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Landkreis Donau-Ries

26.03.2020

Ausgangsbeschränkung: Viele bleiben zu Hause, einige sind unbelehrbar

Bei Verbrauchermärkten in der Region ist nach wie vor viel los. Die Polizei appelliert an die Vernunft der Bürger, soziale Distanz zu wahren und zu Hause zu bleiben.

Plus Seit einigen Tagen gilt in Bayern eine Ausgangsbeschränkung. Vor allem Verbrauchermärkte sind nach wie vor gut besucht. Wo es laut Polizei noch Konflikte gibt.

Vor einer Woche hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Ausgangsbeschränkungen verkündet. Restaurants, Spielplätze und Geschäfte sind weitgehend geschlossen. Wer keinen triftigen Grund hat, das Haus zu verlassen, sollte es nicht tun. Wie halten sich die Menschen im Landkreis an diese Auflagen, die mindestens noch eine weitere Woche gelten?

Stefan Roßmanith, Sprecher der Polizei Donauwörth, zieht insgesamt eine positive Bilanz. Die elf Streifen der Inspektion, die aktuell jeweils in Zweierteams die aktuell geltenden Verhaltensregeln kontrollieren, haben keine gröberen Verstöße mehr festgestellt. „Die Menschen haben weitgehend verstanden, worum es geht, und bleiben zu Hause“, so Roßmanith. Natürlich gäbe es auch Ausnahmen, wie Jugendliche, die sich auf gesperrten Spielplätzen treffen. Doch es gehe nicht darum, Anzeigen zu generieren, sondern die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. „Niemand wird kriminalisiert, wir ermahnen und wollen Einsicht erreichen.“ Nur bei groben Verstößen käme es zur Anzeige.

In großen Supermärkten in der Region tummeln sich die Massen

Als kritische Orte stellen sich aktuell die großen Supermärkte heraus. Diese Vollsortimenter bieten nicht nur Lebensmittel, sondern auch Spielwaren, Kleidung und Gartenbedarf an. Dinge, die man in anderen Geschäften nicht mehr kaufen kann. „Ich bin entsetzt, wie es da zugeht“, berichtet eine Donauwörtherin, die am Donnerstag selbst bei einem Markt war und angesichts der Menschenmengen wieder umgedreht ist.

Ausgangsbeschränkung: Viele bleiben zu Hause, einige sind unbelehrbar

Auch Stefan Roßmanith von der Polizei Donauwörth kennt das Problem. Er betont, dass auch hier der Mindestabstand von 1,5 Metern gelte. Da diese Märkte zu mindestens 50 Prozent unter die Ausnahmeregelung fallen – hier Lebensmittel – dürfen sie öffnen. Diese Bewertung nimmt das Landratsamt Donau-Ries vor. „Wir können nur an die Bürger appellieren, die Öffnungszeiten dieser Märkte gut auszunutzen“, sagt Roßmanith. Lieber früh morgens oder kurz vor 20 Uhr einkaufen und besser den Samstag oder Freitagnachmittag meiden. „Wer schon am Parkplatz sieht, dass viel los ist, sollte besser später wiederkommen“, empfiehlt Roßmanith. Im Übrigen weißt er darauf hin, dass der Besuch einer Autowaschanlage nicht als „triftiger Grund“ gelten kann, das Haus zu verlassen. Zudem empfiehlt die Polizei, wo möglich kontaktlos via Mobilfon oder entsprechender Bankkarte zu bezahlen. „Es ist zudem empfehlenswert, beim Einkauf Einmalhandschuhe zu tragen.“

Landkreis Donau-Ries: Die zwischenmenschlichen Probleme häufen sich

Wenn die Menschen zu Hause bleiben, wird aber ein anderes Problem sichtbarer. Die zwischenmenschlichen Probleme häufen sich und führen aktuell vermehrt zu Anrufen bei den Ordnungshütern. Roßmanith: „Wir merken, dass die Menschen dünnhäutiger werden.“

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