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Huisheim/Gosheim/Wemding

29.07.2020

Vermisstensuche: Eine Stadt im Ausnahmezustand

Zahlreiche Rettungskräfte und die Polizei suchten am Montag und Dienstag intensiv nach der Vermissten. Die Wasserwacht durchkämmte beispielsweise den Johannisweiher in Wemding.

Plus Eine Frau verschwindet zu Fuß aus einem Dorf. Ein Großaufgebot fahndet nach ihr – und hat Erfolg

Eine seit dem Sonntag vermisste Frau hat im Donau-Ries-Kreis zahlreiche Einsatzkräfte in Atem gehalten. Weil zu befürchten war, dass sich die 57-Jährige in einer hilflosen Lage befindet, setzte die Polizei ein Großaufgebot in Bewegung. Schwerpunkt der Suchaktion war der Raum Huisheim/Gosheim/ Wemding. Als sich am Mittwoch abzeichnete, dass sich die Frau in der Wallfahrtstadt aufhalten könnte, konzentrierte sich die Aktion auf Wemding. Dort herrschte von Mittwochvormittag an der „Ausnahmezustand“, wie es Bürgermeister Martin Drexler ausdrückte.

Gesundheitlich angeschlagen

Die Vermisste stammt aus einem Dorf in der Monheimer Alb. Dort war die Frau, die gesundheitlich angeschlagen ist, seit Sonntagabend abgängig. „Seitdem fehlt jedes Lebenszeichen“, teilte die Polizei mit. Die Frau sei offenbar zu Fuß unterwegs. Zunächst führte die Inspektion Donauwörth die Ermittlungen. Am Montag gegen 18.30 Uhr sichtete ein Zeuge die 57-Jährige in Huisheim. Also richteten die Einsatzkräfte ihren Blick auf diesen Bereich. Polizeihundeführer und ein Hubschrauber beteiligten sich am Dienstag an der Suche.

Weil die Frau weiter verschwunden war, übernahm die Kripo den Fall – und vergrößerte die Suchmannschaften erheblich. Es wurden Kräfte aus dem weiten Umkreis zusammengezogen. Unter anderem waren Einsatzzüge des Polizeipräsidiums Schwaben Nord aus Augsburg und der Bereitschaftspolizei aus Königsbrunn, die Feuerwehr aus Wemding und Monheim, Wasserwacht aus und Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) vor Ort. Gleiches galt für Hundeführer der Polizei und mehr als ein halbes Dutzend Rettungshundestaffeln verschiedener Organisationen mit insgesamt rund 30 Tieren. Die Helfer kamen bis aus dem Allgäu.

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Das Handy sendete Signale

Die Gesetzeshüter hatten weiter Hoffnung, die 57-Jährige lebend zu finden. Grund: Ihr Handy war eingeschaltet und sendete damit Signale. Das Gerät konnte durch Spezialisten des Landeskriminalamts in der Funkzelle geortet werden, welche die Wemdinger Kernstadt umfasst. Auf dieses Gebiet konzentrierten sich die weiteren Bemühungen. Als Anlaufpunkt für die fast 200 Kräfte diente erst einmal das Feuerwehrhaus, bevor sich das Geschehen auf den Festplatz am Johannisweiher verlagerte. Dort standen Dutzende von Einsatzfahrzeugen. Taucher durchkämmten den Weiher. Die Kräfte schauten sogar auf den Türmen der Stadtpfarrkirche St. Emmeram und der Wallfahrtskirche Maria Brünnlein nach.

Wohlbehalten wieder da

„Wir hoffen, dass wir die Frau bald finden“, zeigte sich der Dillinger Kripo-Chef Michael Lechner am Mittag vorsichtig optimistisch. Und tatsächlich: Gegen 14.30 Uhr traf die Polizei in der Altstadt die Vermisste in einem Gebäude in der Altstadt an. Sie hielt sich bei einer Bekannten auf – und war wohlbehalten. „Wir sind alle froh und erleichtert, dass es so ausging“, bilanzierte Lechner.

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