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Donauwörth

03.01.2021

Das waren die interessantesten DZ-Artikel des Jahres 2020

Corona ist noch immer omnipräsent: Im Jahr 2020 stießen DZ-Artikel zur Pandemie auf extrem großes Interesse.

Die Donauwörther Zeitung hat die Berichterstattung 2020 ausgewertet. Dies sind die zehn Berichte, die unsere Leser – rein statistisch – am meisten bewegt haben.

Das Jahr 2020 ist erst wenige Tage vorbei, einiges aus dem alten Jahr bewegt die Menschen in der Region freilich noch immer – vor allem natürlich die Corona-Pandemie. Wir haben anhand der Seitenaufrufe und Lesezeiten im Internet die Artikel herausgefunden, die die Leser beziehungsweise User 2020 meisten interessiert haben. Wenig überraschend dürfte es sein, dass die vor allem die Berichterstattung zum Coronavirus und dessen Ausbreitung besonders stark nachgefragt wurde. In dieser Hitliste finden sich daneben auch dramatische Ereignisse, die offenbar viele Menschen bewegt und berührt haben. Hier eine Auflistung unserer „Top Zehn“ aus dem Jahr 2020.

Platz 10: Tragödie auf der Bundesstraße 2 Eine fünfköpfige Familie aus dem Rainer Stadtteil Wallerdorf befand sich Anfang des Jahres auf dem Rückweg vom Urlaub. Auf der B 2 im Landkreis Roth kam dem Auto ein Kleinbus entgegen. Der geriet auf die Gegenfahrbahn, die beiden Fahrzeuge stießen frontal zusammen. Die 35-jährige Beifahrerin des Autos sowie alle drei Kinder starben. Der Vater wurde lebensgefährlich verletzt, überlebte aber. Der 19-jährige Verursacher und seine Begleiterin, 17, erlitten schwere Verletzungen.

Platz 9: Übersicht der Corona-Fälle nach Kommunen Das Landratsamt Donau-Ries veröffentlichte im Oktober eine Liste, die zeigte, wie hoch die Zahl der bekannten Corona-Infizierten in den einzelnen Kommunen des Landkreises waren. Die Liste zeigte alle bisher Infizierten inklusive der Genesenen. Diese erste Auflistung stieß bei unseren Lesern auf gewaltiges Interesse. Noch öfter angeklickt wurde einige Wochen später eine Übersicht, wie viele Erkrankte zu diesem Zeitpunkt aktuell in den 44 Städten und Gemeinden erkrankt waren – mittlerweile sind derartige Daten tagesaktuell auf der Internetseite des Gesundheitsamtes einsehbar.

Platz 8: Infizierter war mit Reisegruppe auf Skifahrt Ein Artikel aus den Anfangszeiten der Pandemie in der Region. Ende März berichtete die DZ, dass sich ein Mann aus dem Raum Donauwörth mit Corona angesteckt hatte und danach – natürlich noch ohne Kenntnis der eigenen Erkrankung – mit einer etwa 40-köpfigen Reisegruppe per Bus zu einem Skitag nach Tirol gefahren war. Zu diesem Zeitpunkt gab es im Landkreis 16 bekannte Corona-Fälle. Heute – etwas mehr als neun Monate später – sind es rund 2700.

Platz 7: Tödlicher Unfall an der Lechbrücke Ende Juli ereignete sich kurz vor der Lechbrücke bei Rain ein verheerender Verkehrsunfall, bei dem eine junge Frau ihr Leben verlor. Die 25-Jährige war gegen 5.50 Uhr mit ihrem Auto auf der B16 in Richtung Neuburg unterwegs, als sie plötzlich auf die Gegenfahrbahn geriet. Dort stieß sie frontal mit einem entgegenkommenden Lkw zusammen. Die Frau war sofort tot.

Platz 6: Mann erschießt seine Ehefrau in Altisheim Am 23. Dezember erschoss in Altisheim ein 63-Jähriger seine Ehefrau und richtete dann die Waffe gegen sich selbst. Der Mann starb an Heiligabend in einer Klinik. Offenbar war es zu einem Streit zwischen dem Altisheimer und seiner Gattin gekommen. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich in dem Einfamilienhaus auch andere Personen auf. Sie hörten Knallgeräusche und machten eine schreckliche Entdeckung: Der 63-Jährige und seine Frau lagen mit Schusswunden in der Wohnung.

