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Donau-Ries

28.03.2015

Warum der neue Rettungshubschrauber der Region gleich doppelt hilft

Die neue Rettungshubschrauber wurde nun offiziell übergeben.
Bild: Widemann

ADAC übernimmt eine neue H-135-Version von Airbus Helicopters. Das ist nicht nur gut für die Firma, sondern für die ganze Bevölkerung.

Von diesem Hubschrauber profitieren die Menschen in der Region gleicht doppelt: Zum einen hat der Bau des H135 (früher: EC135), der gestern an den ADAC übergeben wurde, für Arbeit und Umsatz im Werk von Airbus Helicopters in Donauwörth gesorgt, zum anderen können Menschen in der Gegend durch den Helikopter bald auf rasche Hilfe in höchster Not hoffen. Die Maschine bekommt nämlich den Namen „Christoph 32“ und wird in Ingolstadt stationiert.

Der Verkauf eines H135 wird bei Airbus Helicopters in diesen Tagen besonders in Szene gesetzt, gab es auf diesem Geschäftsfeld doch einen regelrechten Auftragseinbruch. Mit einer neuen, verbesserten Version, die im vorigen Jahr auf den Markt kam, versucht das Unternehmen in Donauwörth bekanntlich wieder Aufwind zu bekommen. Wolfgang Schoder, Geschäftsführer Airbus Helicopters Deutschland, äußerte sich diesbezüglich am Rande der Übergabe-Feierlichkeiten recht zuversichtlich: „Wir sind optimistisch, aus diesem Tal herauszukommen.“

Man registriere, dass „das Interesse am Markt sehr groß ist“. Der ADAC sei auf dem Sektor der Rettungshubschrauber – weil weltweit führend – ein Referenzkunde. Der erneuert momentan seine Flotte – und zwar ausschließlich mit Hubschraubern aus dem Hause Airbus Helicopters, Werk Donauwörth. Bis 2018 sollen drei H135 und 14 H145 in einem Gesamtwert von über 130 Millionen Euro ausgeliefert werden.

Auf dem G7-Gipfel 2015 auf Schloss Elmau kommt eine ähnliche Ausstattung zum Einsatz

Inzwischen sei man auch mit der österreichischen Rettungsorganisation ÖAMTC „in Gespräche eingetreten“, so Schoder. Ein Vorteil sei, dass die neue Technik nicht nur in neue Maschinen eingebaut werde, sondern alle bereits verkauften EC135 nachgerüstet werden können. Dieses „Paket“ erhalte zum Beispiel auch die Hubschrauberstaffel der Polizei in Bayern – und zwar vor dem G-7-Gipfel auf Schloss Ellmau im Juni.

Eine mittelfristige Prognose, wie es mit der H-135-Produktion in Donauwörth weitergeht, wollte der Geschäftsführer noch nicht abgeben. Jedoch wies er gegenüber unserer Zeitung darauf hin, dass für 2015 die Fertigung im Werk ausgebucht sei. Große Wachstumsmöglichkeiten sieht Airbus Helicopters in Asien, gerade in den Riesenländern China (wir berichteten) und Indien. Aber auch in Amerika und Osteuropa möchte die Firma neue Märkte erschließen.

Bei den Rettungshubschraubern bezeichnet sich Airbus Helicopters bereits als Weltmarktführer. Der H135, den nun der ADAC erhielt, ist die erste Maschine dieses Typs überhaupt, die mit neuen Triebwerken des Herstellers Pratt & Wittney bestückt ist. Der H135 wird zudem mit Aggregaten der Firma Turbomedica (Italien) angeboten.

Viel Lob für den neuen Hubschrauber

Wolfgang Schoder sagte: „Dieser neue Hubschrauber setzt Maßstäbe in puncto Effizienz, Leistungsfähigkeit und Sicherheit.“ ADAC-Präsident August Markl zeigte sich „sehr zufrieden“ mit der Zusammenarbeit mit Airbus Helicopters. Die ADAC Luftrettung setze seit über 45 Jahren auf die Hubschrauber des Unternehmens.

Allein die 32 EC-135-Maschinen hätten es schon auf rund 160000 Flugstunden gebracht. „Wir sind von den technischen Eigenschaften begeistert“, so Markl. Die Zuverlässigkeit sei „ausgesprochen groß“ und der Wartungsaufwand sei weit geringer als bei Maschinen von anderen Herstellern.

Zudem sei der neue H135 leiser. Damit erfülle der ADAC einen lange gehegten Wunsch der Anwohner des Standorts von „Christoph 32“ in Ingolstadt. Dort soll der Hubschrauber Mitte Mai das bisherige Model BK117 ablösen. Vom Standort Ingolstadt aus werde nach wie vor auch der Donau-Ries-Kreis angeflogen, so Stationsleiter Peter Döring. Dies geschehe, wenn der ADAC-Helikopter in Augsburg („Christoph 40“) gerade anderweitig im Einsatz sei.

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