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Pendler

19.03.2015

Pro Bahn fordert bargeldlose Zahlung im Zug

Fahrgastverband will klare Regelung für die Zukunft

Begeistert ist man bei Pro Bahn nicht über den Abbau der DB Fahrkarten-Automaten an der Paartal- und Ammerseebahn in Merching, Schmiechen, Obergriesbach und Radersdorf (FA berichtete). In einer Stellungnahme fordert der Fahrgastverband, dass sich die Bürgermeister der betroffenen Orte offensiv für ihre Bahnpendler einsetzen sollen.

„Der Fehler liegt im System“, so erklärt Jörg Lange vom Fahrgastverband die aktuelle Misere. Es sei in Bayern jedem Eisenbahnunternehmen überlassen, wie es seine Fahrausweise verkaufe. Die Automaten von DB Vertrieb wollten private Eisenbahnunternehmen in der Regel nicht benutzen, da hier wohl erhebliche Provisionen und Kosten entstünden.

Deshalb setzten diese dann auf eigene Automaten, wie sie auch die BRB in ihren Zügen installiert habe. „Für Fahrgäste ist das Ganze unerfreulich – alle paar Kilometer gibt es andere Automaten, mit anderer Bedienerführung und anderem Fahrkartenangebot.“ Den Ansatz mit Automaten im Zug befürworte man sehr wohl bei Pro Bahn, allerdings sollte hier dann in Zukunft auch eine Zahlung mit EC-Karte möglich sein. Die Technik gäbe das inzwischen her. Bei den Streifenkarten ist es für den Fahrgastverband zunächst wichtig, dass am Ende nicht auch noch die Entwerter von den Bahnsteigen verschwinden, weil es Streit um die Kosten dafür gibt. Für die Fahrkarten selbst könnten auch örtliche Verkaufsstellen wie Geschäfte in Bahnhofsnähe eine Lösung sein.

„Und genau für die Zukunft sollten Streckenanlieger und der Landkreis nun tätig werden“, so Winfried Karg, beim Fahrgastverband für die Paartalbahn zuständig. Derzeit werde von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft BEG im Auftrag vom Freistaat Bayern die Neuausschreibung der Paartalbahn und der Ammerseebahn ab 2019 ausgearbeitet. Neben anderen Verbesserungswünschen sollten die Bürgermeister und der Landrat Klaus Metzger der BEG zeitnah die Forderungen ihrer Bürger zum Fahrkartenverkauf vorlegen. So sollte die BEG dem zukünftigen Betreiber auferlegen, weiterhin Automaten in den Zügen zu betreiben, bei denen dann auch eine bargeldlose Zahlung möglich sei. Ebenso müsse dieser für den Weiterbestand der Entwerter auf dem Bahnsteig sorgen, falls dies nicht anderweitig sichergestellt werde. Nur dann wären die Fahrgäste vor weiteren unangenehmen Überraschungen sicher.

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