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Landkreis Dillingen

09.05.2020

Selbst wenn nur noch wenig läuft – irgendwas geht immer

„Bella figura“ im heimischen Garten machte in den vergangenen Wochen die Triathletin Daniela Unger – notgedrungen.
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„Bella figura“ im heimischen Garten machte in den vergangenen Wochen die Triathletin Daniela Unger – notgedrungen.

Ausdauersport: Heute wäre Nordschwabenlauf gewesen, doch nicht nur der ist wegen des Coronavirus abgesagt. VR-Triathlon „schrumpft“.

Der Gundelfinger Nordschwabenlauf ist der älteste noch existierende Straßenlauf Deutschlands. Aber auch er ist nicht „immun“ gegen den Coronavirus. Am heutigen Samstag hätte sich mehrere hundert Starter und viele Zuschauer bei Sonnenschein dazu in der Innenstadt eingefunden – doch der Nordschwabenlauf musste ebenso abgesagt werden wieder für den 13. Juni geplante 34. Wertinger Stadtlauf. Das Wochenende 13./14. Juni war zudem Termin für den 15. VR-Triathlon in Lauingen.

Er wird zwar nicht wie vorgesehen stattfinden, nach dem Motto „die Hoffnung stirbt zuletzt“, steuert Erich Gruber jedoch weiterhin die Vorbereitungen auf einen zumindest abgespeckten Dreikampf im Corona-Jahr 2020. Der Chef der Lauinger Triathleten denkt dabei an eine geschrumpfte Veranstaltung, einen späteren Zeitpunkt und anderen Austragungsort. Er verweist auf die aktuelle Situation im Freistaat: „Rund die Hälfte der Triathlon-Termine in Bayern sind noch nicht abgesagt“. Zudem habe die Politik noch nicht endgültig definiert, was unter einer „Großveranstaltung“ zu verstehen sei und ob ein Sportereignis wie der traditionsreiche Triathlon in Lauingen mit rund 500 Teilnehmern darunter falle. „Wenn wir dürfen, würden wir den Triathlon auch 2020 gerne durchführen.“

Erich Gruber
Bild: Gusbeth

Für die Landkreis-Sportlerin des Jahres 2019, Triathletin Daniela Unger, ist ihr großes Saisonziel, der Ironman Klagenfurt, inzwischen hinfällig, weil abgesagt. Doch die Gundelfingerin trägt es mit Fassung und freut sich, „dass wir in Deutschland immer weiterhin im Freien Sport machen durften. Denn gerade auch in dieser Situation tut Sport nicht nur dem Körper, sondern auch der Psyche gut“.

„Lange Einheiten sind eher selten möglich, da die Kinder ja seit Wochen zu Hause sind und nicht zu den Großeltern sollen“, erzählt die Ausdauerathletin: „Ich bin oft gemeinsam mit den Kindern draußen beim Sport, inline mit ihnen oder jogge neben ihnen her. Ihnen fehlt ihr Sportleben in den Vereinen sehr.“

Virtuell am Start

Ab und zu radelt Daniela Unger auf der „Rolle“ im Wohnzimmer. Auch Schwimmen in den noch recht kalten Seen war die Familie schon zusammen – mit Neoprenanzug. Regelmäßig nimmt Daniela Unger auch an Angeboten des Gundelfinger Fitnessstudios über Videokonferenz teil.

Außerdem bietet die Ironman-Organisation nun virtuelle Rennen an. Beim fünften weltweiten „Ironman VR“, als Duathlon ausgeschrieben über eine Mitteldistanz, bewältigten weltweit 15000 Teilnehmer die drei Teildisziplinen fünf Kilometer Laufen, 90 Kilometer Fahrradfahren und 21 Kilometer Laufen. Daniela Unger hat sich mit einigen Triathleten des TV Lauingen spontan dazu entschlossen mitzumachen und erreichte Rang 18 ihrer Altersklasse. Unger: „Ich hätte nie gedacht, dass tatsächlich ein gewisses Wettkampfgefühl aufkommt, selbst wenn man nur mit sich selbst unterwegs ist.“ Den abschließenden Halbmarathon ist sie sogar in einer schnelleren Zeit gelaufen als beim Dreikönigslauf im Januar 2020.

Nicht nur Daniela Unger hofft, dass der Lauinger Dreikönigslauf wieder rund um den Auwaldsee durchgeführt werden kann – zum vorgesehenen Termin im Januar 2021.

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