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Kissing

27.01.2020

Schulerweiterung in Kissing wirft ihre Schatten voraus

Die Kissinger Grundschule platzt aus allen Nähten und muss dringend erweitert werden. Über 15 Millionen Euro plant die Kommune für dieses Projekt in den kommenden Jahren ein.
Foto: Philipp Schröders

Plus Kissing muss in den kommenden Jahren über 15 Millionen Euro in die Schule investieren. Auch sonst steht in der Kommune einiges an.

Über 15 Millionen Euro wird es nach derzeitigem Stand kosten, die zu klein gewordene Grundschule in Kissing zu erweitern. Es ist das derzeit größte anstehende Projekt, das den Kissinger Haupt- und Finanzausschuss bei den Haushaltsberatungen beschäftigte.

Entsprechend willkommen ist es daher, dass wie Kämmerer Klaus Metzger berichtete, die Schlüsselzuweisungen vom Landkreis von rund 1,3 Millionen Euro im vergangenen Jahr auf 1,5 Millionen Euro gestiegen sind.

Grundschule Die Grundschulerweiterung werde das teuerste Projekt, erläuterte Bürgermeister Reinhard Gürtner. Im laufenden Jahr stehen für die Planungen bereits 500.000 Euro im Haushalt, im Jahr 2021 zwei Millionen und in den Folgejahren fünf und acht Millionen Euro.

Pausenhof der Grundschule Kissing soll saniert werden

Diskutiert wurde jedoch über den Erlebnispausenhof, der heuer bereits realisiert werden sollte. Roland Nemetz (SPD) meinte: „Wieso sollten wir den heuer machen? Nach dem Neubau wäre das doch viel sinnvoller“. Andreas Vötter von der Gemeinde Kissing schlug vor, den vorhandenen Pausenhof lediglich zu sanieren, was 5000 bis 10.000 Euro kosten wird. Der Fraktionsvorsitzende der CSU, Franz-Xaver Sedlmeyr, schloss sich da an. Und auch der Bürgermeister sagte: „So sind wir auf der sicheren Seite und es kann nichts passieren“. Er hätte nämlich bei einer Begehung etliche Schäden gesehen. Die Sanierung wurde einstimmig angenommen, der Bau eines Erlebnispausenhofes dagegen auf die Jahre nach dem Neubau der Schule verschoben.

Feuerwehr Feuerschutzmaßnahmen sind im Haushaltsentwurf mit 80.000 Euro vorgesehen. Roland Nemetz verlangte eine detaillierte Aufschlüsselung, wofür die Feuerwehr das Geld braucht. Diese soll nun nachgereicht werden.

Hiasl-Museum 15.000 Euro sind vorsorglich für die neue Heimat des Hiasl-Museums vorgesehen, auch wenn SPD-Fraktionsvorsitzender und Hiaslvereins-Vorsitzender Ronald Kraus bestätigte, dass noch keine neuen Räumlichkeiten in Sicht seien. 54.000 Euro sind für den Geschichtspfad „Schlacht auf dem Lechfeld“ vorgemerkt.

Kissings Bücherei will 30.000 Euro für neue Medien

Bücherei Als sehr hoch erschien den Räten der Betrag von 30.000 Euro für neue Medien wie Bücher, DVDs, Filme und Spiele für die Bücherei. Bürgermeister Reinhard Gürtner beschloss daher, die Büchereileiterin Petra Scola zum nächsten Jugendausschuss einzuladen. Da soll sie den Räten Aufschluss über die genauen Besucherzahlen geben.

Kirchen Im Altort muss die Peterskirche saniert werden, wofür 100.000 Euro veranschlagt wurden. Außerdem soll die für rund 5000 Euro die Burgstalltreppe gestrichen und das Burgstalltreppen-Geländer für 30.000 Euro erneuert werden. Die Kirche St. Bernhard soll eine neue Heizung bekommen.

Ist der Petersberg in Kissing in Bewegung? Ein Sachverständiger hat jetzt das Gelände mit fünf Bohrungen untersucht.
Foto: Philipp Schröders

Kindergärten Eine ganze Reihe an Maßnahmen steht bei den Kissinger Kitas an. Unter anderem muss für den geplanten Waldkindergarten Grund im Wert von 20.000 Euro erworben werden. Weitere 23.000 Euro sind für die Ausstattung vorgemerkt.

Diskussion um Wohnmobil-Stellplätze am Weitmannsee

Wohnmobil-Stellplätze Eine Diskussion brach beim Punkt „Wohnmobil-Stellplätze am Weitmannsee“ aus. 10.000 Euro sind dafür vorgesehen. Franz-Xaver Sedlmeyr überlegte laut, ob Stellplätze da nicht das falsche Publikum anzögen. Außerdem sei das ein Wasserschutzgebiet und bei den Chemietoiletten wolle er nicht seine Hand ins Feuer legen. Ronald Kraus dagegen war der Ansicht, dass das sehr wohl Sinn mache. Bürgermeister Gürtner schlug vor, die Wohnmobilstellplätze südlich vom Tennisclub zu errichten. Dieser Vorschlag wurde dann auch angenommen.

Hochwasserschutz Für Hochwasserschutzmaßnahmen sieht der Kissinger Gemeinderat 337.000 Euro vor. Der innerörtliche Paarausbau werde eventuell 2021 angepackt.

Friedhof 35.000 Euro soll es kosten, die Urnenwand zu erneuern, mit 450.000 Euro schlägt die Sanierung der Aussegnungshalle zu Buche und 15.000 Euro sind für die Sanierung des Alten Leichenhauses geplant. Ronald Kraus von der SPD bemängelte, dass die Gebühren für die Urnenwand viel zu billig seien. Auch sein Parteikollege Roland Nemetz war der Meinung: „Wir müssen das Geld wieder einholen“. Stadtkämmerer Klaus Metzger sagte, es werde eine neue Kalkulation nach der Sanierung der Aussegnungshalle vorgenommen. Ludwig Asam von den Grünen sprach die Wege auf dem Friedhof an. Andreas Vötter von der Gemeinde Kissing erklärte, dass die Wege auf Anregung des Jugendausschusses bereits mit Nano Tec versiegelt werden. Derart versiegelte Oberflächen bleiben länger sauber und sind leicht zu reinigen.

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