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Landkreis Dillingen

10.12.2020

Krankenhäuser Dillingen: Die Lage entspannt sich ganz leicht

Auch innerhalb der beiden Kreiskrankenhäuser Dillingen und Wertingen ist Covid-19 ausgebrochen.
Bild: Ralf Lienert/Symbolbild

Plus Nachdem sich in Dillingen und Wertingen Patienten und Mitarbeiter der Kliniken mit Covid-19 infiziert haben, hat sich in beiden Häusern nun einiges verändert.

Es waren drei besonders anstrengende Tage an den beiden Krankenhäusern in Wertingen und Dillingen zu Anfang dieser Woche. Wie berichtet war auf einer internistischen Station im Dillinger Krankenhaus St. Elisabeth das Coronavirus ausgebrochen. Sowohl Patienten als auch Mitarbeiter hatten sich infiziert. Und auch in Wertingen steckte sich Personal mit Covid-19 an.

Um eine weitere Ausbreitung des Virus unter der Belegschaft und den Patienten einzudämmen, war für die betroffene internistische Station am Dienstagabend in Absprache mit dem Gesundheitsamt Dillingen ein Aufnahmestopp ausgesprochen und die gesamte Station unter Quarantäne gestellt worden. Alle Patienten und das gesamte Pflegepersonal der betroffenen Station wurden bereits getestet. Sie werden im Verlauf der Woche ein weiteres Mal getestet, heißt es in der Mitteilung des Landratsamtes.

Planbare Operationen sind in Dillingen und Wertingen abgesagt worden

Wie Uli-Gerd Prillinger, Geschäftsführer der beiden Kreiskliniken, am Donnerstag mitteilte, sahen die Abstrichergebnisse gut aus. „Aber das ist auch nur eine Momentaufnahme, weitere Tests werden folgen.“ Dennoch hätte sich die Lage etwas entspannt. Durch den Aufnahmestopp war der Patientendruck weggefallen. Planbare Operationen sind abgesagt worden. „Anders als im Frühjahr, als das flächendeckend verordnet worden war, können die Krankenhäuser das nun selbst entscheiden. Priorität hat die Versorgung von Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben.“

Ab Montag, so vermutet Prillinger, werde der Betrieb wieder normal laufen. Doch nicht nur erkrankte Mitarbeiter fallen an beiden Häusern aus, sondern auch zahlreiche, die in Quarantäne sind. Homeoffice-Arbeitsplätze seien im Betrieb nur vereinzelt möglich.

Was sich in Wertingen verändert hat

Der ärztliche Direktor des Dillinger Krankenhaus, Dr. Wolfgang Geisser, erklärt, man habe den Covid-Ausbruch an beiden Häusern jetzt im Griff. „Es scheint unter Kontrolle zu sein, am Freitag wissen wir mehr.“ Die Mitarbeiter des Wertinger Krankenhauses, die positiv getestet wurden, waren auf der Covid-Station tätig. Sie konnten also keine Patienten anstecken. Die Covid-Intensiv-Stationen beider Häuser seien fast voll.

Die Covid-Station für die nicht so schweren Fälle in Wertingen wurde inzwischen erweitert, sei aber auch gut gefüllt. Außerdem soll der Bereich für Corona-Verdachtsfälle erweitert werden – schließlich brauche jeder Betroffene ein eigenes Zimmer, erklärt der Chefarzt.

Alle anderen Abteilungen in Dillingen müssten sich nun einschränken. Planbare Operationen wurden abgesagt, weil man das Personal andernorts brauche.

Prillinger und Geisser betonen, dass über jeden einzelnen Patienten beraten wird. Dringende Eingriffe würden nicht verschoben. Man befände sich jetzt auf dem gleichen Stand wie im ersten Lockdown. „Wir tun alles dafür, dass Patienten, die ins Krankenhaus kommen, sich nicht mit Corona infizieren, sondern dass sie sicher sind. Die Absage planbarer Operationen hat ja auch damit zu tun, Menschen zu schützen“, betont Geisser.

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