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Corona

20.03.2020

Infizierter war mit Reisegruppe auf Skifahrt

Betroffener war mit rund 40 Bürgern aus der Region im Bus. Katastrophenschutz-Team im Kreis arbeitet

Im Landkreis Donau-Ries gibt es einen weiteren Corona-Fall, der größere Auswirkungen haben könnte. Bei dem Infizierten handelt es sich um einen Mann um die 40 Jahre, der in der Nähe von Donauwörth wohnt. Er ist Mitarbeiter eines großen Industriebetriebes im Landkreis und hat dort mit einem infizierten Kollegen direkt zusammengearbeitet – damals noch ohne Kenntnis der eigenen Erkrankung oder der des Kollegen. Dieser war, wie bereits berichtet, zur Behandlung im Universitätsklinikum Augsburg und ist mittlerweile an seinen Wohnort zurückgekehrt.

Außerdem war der jetzt Infizierte mit einem Busunternehmen aus dem Landkreis zu einem Skitag in Tirol, sodass alle Mitreisenden nun vom Gesundheitsamt Donau-Ries kontaktiert werden müssen. Schätzungsweise handelt es sich dabei um etwa 40 Personen. Diese waren im gesamten Landkreisgebiet an verschiedenen Orten zugestiegen.

Probe auf dem Parkplatz des Landratsamtes abgegeben

Infizierter war mit Reisegruppe auf Skifahrt

Wie eine Betroffene schildert, hat das Gesundheitsamt bereits am Mittwochnachmittag Kontakt zu ihr aufgenommen. Sie wurde angewiesen ab dem letzten Kontakt mit dem Erkrankten mindestens 14 Tage in häuslicher Quarantäne zu bleiben. Das hatte sie vorausschauend bereits auf Eigeninitiative umgesetzt. Ihr Mann, der Erkältungs- oder Grippesymptome hat, wurde zu einem Test auf den Parkplatz des Landratsamtes bestellt. Dort haben Mitarbeiter Proben genommen, die jetzt ausgewertet werden. Ob dieses Verfahren für alle Mitreisenden im Bus so umgesetzt wird, konnte noch nicht bestätigt werden.

Der Corona-Infizierte hatte nach eigenen Aussagen klassische Grippesymptome wie Gliederschmerzen und Fieber. Zudem berichtet er von Appetitlosigkeit und Kurzatmigkeit. Er ist seit fast zwei Wochen wegen der Infektion seines Kollegen bereits ausschließlich zu Hause geblieben. Aktuell ist er gesundheitlich auf dem Weg der Besserung.

Mit diesem Fall sind dann insgesamt 16 Fälle von Infektionen im Landkreis dokumentiert, wie das Landratsamt Donau-Ries gestern aktuell meldet. Das ist eine Steigerung um sechs Fälle.

Im Landratsamt hat sich mittlerweile das Katastrophenschutz-Team (K-Team) im dortigen Einsatzraum formiert. Aktuell werden neue Anweisungen des Ministeriums umgesetzt. Unter anderem prüft das aktuell dreiköpfige Team, ob in der Umgebung der Krankenhäuser in Donauwörth, Nördlingen und Oettingen Räumlichkeiten für weitere, medizinische Versorgung zur Verfügung stehen. Möglich wäre das in Turnhallen oder einem Zelt, das dafür extra aufgestellt würde. Diese Ausweichmöglichkeiten könnten genutzt werden, sollten die Betten in den örtlichen Krankenhäusern nicht ausreichen.

Zudem meldet das K-Team konzentriert den Bedarf an Schutzausrüstung aus dem Landkreis an die Ministerien in München, damit diese Mundschutz und weiteres zentral beschaffen. Landrat Stefan Rößle wird täglich über die aktuelle Belegkapazitäten in den Krankenhäusern informiert. Diese haben aktuell einen kompletten Besuchsstopp eingerichtet. " Seite 22

Alle diese angestoßenen Maßnahmen sind laut PM aus dem Landratsamt nötig, um für eine weitere Ausbreitung des Coronavirus vorbereitet zu sein. Bisher kommt es im Landkreis zu keinen Betriebsschließungen durch das Gesundheitsamt.

für alle Ratsuchenden unter 0906/74-443.

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