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17.07.2010

Kriminelle Mädchen wollten sich absetzen

Augsburg Zwei 14 und 16 Jahre alte Mädchen sollen der Augsburger Kriminalpolizei jede Menge Arbeit beschert haben: Die beiden sind laut Ermittlungen für eine ganze Serie von Diebstählen, Unfallfluchten und Einbrüchen verantwortlich. Die 16-Jährige gilt dabei als Drahtzieherin. Zum Großteil sind die Mädchen laut Polizei geständig. "Sie dürften aber noch weitere, bislang noch nicht angezeigte Straftaten begangen haben", vermutet Polizeisprecher Siegfried Hartmann.

Zum Verhängnis wurde dem Duo ein Autodiebstahl am 2. Juli. Der Besitzer meldete die Tat in Gersthofen. Die Täter waren über ein Toilettenfenster in die Wohnung eingebrochen, wo sie sich den Fahrzeugschlüssel holten. In derselben Nacht teilte ein anderer Geschädigter mit, dass gegen 2 Uhr nachts versucht worden sei, in seinen Lebensmittelladen einzubrechen. Als der Besitzer die Täter überraschte, flüchteten diese mit einem Audi. Dabei handelte es sich um das zuvor gestohlene Auto.

Bei einer Fahndung fand die Polizei das Auto schließlich in Augsburg in der Nähe einer Jugendeinrichtung. So kam man auf die beiden 14 und 16 Jahre alten Mädchen, die von der Einrichtung bereits als vermisst gemeldet worden waren. Über einen 17-jährigen mutmaßlichen Mittäter wurden die Mädchen schließlich ausfindig gemacht und festgenommen.

Wie sich bei den Ermittlungen ergab, hatten die Mädchen zusammen mit dem 17-Jährigen offenbar an mehreren Autos die Kennzeichen gestohlen, um diese an den gestohlenen Audi zu montieren. Ziel der Gruppe soll gewesen sein, sich ins Ausland abzusetzen, um einer drohenden Jugendstrafe zu entgehen.

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Die Ermittlungen laufen aktuell noch. Unter anderem sollen die Mädchen bei Spritztouren etliche Autos beschädigt haben. Zudem steht im Raum, dass sie mehrmals auf Diebeszug gingen. In einem Fall sollen sie 100 Schachteln Zigaretten erbeutet haben. Bei einem Einbruch fielen ihnen 1000 Euro Bargeld in die Hände, so die Ermittlungen. Möglicherweise sind die Mädchen auch für Diebstähle aus unverschlossenen Autos im Bereich Königsbrunn (Augsburger und Kemptener Straße sowie Hunnenstraße) verantwortlich. Die Polizei vermutet auch, dass sie für diverse Unfallfluchten im Bereich Königsbrunn, Bobingen, Gersthofen und möglicherweise Aichach verantwortlich sind. Die 14-Jährige wurde mittlerweile in einer Jugendeinrichtung außerhalb Augsburgs untergebracht, die 16-jährige mutmaßliche Haupttäterin sitzt dagegen in Untersuchungshaft.

Die Kriminalpolizei bittet Zeugen und Geschädigte, sich unter Telefon 08 21/323-3810 zu melden.

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