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Bürgermeisterwahl

14.01.2020

Er will Familien fördern

Andreas Strobel

Die Freie Bürgerstimme nominiert Andreas Strobel als Kandidaten. Der erläutert seine Vorstellungen und spricht über Persönliches

Die Freie Bürgerstimme (FBS) Kaisheim hat Andreas Strobel als Bürgermeisterkandidaten nominiert. Der 43-Jährige stellte sich bei der Versammlung in Altisheim vor und erläuterte seine Vorstellungen für die Marktgemeinde Kaisheim.

Im Landgasthof Grünenwald begrüßte Peter Schwab aus Augsburg die Zuhörer. Neben Unterstützern der unabhängigen Wählervereinigung fand auch eine zweistellige Zahl interessierter Gäste den Weg in das nahezu voll besetzte Wirtshaus, um sich persönlich ein Bild von Strobel zu machen.

Der Kriminalbeamte gewährte Einblicke in sein Privatleben und seinen beruflichen Werdegang bei der Polizei. Strobel sprach über seine 25 Jahre im aktiven Dienst bei der freiwilligen Feuerwehr, als Ausbilder und Atemschutzbeauftragter. Er verfüge über einen großen politischen Erfahrungsschatz. Dies veranschaulichte er mit Beispielen aus seiner Zeit als Stadtrat in Neusäß.

Er will Familien fördern

Für Kaisheim sieht der fünffache Familienvater dringenden Handlungsbedarf in der Familienpolitik. Dies betreffe sowohl junge Familien als auch Senioren. „Alt werden im Alter“ müsse auch in Kaisheim möglich sein, schließlich liege der Bevölkerungsanteil der über 50-Jährigen in der Marktgemeinde bei 42 Prozent. Neben Ausweisung von Bauland bedeute dies auch eine verbesserte Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr, Barrierefreiheit sowie die Gewinnung von privaten Investoren für ambitionierte Projekte.

Ein tragfähiger Haushalt sei Grundlage für eine gesunde Gemeinde. Die aktuelle Pro-Kopf-Verschuldung in Kaisheim liege bei fast 2500 Euro und sei immens. Dies werde auch nicht von heute auf morgen zu ändern sein, da die bereits laufende Sanierung des Rathauses zügig abgeschlossen und die der Grundschule schnellstmöglich begonnen werden müsse.

Um eine Haushaltskonsolidierung dennoch zu erreichen, sei ein zielgerichtetes Maßnahmenpaket im Einklang mit Verwaltung und Politik unter enger Beteiligung der Bevölkerung notwendig. Ziel müsse es sein, mittelfristig einen tragfähigen Haushalt aufzustellen und die Schuldenlast zu reduzieren.

Andreas Strobel stellte klar, dass er nicht auf der Liste der FBS kandidieren werde, weil er als unabhängiger Bürgermeister mit allen Fraktionen gleichermaßen zusammenarbeiten wolle. Dies habe er im Diskurs mit der Gruppierung deutlich zum Ausdruck gebracht und letztlich auch durchgesetzt. Deshalb führte die FBS die Nominierungsveranstaltung ihrer Kandidaten für den Gemeinderat in einer gesonderten Versammlung durch.

Als Mitglied der CSU vertrete er deren Grundwerte und habe deswegen bereits frühzeitig mit dem Kaisheimer Ortsverband Kontakt aufgenommen. Trotz fruchtbarer Gespräche habe man sich dort nicht für eine Nominierung seiner Person entscheiden können. Auch mit der Fraktion der Grünen sei ein Termin für Gespräche vereinbart worden. Strobel dazu: „Ich möchte Bürgermeister für alle sein und durch gute Argumente und in der Vermittlerrolle Mehrheiten gewinnen, ohne mich vor Entscheidungen zu drücken.“

Die siebenköpfige Familie, die in Heretsried (Landkreis Augsburg) lebt, habe sich auch bereits mit der Frage eines Wohnortwechsels beschäftigt und entschieden, nach Kaisheim übersiedeln zu wollen. Aktuell sei er gut 30 Minuten nach Kaisheim unterwegs, was grundsätzlich kein Problem darstelle. Die Nähe zu den dort lebenden Bürgern und die Teilhabe am Vereinsleben seien jedoch unverzichtbar, um das Amt bestmöglich ausfüllen zu können, stellte Strobel fest.

Peter Schwab, selbst seit 2014 für die CSU im Augsburger Stadtrat, stellte seinem Parteifreund und langjährigen beruflichen und privaten Weggefährten ein hervorragendes Zeugnis aus und nannte Andreas Strobel „eine echte Chance für Kaisheim“.

Schließlich wurde Andreas Strobel einstimmig nominiert. (pm)

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