1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Im Tanzhaus Sieger unter sich

06.03.2008

Im Tanzhaus Sieger unter sich

18 Kandidaten, kein Wahlkampf, keine Versprechen - und am Ende doch lauter strahlende Gewinner: Nein, nicht von der Kommunalwahl ist die Rede, sondern von der ersten Sportlerwahl der Donauwörther Zeitung. Etwas über 930 Leser hatten ihre Stimme für die je sechs Kandidaten in den Kategorien Sportlerin, Sportler und Team des Jahres abgegeben - und damit deren herausragende Leistungen im vergangenen Jahr gewürdigt.

"Sie haben sich die Nominierung und ihren Pokal redlich verdient", lobte denn auch Paul Soldner, Redaktionsleiter der Donauwörther Zeitung, als er die Preisvergabe im Donauwörther Tanzhaus eröffnete. Verlierer gebe es deshalb - egal wie die Wahl ende - nicht.

Eine Einschätzung, der sich auch Claus Mayer von der Firma MR Plan, der Schirmherr der Veranstaltung, anschloss: "Wir sind heute Sieger unter uns", sagte er und schloss damit neben den Sportlern auch deren Trainer und Betreuer sowie all diejenigen ein, die für ihr ehrenamtliches Engagement viel Freizeit opferten.

An die Nominierten meinte er, wie zuvor schon Soldner: "Wir wollen Sie ehren, weil Sie tolle Leistungen erbracht haben, aber auch daran erinnern, dass Sie durch Ihre Vorbildfunktion Verantwortung tragen. Sie spornen Jugendliche an"

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Und Vorbild sein können die gewählten Akteure allemal: Sie alle haben hart für ihre Erfolge gearbeitet und wurden dafür mit Titeln bei Bayerischen bis hin zu Weltmeisterschaften belohnt. Zeit, um sich auf diesen Erfolgen auszuruhen, gönnen sie sich indes nicht: Ein bis zwei Titel will etwa die Westernreiterin Heike Strambach aus Bäumenheim bei den Europameisterschaften holen. Im Vorfeld erzielte sie bei der Sportlerwahl bereits einen achtbaren vierten Platz und freute sich darüber ebenso wie die ebenfalls Viertplatzierten Manuela Stöberl (Wildwasserrennsport) aus Donauwörth und Karoline Pilawa (Mittelstrecken-Läuferin) aus Ebermergen. Auch die haben sich für dieses Jahr viel vorgenommen und wollen es zu ihrem "ganz persönlichen Erfolgsjahr" machen.

Ein Wunsch, dem sich sicher auch die Drittplatzierte Carolin Hingst aus Harburg anschließen würde. Die Stabhochspringerin, die in Mainz für Olympia trainiert, muss nach einem Sturz derzeit ein wenig kürzertreten, erzählte ihr Vater Johannes Hingst, der den kleinen Pokal stellvertretend entgegennahm.

Und auch Andrea Hegen aus Buchdorf konnte den von Landrat Stefan Rößle gestifteten Wanderpokal für die Sportlerin des Jahres zu ihrem großen Bedauern nicht persönlich abholen. In einer telefonischen "Live-Schaltung" via Handy bedankte sie sich jedoch hörbar gerührt ganz herzlich. "Es ist eine große Ehre für mich, gewählt worden zu sein", sagte die Speerwerferin, die in diesem Jahr die 40 Meter-Marke knacken will.

Keine konkreten Ziele hingegen hat sich die Tischtennisspielerin Gaby Kotter aus Monheim vorgenommen. Außer das eine vielleicht: "Ich will so lange spielen wie der Chef, der Natterer, der ist mit 80 Weltmeister geworden", sagte die Zweitplatzierte lachend.

Weitere Erfolge erhoffen sich ebenso die Sportler des Jahres. So konnte auch der Florettfechter Florian Hein aus Donauwörth seinen Pokal für den vierten Platz nicht selbst in Empfang nehmen: Er kämpft gerade bei den Junioren-Europameisterschaften in Italien um den Titel. Sein Vater Norbert ist da als Betreuer mit dabei, seine Mutter Kreszentia nahm daher die Auszeichnung entgegen. Den vierten Platz teilt sich der 16-Jährige mit den Donauwörthern Horst Miller (Taekwondo) und Martin Comans (Marathon-Läufer).

Auf den dritten Rang ist der Rollskifahrer Toni Tsitsos aus Kaisheim gerollt, der zweite Platz ging an den Geher Alois Bschor aus Druisheim. Sichtlich überrascht nahm der Radsportler Friedrich Meingast die Auszeichnung zum Sportler des Jahres entgegen. Schon die Nominierung habe ihn "sehr überrascht und die Platzierung noch viel mehr", bekannte er, während er von "Turnvater" Ernst Eder (Monheim) die 55 Zentimeter hohe Trophäe ausgehändigt erhielt.

Vorsicht schien Moderator Gerd Horseling, Leiter des Pre-Media-Managements der Augsburger Allgemeinen und seit Kurzem Vorsitzender des TSV Friedberg, im Umgang mit den Judo-Damen des TSV Wemding angezeigt: "Da müssen wir vorsichtig sein, die legen uns sonst aufs Kreuz", warnte er vor den Viertplatzierten in der Kategorie "Team des Jahres". Ebenfalls Vierte wurden die Tischtennis-Oldies des TSV Rain und Staudheims Luftgewehrschützen. Die Leistungen der Kunstturner des TSV Monheim wurden mit der "Bronzenen" honoriert.Mit einem von Herzen kommendem "total super" kommentierte das Rock'n'Roll-Turnierpaar Miriam Glaß und Armin Meyer ihre Vize-Position. Und die Erstplatzierten konnten ihr Wahlergebnis kaum glauben: "Es ist schon ein seltsames Gefühl, wenn sich die Besetzung hier so anschaut. Da kommt man sich mit der Bezirksliga als richtig kleines Licht vor", gab der Kapitän der Spielvereinigung Altisheim, Bernd Braun, zu.

"Ich finde es toll, was ihr aus euch gemacht habt", lobte Schirmherr Claus Mayer die Mannschaft, als er zusammen mit Sportredakteur Michael Seifert Pokale und Urkunden überreichte.

Und DZ-Redaktionsleiter Paul Soldner war sich schon in seiner Begrüßung sicher: "Man muss kein Prophet sein, um anzunehmen, dass sich die Sportler/innen für die Auszeichnung auf ihre Art bedanken wollen - mit herausragenden sportlichen Leistungen im Jahr 2008."

Eine Frage konnte noch am Abend beantwortet werden. Nämlich die: "Es ist ein Wanderpokal. Gibt's dann nächstes Jahr wieder eine Wahl?" Heimatzeitung und Sponsor konnten dies unmissverständlich beantworten: "Ja".

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren