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Buchdorf

07.12.2019

CSU/FB schicken Benjamin Hertle ins Rennen

Benjamin Hertle will für die CSU/FB in Buchdorf als Bürgermeisterkandidat antreten. 
Bild: Foto: Jürgen Leykamm

Der 36-jährige Schwörsheimer will in Buchdorf Rathauschef werden

Der Coup ist geglückt, die Spekulationen haben ein Ende: Ja, es gibt einen CSU/FB-Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Buchdorf bei der Kommunalwahl im März. Und nein, er kommt nicht aus der Gemeinde selbst, sondern ist in Schwörsheim zuhause. Doch als Bauamtschef der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Monheim ist er mit den Buchdorfer Gegebenheiten bestens vertraut. Nun stellte sich Benjamin Hertle im dortigen Pfarrheim vor.

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Der 36-Jährige steht mit beiden Beinen, die er gerne fürs Fußball spielen nutzt, fest im Leben. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und eine berufliche Laufbahn hinter sich, die ein echtes Empfehlungsschreiben für den erhofften künftigen Arbeitsplatz gleichkommt. Erst verdiente er sich als Maurer- und Betonbauermeister seine Brötchen, dann als Polier. Rückenprobleme ließen ihn umschulen und er besuchte die Technikerschule in Augsburg. Sein erworbenes Wissen wandte er als Bauleiter an, bevor er bei der VG vor zwei Jahren das Bauamt übernahm. Die Hälfte seinen Lebens war Hertle im Vorstand der Feuerwehr. Er kann damit umgehen, wenn es brennt und schnell gehandelt werden muss.

Doch auch wenn es mal nicht ganz so brenzlig ist, gilt für ihn: „Das Organisieren liegt mir“, wie er im Pfarrheim vor rund 100 Gästen von sich selbst sagte. Außerdem sei er sehr zielstrebig und immer darauf aus, Probleme im Gespräch gemeinsam zu lösen. Ihm sei klar, dass das Bürgermeisteramt einen „anspruchsvollen und herausfordernden Job“ darstelle. Für den sei er aber sehr gut gerüstet. Denn schließlich bestehe etwa die Hälfte der Arbeit einer Kommune aus Bauangelegenheiten.

CSU/FB schicken Benjamin Hertle ins Rennen

Das wurde zugleich in den Worten des derzeitigen Amtsinhaber Georg Vellinger deutlich, der den Posten seit 1990 bekleidet. Eigentlich wollte er selbst noch einmal kandidieren, doch sein Alter hatte ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Er feiert in einigen Monaten 67. Geburtstag und überschreitet damit bekanntlich die Altersgrenze für hauptamtliche Bürgermeister. Als ehrenamtlicher hätte er weiter machen können. Ein Bürgerentscheid aber hatte ein Umdeklarierung des Amtes für Buchdorf verhindert (wir berichteten). Im Pfarrheim verwies der scheidende Amtschef auf die Einweihung des Kinderhorts, verschiedene bauliche Tätigkeiten für Vereine sowie auf ein sich füllende altes und ein auf den Weg gebrachtes neues Wohnbaugebiet.

Und natürlich auf die anstehende Verwirklichung des neuen Ortszentrums: mit Rat-, Geschäfts- und multifunktionalem Bürgerhaus. Ein Dorfladen soll hier ebenso einziehen. Außerdem „haben wir jetzt die Chance, unsere Deponie zu erweitern“. Zugleich steht der Neubau des Feuerwehrhauses an.

Alles Projekte, für die Hertle die entsprechende Kernkompetenz aufweisen könne. So sah dies auch Vellinger. Ihn als Kandidaten für seine Nachfolge gefunden zu haben, sei ein echter Glücksfall. Es habe allerdings einer recht aktiven Suche bedurft. Dem Aufruf an die Bürger, sich als Interessenten für eine Kandidatur zu melden, sei leider niemand gefolgt.

Ob Hertle denn im Falle eines Wahlsieges ans Umziehen nach Buchdorf denke, wollte man nach seiner Vorstellung seitens des Publikums wissen. Das sei nicht geplant, so der Gefragte. Man könne aber nicht erwarten, dass er als Bürgermeister gleich alle Zelte abbreche, rechtfertigte Vellinger. Stehe eine zweite Wahlperiode zur Disposition, schaue das schon anders aus. Dem pflichtete der angesprochene Familienvater auch selbst bei.

Nach der Kooperation zwischen politischer und kirchlicher Gemeinde gefragt, war die Antwort des neuen Hoffnungsträgers deutlich: „Die Kirche gehört ins Dorf und dort unterstützt!“ Was neue Projekte anbetreffe, habe er zwar schon einige Ideen, so Hertle. Doch die gelte es erst noch in einem Wahlprogramm auszuarbeiten.

Dass er den „Rückhalt und das Vertrauen zumindest des überwiegenden Teils des Gemeinderats genießt“, dessen zeigte sich Vellinger zuversichtlich. „Wir haben ein gutes Angebot und hoffen, dass dies die Bürger honorieren!“ Die eigentliche Nominierung soll am Dienstag, 7. Januar, stattfinden. Dann werde man zugleich eine „schlagkräftige Gemeinderatsliste“ präsentieren.

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