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Der Lechsteg nach Kissing sollte gebaut werden

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Kommentar Von Philipp Schröders
20.07.2018

Die Verbindung zwischen Haunstetten und Kissing ist schon lange im Gespräch. Warum sie endlich verwirklicht werden sollte.

Das Projekt hat viele Befürworter in Augsburg und Kissing, zudem ist es seit mehr als 20 Jahren im Gespräch. Dennoch ist der Lechsteg, der die Gemeinde mit dem Stadtteil Haunstetten für Fußgänger und Radfahrer verbinden soll, immer noch nicht verwirklicht worden. Das ist schade.

Die nächstgelegenen Möglichkeiten zur Flussquerung sind momentan die Brücke am Mandichosee im Süden sowie der Hochablass im Norden. Letzterer darf eigentlich nicht radelnd genutzt werden, die Fahrer müssen absteigen und schieben. Der Lechsteg nach Kissing wäre daher eine sinnvolle Erweiterung des Netzes.

In den vergangenen Jahren zeichnet sich ein Trend ab: Immer mehr Berufspendler fahren mit dem Fahrrad zur Arbeit oder nutzen es zumindest für einen Teil des Weges. Gerade in diesem Hinblick ist der Lechsteg interessant – in beide Richtungen. Für die Menschen im Augsburger Süden, die nach München müssen, ist der Kissinger Bahnhof attraktiv. In der Gemeinde wiederum leben viele, die in Augsburg und Königsbrunn arbeiten. Zudem ist Kissing durch den Auen- und Weitmannsee als Naherholungsgebiet beliebt. Grundsätzlich gilt, dass mehr Menschen aufs Fahrrad umsteigen, wenn ein attraktives Netz geschaffen wird. Aus ökologischen Gründen ist der Lechsteg demnach eine gute Idee.

Jedoch stemmen sich gerade die Naturschützer in Augsburg gegen das Projekt. Sie fürchten den Eingriff in den geschützten Stadtwald und Schäden durch mehr Verkehr. Immerhin hat der Augsburger Bauausschuss den Lechsteg nun ins Stadtentwicklungskonzept aufgenommen. Das Papier zeigt strategisch auf, wie die Stadt sich von Verkehr über Ökologie bis zum Sozialsektor in Zukunft aufstellen möchte. Folglich ist die Aufnahme noch kein Beschluss zum Bau, aber die richtige Weichenstellung.

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