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Fußball

06.10.2020

Beim SV Kicklingen-Fristingen geht der Knoten auf

Noch herrscht Anspannung auf der Kicklinger Bank und bei Peter Reschnauer (rechts). Der Abteilungsleiter vertrat den verhinderten Trainer Peter Piak – und freute sich am Ende über einen 3:1-Heimsieg gegen Tabellenführer Wörnitzstein.
Bild: Aumiller

Plus Fußball-Nachlese: Nord-Kreisligisten machen es ihren Kollegen der West-Gruppe vor. Die Negativserie des SV Kicklingen-Fristingen geht zu Ende.

Langfristige Planungen sind zurzeit schlichtweg unmöglich. Spielabsagen wegen Corona-Verdachtsfällen gibt es quer durch alle Ligen. Dazu kommt noch, dass etwa der Pokalwettbewerb Vorrang vor Punktspielen hat. Deshalb war das für kommenden Sonntag geplante Heimspiel des Landesliga-Spitzenreiters FC Gundelfingen gegen den TuS Geretsried abgesetzt worden. Zunächst, denn die Geretsrieder wollten kein weiteres Nachholspiel anhäufen und haben den Pokalauftritt beim Lokalrivalen 1. FC Penzberg verlegt. Weshalb die Oberbayern nun doch am Sonntag in Gundelfingen antreten werden.

Gundelfingens Trainer bleibt gelassen

„Länger als 24 Stunden kannst du im Augenblick einfach nicht vorausplanen“, nimmt es FCG-Coach Martin Weng gelassen hin. Umso freudiger nahm er nach dem 6:0-Auswärtssieg beim TSV Jetzendorf zur Kenntnis, dass sein in langen Überlegungen entstandener Plan aufging. Mit seinem spielenden Co-Trainer Philipp Schmid, bis zur Corona-Pause im Angriff gesetzt, hatte er eine schöpferische Pause vereinbart. „Ihm fehlte einfach die Lockerheit“, so Weng, was Schmid unumwunden bestätigte. In Jetzendorf wurde der Angreifer eingewechselte, bereitete das 3:0 vor und erzielte in der zweiten Halbzeit drei Treffer in Folge. „Es ist einfach perfekt gelaufen“, freute sich Schmid, der nach dem ersten Tor Richtung Bank gerannt und Weng in die offenen Arme gesprungen war. „Nach dem ersten Tor lief es, da habe ich mir keine Gedanken mehr gemacht – und wieder getroffen“, so Schmid, der volles Verständnis für den Bankplatz zu Beginn hatte: „Die anderen Stürmer haben gut trainiert, die haben die Einsätze ebenfalls verdient.“

Glött enttäuscht daheim

„Hui“ waren die Ergebnisse der Landkreis-Teams in der Kreisliga Nord, eher „pfui“ die in der Kreisliga West. Dort treten drei Teams aus der Region an, dieses Wochenende allesamt daheim. Die Bilanz des Trios: drei Niederlage, 3:14 Tore. Eines der schlechtesten Heimspiele der vergangenen Jahre lieferte die SSV Glött gegen die TSG Thannhausen ab (1:4). Ein Auftritt, der an den FC Schalke 04 in der Bundesliga erinnert. Bereits früh in der Begegnung überkam die Zuschauer der Eindruck, ein kollektiver Einbruch einer Heimmannschaft erleben zu müssen. Kein einzelner Lilien-Akteur erreichte annähernd Normalform. Coach Markus Rickauer sprach nach dieser Schlappe von einem Totalausfall seines Teams: „Das war heute gar nichts. Wir haben eigentlich alles vermissen lassen, was uns die letzten Wochen ausgezeichnet hat. Ein katastrophaler Auftritt!“ Doch der Coach richtet den Blick gleich wieder nach vorne: „Wir müssen das so schnell wie möglich abschütteln. Letztlich war es auch nur eine Niederlage: Mund abwischen und weiter geht’s.“

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Ebenfalls mit 1:4 beugte sich die U23 des FC Gundelfingen ihrem Gast VfR Jettingen. Noch deutlicher erwischte es den FC Lauingen gegen die SG Reisensburg-Leinheim: 1:6. „Die ersten knapp 20 Minuten waren wir eigentlich ganz gut im Spiel. Mit dem ersten Gäste-Torschuss musste die Mannschaft den Rückstand hinnehmen. Nach dem Doppelschlag vor der Pause ging überhaupt nichts mehr“, so Sportleiter Joachim Hauf: „Die Körpersprache war komplett weg. Und es wurde ein bitterer Nachmittag, bei dem wir total unter die Räder kamen.“ Die Gesamtbilanz seiner Mohrenstädter nach Re-Start: drei Niederlagen, 1:11 Tore.

Stürmer Philipp Schmid (10) fällt FCG-Trainer Martin Weng nach seinem ersten Tor um den Hals.
Bild: Brugger

Der Abteilungsleiter coacht Kicklingen

Nachdem die Partie des BC Schretzheim gegen Möttingen ausfiel, war in der Kreisliga Nord ebenfalls ein Landkreis-Trio am Ball. Und machte seine Sache blendend. Allen voran der SV Kicklingen-Fristingen. Was sich vor Wochenfrist schon angedeutet hatte, ist nun eingetreten. Die Negativserie des Aufsteigers ging mit dem 3:1-Heimerfolg über Tabellenführer Wörnitzstein zu Ende. Ein schöner Erfolg, der dem Team von Trainer Peter Piak, der verhindert war und durch Abteilungsleiter Peter Rechnauer an der Linie vertreten wurde, weiteren Schub geben sollte.

Höchstädt schafft den Anschluss

Gleiches gilt nach ihrem 5:4-Heimsieg über Marktoffingen für die SSV Höchstädt. Eine tolle Moral attestierte dabei Abteilungsleiter Thomas Kehrle seiner Mannschaft, die dreimal in Rückstand geriet. Mit zwei Siegen aus zwei Spielen seit dem Re-Start verkürzten die Rothosen den Abstand auf die rettenden Plätze auf nur noch zwei Punkte. Erleichtert zeigte sich Höchstädts Siegtorschütze Florian Kratzer nach der Partie: „Ich dachte eigentlich zuerst, dass der Ball deutlich drüber geht, er ist dann aber wie ein Stein hinten runtergefallen und perfekt unter die Latte geflogen.“ Ein großer Wermutstropfen sind allerdings die Verletzungen der früh ausgewechselten Pawel Moltschanow und Benedikt Wurm, deren Einsatz am kommenden Wochenende beim Auswärtsspiel in Oettingen fraglich erscheint. Auch Aufsteiger SV Holzheim überzeugte mit einem 3:1-Triumph beim Tabellendritten Reimlingen. (gül/wab/fm)

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