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Ermittlungen

04.08.2017

Rathausbrand: Kripo geht von technischem Defekt aus

Ein Gerüst sichert die Neorenaissance-Fassade des Dillinger Rathauses ab, das vorige Woche gebrannt hat.
Bild: Jan Koenen, Stadtverwaltung

Es gibt keine Hinweise auf Brandstiftung und Fahrlässigkeit, sagt die Polizei. Schadenshöhe steht noch nicht fest

Der Brand des Dillinger Rathauses vorige Woche hat viele Menschen in der Region fassungslos gemacht. Nach dem verheerenden Feuer läuft die Verwaltung inzwischen wieder nahezu normal. „Wir sind alle im Dienst und arbeiten im Rathaus“, sagt der Sprecher der Stadtverwaltung, Jan Koenen. Dass dem so ist, ist einer Portion Glück zu verdanken und dem professionellen Einsatz der etwa 160 Einsatzkräfte. Die Feuerwehren konnten an diesem Mittwochabend ein Übergreifen der Flammen vom Altbau auf das Verwaltungsgebäude gerade noch rechtzeitig verhindern.

Mehrere Beamte des Landeskriminalamts und der Dillinger Kripo sowie mehrere Sachverständige haben die Brandursache untersucht. Eine vorsätzliche Brandstiftung hatten die Ermittler schon zu Wochenbeginn ausgeschlossen. Am Donnerstag schloss die Polizei nun auch eine fahrlässige Brandstiftung aus. Kriminalhauptkommissar Thomas Müller sagte, dass am ehesten am ehesten eine technische Ursache den Brand ausgelöst haben könnte. Denkbar seien beispielsweise Defekte an stromführenden Kabeln oder elektrischen Geräten, informierte Müller. Für alle anderen Ursachen gibt es nach Angaben der Kripo keine Hinweise oder Beweise. Die Beamten des LKA und die Sachverständigen werden ein Gutachten zur Brandursache vorlegen.

Bei dem Feuer wurden der Dachstuhl des Altbaus, die beiden Sitzungssäle und das darunterliegende Café zerstört. Ein Gerüst sichert inzwischen die Fassade, es reicht über den Gehweg bis in die Fahrbahn hinein. Die Vollsperrung der Königstraße soll zu Beginn der kommenden Woche aufgehoben werden. Wegen des Gerüsts kann die Königstraße an dieser Stelle aber nur in eine Richtung befahren werden.

Die Schlossstraße wird noch mehrere Wochen gesperrt sein. Hier wird ein weiteres Gerüst aufgestellt, das den südlichen Giebel des ausgebrannten Gebäudes sichert. Außerdem wird die Straße zur Aufstellung von Containern benötigt. Parallel ist die Stadt in Gesprächen mit dem Pächter des Café Segafredo, wie der Betrieb fortgeführt werden könnte. Die Höhe des Schadens, der in die Millionenhöhe gehen dürfte, wird derzeit von der Versicherung ermittelt. Bei dem 500 Jahre alten Rathaus sei der Schaden schwer zu schätzen, sagt Müller. (mit pm)

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