen ihr angekündigtes Kommen absagte. Ein Umstand, der sich im Vorfeld der jetzigen Veranstaltung wiederholte. Diesmal war der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann angekündigt – auch er kam nicht.

Für die musikalische Umrahmung sorgte das Heeresmusikkorps Ulm.
Bild: Schopf

Die Bürgermeisterin bedankt sich bei den Soldaten

Bürgermeisterin Miriam Gruß bedankte sich bei der 1. Kompanie für die Kontinuität der Zusammenarbeit. Diese erfolge nicht nur aus Pflichteifer, sondern aus einer ernsthaft gelebten und gewollten Verbundenheit heraus, so Gruß. Sie dankte den Soldatinnen und Soldaten für ihren Einsatz in teilweise entlegenen und gefährlichen Regionen. Der Besuch von Gundelfinger Bürgern auf der Jubiläumsveranstaltung sei ein Resultat aus zehn Jahren Partnerschaft und Ergebnis gemeinsamer Veranstaltungen, etwa auf dem Weihnachtsmarkt.

Bezüglich kritischer Stimmen gegenüber der Bundeswehr verwies die Bürgermeisterin auf die Demokratie: „Man muss sich mit vielen Meinungen auseinandersetzen und diese auch aushalten.“ Sowohl für die Kompanie als auch die Stadt gab Gruß das Motto aus: „Weltoffen, und dennoch traditionsbewusst.“ Sie sagte: „Damit und mit dieser starken Partnerschaft können wir getrost in die Zukunft blicken.“

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