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Gesellschaft

10.11.2017

Verstärkung für die Friedberger Jugend

Barbara Pichler, Linda Greiter und Jürgen Rösner (von links) kümmern sich um die Belange der Jugendlichen in Friedberg. Bisher war Greiter alleine dafür zuständig. Nun bekam sie Verstärkung.
Bild: Felicitas Lachmayr

Die Stadt hat zwei neue Mitarbeiter. Erziehungswissenschaftlerin Barbara Pichler und Streetworker Jürgen Rösner unterstützen Jugendpflegerin Linda Greiter bei ihrer Arbeit.

Um die Jugendarbeit zu fördern und neue Angebote zu schaffen, hat die Stadt das Team in diesem Bereich verstärkt. Jürgen Rösner und Barbara Pichler sind die neuen Gesichter an der Seite von Linda Greiter, die seit einem Jahr als städtische Jugendpflegerin tätig ist. Zusammen kümmern sie sich um die Belange der Friedberger Jugendlichen.

Während Greiter und Pichler für das Jugendzentrum und seine Besucher zuständig sind, bemüht sich Streetworker Rösner verstärkt um den Kontakt zu anderen Jugendlichen, gerade auch in den umliegenden Ortsteilen. Denn die verschlägt es eher selten in das Jugendzentrum. „Die Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist einfach schlecht“, so Greiter. „Die meisten, die zu uns kommen, wohnen in Friedberg.“ Derzeit sei es ein Kern von etwa zwanzig Leuten. Mittlerweile würden auch viele Mädchen ins Jugendzentrum kommen. „Als ich angefangen habe, war das noch nicht so“, sagt Greiter. Insgesamt sei das Publikum mit einem Durchschnittsalter von 15 Jahren sehr gemischt. „Es besteht ein ständiger Wechsel in der Gruppe, Ältere gehen, Jüngere kommen nach“, so Greiter. Jugendliche in den Ortsteilen hätten ihre eigenen Treffpunkte wie Bauwägen oder den Skatepark in Stätzling.

Engere Kooperation zwischen Streetwork und Jugendpflege

Rösner will auch sie erreichen. Der 38-jährige Sozialpädagoge aus Schwabmünchen arbeitete schon in Augsburg als Streetworker und in sozialtherapeutischen Einrichtungen. Er sieht sich als „Bindeglied zwischen öffentlicher Hand und der Bevölkerung“ und will sich um die Anliegen der Jugendlichen, Eltern und Anwohner gleichermaßen bemühen. „Ich hoffe, dass die Jugendlichen offen auf mich zugehen“, so der 38-Jährige.

Dass Friedberg mit ihm nun einen eigenen Streetworker hat, ist neu. Denn bisher arbeitete man mit einem Streetworker des sozialpädagogischen Instituts in Augsburg zusammen, der für mehrere Gemeinden zuständig war. Ein regelmäßiger Austausch war laut Greiter entsprechend schwierig. Das soll sich jetzt ändern. Die beiden Jugendpflegerinnen und der Streetworker wollen enger zusammenarbeiten und gemeinsam Projekte entwickeln.

„Die Verstärkung des Teams war uns ein wichtiges Anliegen“, so Bürgermeister Roland Eichmann. Zwar habe man in Friedberg weniger ein Problem mit Jugendlichen als vielmehr Jugendliche mit Problemen. Aber es gebe immer wieder Beschwerden, weil sich junge Leute an der Stadthalle oder der Mittelschule treffen, trinken, Lärm machen oder Müll hinterlassen. Wegen Jugendlichen, die sich abends an der Stadtmauer nahe des Folterturms aufhalten, habe es sogar schon eine Eigentümerversammlung der Anwohner gegeben mit dem klaren Tenor, dass es so nicht weitergehen könne.

Jugendkonzept soll erstellt werden

„Wir dürfen aber nicht nur repressiv handeln, sondern müssen nachhaltig arbeiten und neue Angebote schaffen“, betonte Eichmann. Dafür soll das dreiköpfige Team ein Jugendkonzept, an dem Greiter bereits seit einiger Zeit mit einer Projektgruppe arbeitet, erstellen. Laut Eichmann sollen die Jugendpfleger auch intensiv in die Planung und Organisation des Südufer-Festivals, das sich vorwiegend an Jugendliche richtet, eingebunden werden. Zudem wolle man enger mit dem Jugendrat zusammenarbeiten, um dessen Interessen effektiver in den Stadtrat einzubringen.

Ein weiteres Ziel von Jugendpflegerin Greiter ist es, das sportliche Angebot zu erweitern. „Und das nicht mit Unterstützung eines externen Trainers, sondern mit einem von uns“, betont sie. Denn die im Sommer initiierte Fußballgruppe sei sehr gut angenommen worden. „Ich könnte mir auch mal ein Kunst- oder Theaterprojekt vorstellen“, sagt Pichler, die im Sommer ihren Master in Erziehungswissenschaften mit Schwerpunkt Theaterpädagogik absolvierte. „Vorausgesetzt, die Jugendlichen haben Lust darauf.“

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