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Syrgenstein

15.01.2019

Wie ein alter Bauhof zum modernen Treff in Syrgenstein wurde

Das Interkommunale Jugendzentrum in Syrgenstein ist ein Hingucker. Der moderne Bau entstand aus einem ehemaligen Bauhof. Der Landkreis Dillingen hat vor Kurzem das Bauwerk mit der Auszeichnung „Zeitgemäßes Bauen“ geehrt.
Bild: Karl Aumiller, Archiv

Der Landkreis hat das Jugendzentrum in Syrgenstein ausgezeichnet. Die Entstehungsgeschichte ist besonders.

Wer über die Schulstraße in die Gemeinde Syrgenstein kommt, wird von einigen prägnanten Gebäuden des Ortes empfangen: Schule, Kirche, Bachtalhalle – und das Interkommunale Jugendzentrum Bachtal. Letzteres wurde mit der Auszeichnung „Zeitgemäßes Bauen“ des Landkreises Dillingen geehrt. Dabei geht der Entstehung des Gebäudes mit Ausschreibungswettbewerb und vielen Gesprächen ein langer Weg voran.

Der Startschuss für das Projekt, das auch die Außenanlagen der Ortseinfahrt miteinbezieht, fällt bereits im Mai 2010. Nach der Zusammenlegung der Bauhöfe der Verwaltungsgemeinschaft Zöschingen, Bachhagel und Syrgenstein wird das ehemalige Gebäude des Bauhofs Syrgenstein als Jugendtreff eingeweiht. Drei Jahre später eröffnet in Bachhagel das Jugendcafé, das inzwischen nicht mehr besteht. Dennoch bleiben bei den Angeboten für Jugendliche, die außerdem aus Ferienprogrammen, Sportveranstaltungen und weiteren Projekten besteht, viele Wünsche offen. Um diese zu konkretisieren, wird ein Jugenddialog geführt. „Die festgehaltenen Vorstellungen zum neuen Jugendzentrum flossen in die Wettbewerbsauslobung ein“, erklärt Syrgensteins Bürgermeister Bernd Steiner in einer Dokumentation über die Neugestaltung der Anlagen.

Bei einer Jugendwerkstatt kamen verschiedene Ideen zusammen

Dazu veranstaltet die Gemeinde im November 2014 eine Jugendwerkstatt mit verschiedenen Gruppen aus Jugendlichen und Verantwortlichen. Diese bearbeiten Fragen wie „Was sollte zukünftig passieren“ und „Was wird dazu benötigt?“. Dabei kommen verschiedene Ideen zusammen, beispielsweise Partys, WLAN und eine Küche soll es geben. Anfang 2015 beginnt die Vorbereitung des Wettbewerbs, der im August des gleichen Jahres ausgelobt wird: „Aufgabe des Wettbewerbes ist die Umgestaltung des ehemaligen Bauhofgebäudes in ein Jugendzentrum mit angrenzenden Freianlagen“, heißt es in der Dokumentation. Fünf Angebote gehen in der vorgegebenen Frist bei der Gemeinde an. Nach zwei Rundgängen stehen zwei Sieger fest, die die Bewertungskriterien von Konzept, Gestaltung, Nutzung und Realisierbarkeit erfüllen. Nachdem ein Architekturbüro die Umsetzung des Entwurfes jedoch ablehnt, beginnt der Bau des Interkommunalen Jugendzentrums schließlich alleine durch das Büro Axmann-Finkel im Oktober 2016. Dieses arbeitet für die Außenanlagen mit dem Siegerbüro Freianlage Matt-Schmölz zusammen.

Vor Beginn der Arbeiten finden sie „eine sehr triste, nicht sonderlich einladende Umgebung“ vor, wie Geschäftsführer Günter Axmann-Finkel erklärt. Eine Herausforderung stellte das Bauen im Bestand dar. „Aus den vorliegenden Tatsachen muss das Beste gemacht werden“ Außerdem seien der Wärmeschutz, die Fundamentierung der Stützen für das Vordach und die innere zusätzliche Ebene schwierig gewesen. Trotz aller Probleme kann das Interkommunale Jugendzentrum termingerecht im Juni 2017 mit Außenanlagen fertiggestellt und einen Monat später eröffnet werden.

Die Nutzung sei etwas Besonderes

Das Besondere des Gebäudes ist für Axmann-Finkel die Nutzung: „Die meisten Gemeinden haben zwar Kinderkrippen, Kindergärten, Schulen und Seniorenheime, jedoch für die Jugendliche bleibt meistens nur der unattraktive Bauwagen am Ortsrand.“ Die Gemeinde Syrgenstein habe den ehemaligen Bauhof optimal umgenutzt, wie der hohe Innenanspruch des Gebäudes zeigt. „Durch die neu gestaltete Freianlage mit Skaterplatz, Sitzplätzen, Feuerstelle, Gemüsegarten und Zugang zum Bach wird eine Symbiose von innen-außen als erlebbares Miteinander angestrebt.“ Auch der Landkreis lobt: „Dass die Transformation des ehemaligen Bauhofs in ein modernes Jugendzentrum gelungen ist, kann man heute eindrucksvoll sehen.“ So empfängt die Ortseinfahrt Ankommende heute nicht mehr mit dem tristen, alten Bauhof, sondern mit dem zeitgemäßen, lebendigen Interkommunalen Jugendzentrum.

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