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06.08.2008

Wasserversorger gehen bei Uran auf Nummer sicher

Beruhigend klingt es, was der Wasserversorgungsverband Adelburggruppe mit Sitz in Friedberg über Uran im Trinkwasser weiß. Aufgrund einer amtlichen Probe aus dem Leitungsnetz der Gruppe im Jahr 2006 lag damals der Messwert bei 1,7 Mikrogramm pro Liter (= 0,0017 Milligramm).

Adelburggruppen-Geschäftsführer Harald Kraus hat gegenüber anderen Wasserversorgern im Landkreis-Süden den Vorteil, dass er überhaupt über einen Messwert verfügt. Doch auch die anderen Wasserlieferanten in Friedberg, Mering, Kissing und Merching gehen davon aus, dass ihr Trinkwasser keine erhöhten Uran-Werte aufweist.

Nachdem die Verbraucherschutz-Organisation "foodwatch" im Fernsehen auf eine auffällige Belastung in Franken hingewiesen hatte, gehen die Versorger auch hierzulande auf Nummer sicher. Die meisten von ihnen haben Anfang der Woche Wasserproben entnehmen lassen, die nun auf Uran untersucht werden. "Da dürfte ein ziemlicher Run auf die Labore einsetzen", vermutet Geschäftsführer Kraus von der Adelburggruppe. Deswegen werden die Ergebnisse möglicherweise etwas länger als sonst auf sich warten lassen. Die Versorger gehen davon aus, dass sie im Laufe der nächsten Woche aktuelle Zahlen vorlegen können. Während Trinkwasser regelmäßig auf andere Inhaltsstoffe hin überprüft wird, sind Untersuchungen auf Uran bislang nicht vorgeschrieben.

Doch Geschäftsführer Kraus hat am Telefon von einigen Kunden zu hören bekommen, wie sensibel sie auf Meldungen über eine Uran-Belastung reagieren. "Die wollen Zahlen hören", so Kraus. Darum nun die freiwilligen Messungen, um die Verbraucher zu informieren. Der Wert, der der Adelburggruppe bereits vorliegt, stammt aus dem Ortsnetz Egenhofen (Landkreis Fürstenfeldbruck). Doch er lässt sich auf das gesamte große Versorgungsgebiet östlich und südlich von Friedberg übertragen, weil sich dort die Wasserqualität nicht unterscheidet.

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Auch von Bernhard Mögele bei den Friedberger Stadtwerken wollten Kunden die Uran-Werte wissen. Gestern Vormittag wurden in Friedberg Wasserproben entnommen. Klarheit wird erst die nächste Woche bringen. Doch Mögele geht wegen der Untergrundverhältnisse nicht von erhöhten Werten aus.

Keine große Resonanz auf die Medienberichte gab es in Mering. Dennoch nahm Norbert Gerlsbeck, der für die Wasserqualität im Markt Mering zuständig ist, mögliche Sorgen der Bürger ernst: "Wir haben eine Probe ins Labor gegeben und werden in ein paar Tagen das Ergebnis vorlegen."

Der Merchinger Wasserwart Pius Müller jedenfalls ist sich sicher: "Bei uns in der Gegend gibt es kein schlechtes Wasser. Wir hatten noch nie Probleme."

Von einer Uran-Belastung weiß auch der Kissinger Wassermeister Armin Oswald nichts. "Mir ist davon nichts bekannt", sagte er.

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