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30.12.2010

Vieles umgesetzt, einiges verschoben

Vieles umgesetzt, einiges verschoben
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Vieles umgesetzt, einiges verschoben

Höchstädt Noch wirkt der Anblick des Höchstädter Marktplatzes hektisch und chaotisch. Autos parken oftmals kreuz und quer, der starke Verkehr macht aus dem Zentrum Höchstädts einen Knotenpunkt. Doch zumindest die Parkplatzsituation soll sich kommendes Jahr verbessern. Künftig sollen die Pkws nicht vor den Geschäften, bei den Banken oder gar am Josephsbrunnen parken, sondern genügend Platz in der Kirchgasse hinter dem Marktplatz finden. Anstelle des bisherigen Kindergartens "Don Bosco" sollen mehr Stellplätze entstehen. Neue Räumlichkeiten für die Kinder entstehen im Pfarrgarten. Der Spatenstich für das 2,1 Millionen teure Projekt fand im Herbst 2010 statt.

Ostspange war zu teuer

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Wie das Problem der Verkehrsentlastung in der Innenstadt, vor allem aus der Herzogin-Anna-Straße, gelöst werden kann, steht dagegen noch in den Sternen. Eine realisierbare Idee hatten die Höchstädter dieses Jahr noch nicht. Auch der Wunsch einer Ostumgehung, den schon der Stadtrat 1973 zum ersten Mal äußerte, entwickelte sich als unrealistisch. Das staatliche Bauamt Krumbach hat drei Vari-anten für eine Ostspange geprüft. Die einzige Staatsstraße, die auch dem Naturschutz entgegen kam, würde über 22 Millionen Euro kosten - zu teuer für Bürgermeisterin Hildegard Wanner und ihre Räte. Sie haben sich bei einer Sitzung dagegen ausgesprochen und hoffen auf neue Ideen im neuen Jahr.

Dafür ist die wichtigste Entscheidung für eine Verkehrsentlastung in Höchstädt schon Ende 2009, Anfang 2010 gefallen. Das Bundesministerium für Verkehr und Wohnungsbau hat die Wasserschutzgebietstrasse zum Bau für die Umfahrung der B 16 neu festgelegt. Es soll eine Trasse im Norden gebaut werden. Im Frühjahr 2011 erwartet Bürgermeisterin Wanner erste Entwürfe. Sie hat sich vorab mit ihren CSU-Kollegen für eine Variante im Süden ausgesprochen. Ausdrücklich dafür ist Hildegard Wanner aber für den Bau eines sogenannten JUFA-Gästehaus im alten Internat. So könne das leer stehende Gebäude optimal genutzt werden. Jugendliche und Familien sollen ihren Urlaub dadurch künftig in Höchstädt verbringen. Bis zu 150 Betten hätten im alten Internat Platz. Die örtlichen Gastronomen haben gegen diesen Vorschlag von Bürgermeisterin Wanner sofort Alarm geschlagen. Sie fürchten um ihre Kunden und Einnahmen. Entschieden hat der Stadtrat bislang noch nichts, Wanner will das Projekt aber vorantreiben. Ihrer Meinung nach könnten die Gastronomen und die ganze Region von solch einem Gästehaus profitieren.

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Das Gelände beim alten Internat am Krankenhausberg wurde dieses Jahr auf jeden Fall schon genutzt. Zum ersten Mal fand der Höchstädter Christkindlmarkt dort statt und nicht wie bislang im Schloss-Innenhof. Trotz aller Befürchtungen, unter anderem seitens der Wirtschaftsvereinigung, war der Markt ein großer Erfolg - und das Schloss hatten die Besucher auch weiterhin fest im Blick. Denn gerade 2010 fanden die Veranstaltungen im Schloss großen Anklang. Die Eröffnung der Ausstellung "Über den Tellerrand" im April, die Eröffnung des Schlosscafés oder das erstmals durchgeführte Schlossfestival im August - Tausende strömten in die Donaustadt, um kulturelle Höhepunkte zu erleben.

Strahlender Anziehungspunkt

Wer in der Adventszeit den Weg ins Höchstädter Schloss gefunden hat, ist nicht an dem wunderschönen, großen Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz vorbeigekommen. Aber diesen Hingucker hätte es beinahe dieses Jahr nicht gegeben - glücklicherweise sind sich Wirtschaftsvereinigung und Stadt doch noch einig geworden und haben aus dem Knotenpunkt einen strahlenden Anziehungspunkt gemacht.

Viele Projekte hat Höchstädt dieses Jahr angepackt. Auch, weil die Einnahmen der Stadt von dem wirtschaftlichen Wachstum profitierten. Die Gewerbesteuereinnahmen liegen beispielsweise rund 1,6 Millionen Euro über dem Haushaltsansatz. Auch die Einkommensteuer ist gestiegen. Diese Einnahmen brauchen die Höchstädter aber dringend für das neue Jahr. Einerseits erhält die Donaustadt weniger Schlüsselzuweisungen, zum anderen erhöht sich die Kreisumlage. Nicht zu vergessen sind Projekte, die 2010 nicht verwirklicht werden konnten. Dazu zählt unter anderem eine neue Unterkunft für die Höchstädter Feuerwehr.

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