Platz 5: Corona-Patient auf der Intensivstation Auch heute sind die Intensivstationen in aller Munde – dabei geht es aber oft um die Frage, ob es dort überhaupt noch freie Plätze gibt. Mitte März war die Situation noch eine ganz andere. Daher weckte damals auch ein Artikel große Aufmerksamkeit, in dem der Fall eines Corona-Patienten Mitte 50 beschrieben wurde, der zunächst auf die Intensivstation in Donauwörth kam und danach ins Uni-Klinikum nach Augsburg verlegt wurde.

Platz 4: Schwer Erkrankter muss tagelang auf Hilfe warten Auf gewaltiges Interesse stieß ein „Corona“-Artikel vom 12. März. Geschildert wurde der Fall eines 48-Jährigen aus der Nähe von Donauwörth, der sich das Virus eingefangen hatte. Hatten die bis dato vier anderen positiv getesteten Personen aus dem Donau-Ries-Kreis kaum gesundheitliche Probleme, erwischt es den Familienvater voll. Mit schweren Symptomen kam er zunächst in die Donauwörther Donau-Ries-Klinik und wurde von dort ins Uniklinikum nach Augsburg verlegt. Der Mann war vor seiner Erkrankung mit der Familie in Südtirol bei Skifahren. Nach dem Auftreten von Symptomen habe er dies auch seinem Hausarzt mitgeteilt, was aber „niemanden interessiert“ habe. Der Arzt schrieb den Mann für zwei Tage krank, ehe sich der Gesundheitszustand rapide verschlechterte. Bei der bayernweiten Servicenummer 116 117 kam die Familie zunächst lange nicht durch, dann wurde von dort mitgeteilt, dass frühestens in drei oder vier Tagen jemand vorbeikommen könne. Schließlich appellierte die Ehefrau an das Gesundheitsamt in Donauwörth: „Wir brauchen Hilfe!“ Die Behörde ließ sich überzeugen, dass Handlungsbedarf besteht. Ein Test brachte Gewissheit: Es war Covid-19 – und der Mann wurde entsprechend behandelt.

Hinter diesen Wänden in Holzheim spielte sich im März ein Ehedrama ab: Ein Landwirt tötete seine Frau und anschließend sich selbst.
Bild: Wenzel

Platz 3: Familiendrama in Holzheim Dramatische Ereignisse spielten sich Ende Mai in Holzheim ab: Ein 69-Jähriger tötete seine Ehefrau, anschließend brachte sich der Mann um. Der Landwirt verletzte die 60-Jährige mit mehreren Messerstichen in den Oberkörper tödlich und nahm sich anschließend selbst das Leben. Er begab sich in ein Nebengebäude des weitläufigen landwirtschaftlichen Anwesens und erhängte sich.

Die Internet-Abstimmung zur DZ-Sportlerwahl (hier die siegreichen Kicker des FC Meringen) verbuchte auch heuer wieder zigtausende Klicks.

Platz 2: Abstimmung bei der DZ-Sportlerwahl Erfreulicherweise gibt es wenigstens einen Platz in dieser Hitliste, der nicht den Bereich „Blaulicht“ oder der Pandemie zuzuordnen ist. Wie bereits in den vergangenen Jahren mobilisierte auch 2020 die Wahl zum Sportler, zur Sportlerin, zur Mannschaft und zum Nachwuchsathleten des Jahres die Massen. Im Internet wurde wieder fleißig abgestimmt, bis am Ende die Sieger feststanden: Marco Schuster, Theresa Wild, Luis Rühl und die Fußballer des FC Mertingen.

Platz 1: Landkreis wird zum Risikogebiet Am 20. Oktober war es soweit: Der Landkreis überschritt die Marke von 50 Infizierten pro 100.100 Einwohner in sieben Tagen und wurde damit offiziell zum Risikogebiet. Damals sprach man noch von der „Corona-Ampel“, die auf Rot gesprungen war. Wenige Tage später stand dort allerdings schon „Dunkelrot“, was einen Inzidenzwert von über 100 bedeutete. Dies hatte Auswirkungen auf die maximale Teilnehmerzahl von Veranstaltungen oder die Sperrstunde für die Gastronomie. Bereits bei dem 50er-Wert galt eine Maskenpflicht an stark frequentierten öffentlichen Plätzen. Dieser Artikel war der DZ-Beitrag, der im Jahr 2020 am öftesten im Internet aufgerufen wurde. Zur Orientierung: Er verbuchte fast doppelt so viele Klicks wie der schlimme Unfall auf der B2 (Platz 10) und rund 50 Prozent mehr als der Corona-Infizierte, der zuvor noch eine Bus-Skireise unternommen hatte (Platz 8).

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