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Harburg

08.10.2019

B-25-Sperre: Einige Fahrer sind unbelehrbar

Ein regelrechter Schilderwald soll die Verkehrsteilnehmer, insbesondere die Lkw-Fahrer, davon abhalten, über die B25 von Donauwörth her Harburg anzusteuern. Inzwischen scheinen die Maßnahmen zu wirken.
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Ein regelrechter Schilderwald soll die Verkehrsteilnehmer, insbesondere die Lkw-Fahrer, davon abhalten, über die B25 von Donauwörth her Harburg anzusteuern. Inzwischen scheinen die Maßnahmen zu wirken.
Bild:  Wolfgang Widemann

Plus Die Maßnahmen gegen den Schleichverkehr im Raum Harburg greifen zwar, aber fast schon regelmäßig halten sich Fahrer nicht an die Regeln. Das zeigen zwei Unfälle.

Nach wochenlangem Stress scheinen die Verkehrsprobleme im Raum Harburg, die durch die Sperrung der B25 entstanden sind, einigermaßen gelöst zu sein. Das ist von der Polizei und aus der Stadt zu hören. Vor allem die ein oder andere Maßnahme, die der Stadtrat beschlossen hat, scheint zu wirken. Allerdings halten sich nach wie vor nicht alle Verkehrsteilnehmer an die Regeln. Der Beweis dafür sind zwei Unfälle, die sich in dieser Woche ereigneten.

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Einer davon passierte am Montagmorgen auf der Burgstraße. Die ist seit gut einer Woche für Lastwagen gesperrt – zum einen, weil sie für 40-Tonner zu eng ist, zum anderen, weil sich durch das Gewicht der Fahrzeuge die Straße am Hang zu senken droht. Trotz des Durchfahrtsverbots steuerte ein 40-Jähriger gegen 7 Uhr die Burgstraße an – und beschädigte mit seinem Sattelzug die Leitplanke massiv. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 1000 Euro. Da der Fahrer keinen Wohnsitz in Deutschland hat, musste er eine Sicherheitsleistung bei der Polizei hinterlegen.

Wildunfall auf dem Radweg

Am Dienstagmorgen fügte ein Autofahrer den Vor- und Unfällen rund um die gesperrte Bundesstraße ein weiteres Kapitel hinzu, das für Kopfschütteln sorgt. Der Mann hatte einen Wildunfall – und zwar auf dem Radweg, den er verbotenerweise als Ausweichstrecke benutzte.

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Lesen Sie hierzu: Wildunfall auf Radweg neben B25

Nach Angaben der Polizei wählte der 28-Jährige, der in der Kernstadt wohnt, den parallel zur Bundesstraße verlaufenden Weg, um von Harburg in Richtung Großsorheim zu gelangen. Das war gegen 5.15 Uhr. Nach etwa zwei Kilometern auf dem Radweg querte diesen ein Reh. Der Pkw-Fahrer konnte nicht mehr ausweichen und der Wagen erfasste das Tier. Dieses wurde verletzt und flüchtete. Am Auto entstand ein Schaden von an die 1000 Euro. Der 28-Jährige verständigte die Polizei. Die wiederum informierte den zuständigen Jagdpächter, der dann nach dem leidenden Reh suchte. Der Fahrer musste ein Bußgeld zahlen.

Maßnahmen der Polizei scheinen zu fruchten

Apropos Bußgeld: Vor allem die Verkehrspolizei aus Donauwörth ist regelmäßig auf den Straßen in und um Harburg unterwegs, um nach dem Rechten zu schauen. Den Wahrnehmungen der Beamten zufolge lässt sich nach Auskunft von Stephan Roßmanith, Pressesprecher der Polizeiinspektion Donauwörth, folgendes sagen: „Die Maßnahmen scheinen gefruchtet zu haben.“ Dies treffe vor allem auf die Nördlinger Straße in Harburg zu. Dort schrammten – wie gemeldet – mehrmals pro Tag 40-Tonner am ein oder anderen Haus entlang. Ein Lkw riss sogar den Brunnen am Marktplatz vom Sockel. Seit die vom Stadtrat beschlossene Sperrbake direkt unterhalb der Tankstelle installiert und die Fahrbahnbreite damit auf zwei Meter beschränkt ist, bleiben die Laster der Engstelle in der Altstadt fern. Von den Anliegern seien in den vergangenen Tagen keine Beschwerden mehr eingegangen., bestätigt Sara Stadler, Leiterin des Ordnungsamts im Rathaus.

Lkws fahren immer noch durch Heroldingen

An zwei anderen Stellen schlagen aber laut Polizeisprecher Roßmanith noch immer „Unbelehrbare“ auf: Nicht nur in der Burgstraße in Harburg, sondern auch in der Ortsdurchfahrt in Heroldingen erwische die Polizei fast regelmäßig Lkw-Fahrer. 103,50 Euro Bußgeld inklusive Auslagen und Gebühren koste das jeweils. Die Sünder – die meisten von ihnen stammten aus Osteuropa – scheine das wenig zu beeindrucken: „Sie nehmen das in Kauf.“

Vereinzelt rauschen Laster, die vom Bock her kommen, trotz Verbots auch durch die Schlossstraße direkt in die Altstadt.

Mehr zum Thema: Für Laster jetzt kein Durchkommen mehr, Ärger mit Lkw-Verkehr in Harburg: Sechs Maßnahmen sollen das Problem lösen

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