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Kissing

20.12.2018

Wer wird neuer Bürgermeister in Kissing?

In Kissing wird im März ein neuer Bürgermeister gewählt. Dann wird sich zeigen, wer auf Manfred Wolf im Rathaus folgt.
Bild: Philipp Schröders

Plus Ende Januar müssen die Kandidatenvorschläge für die Bürgermeisterwahl eingereicht werden. Bei der SPD wird es spannend.

Mit seiner Ankündigung, aus gesundheitlichen Gründen bereits im Januar in den Ruhestand zu gehen, hat Bürgermeister Manfred Wolf viele in Kissing überrascht. Der Termin für die Neuwahl des Rathauschefs steht bereits fest: Am Sonntag, 24. März, werden die Kissinger an die Urnen gerufen. Doch wer folgt ihm nach?

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Bei zwei Parteien, die im Gemeinderat vertreten sind, stehen die Kandidaten für die Bürgermeisterwahl im Grunde schon fest. Die CSU geht aller Voraussicht nach mit Reinhard Gürtner ins Rennen. Der 51-Jährige will antreten, betont aber, dass darüber noch die Ortshauptversammlung der CSU entscheiden muss. Gürtner sitzt seit 2008 im Gemeinderat. Außerdem ist er inzwischen seit zwölf Jahren Ortsvorsitzender der CSU. Bei der vergangenen Bürgermeisterwahl trat der Berufssoldat bereits gegen Wolf an, unterlag aber. Er holte bei drei Kandidaten auf dem zweiten Platz 29,9 Prozent.

Zwei Parteien in Kissing haben schon Kandidaten

Die Grünen schicken wahrscheinlich Katrin Müllegger-Steiger ins Rennen. Die 41-Jährige hat ihre Bereitschaft bekundet, sich aufstellen zu lassen, sie betont aber ebenfalls, dass darüber noch im grünen Ortsverband abgestimmt werden muss. Die Realschullehrerin sitzt seit 2008 im Kissinger Gemeinderat, ist Sprecherin ihrer Fraktion und dritte Bürgermeisterin der Gemeinde. Bereits 2014 kandidierte sie bei der Landratswahl für die Grünen und landete bei sieben Bewerbern mit sieben Prozent auf dem vierten Platz.

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Bei der SPD ist noch nicht klar, wer für das Amt des Bürgermeisters kandidieren wird. Der Ortsvorsitzende Alexander Dollinger erklärt, dass bei den Kissinger Sozialdemokraten ebenfalls die Mitglieder den Kandidaten bestimmen sollen. Anfang Januar wird es im kleinen Kreis eine Beratung geben, wer antreten will. „Es können sich mehrere vorstellen, zu kandidieren“, sagt Dollinger. Er selbst gehöre aber nicht dazu. Danach will der Vorsitzende dann die SPD-Mitglieder zur einer Ortsversammlung einladen, bei der sie den Kandidaten bestimmen. Die soll möglichst Mitte Januar stattfinden.

Mehrere SPD-Mitglieder sind im Gespräch für die Bürgermeisterwahl

Zu den prominentesten SPD-Mitgliedern im Gemeinderat gehören Ronald Kraus und Silvia Rinderhagen. Kraus hat dort seit 2002 einen Sitz und ist seit mehreren Jahren Fraktionssprecher. Der 55-Jährige ist Leiter des Eichamtes in München. In Kissing ist er zudem bekannt für sein Engagement als Vorsitzender des Historischen Fördervereins Bayerischer Hiasl. Zu seinen eigenen Ambitionen sagt Kraus: „Ich habe bei der Landratswahl kandidiert, ich kann mir auch vorstellen, für das Bürgermeisteramt zu kandidieren.“ Kraus kam bei der Landratswahl 2014 auf den dritten Platz mit 17 Prozent.

Rinderhagen übernimmt als stellvertretende Bürgermeisterin im Januar die Amtsgeschäfte für Wolf bis zu den Neuwahlen. Die 57-jährige Handelsfachwirtin sitzt ebenfalls seit 2002 im Gemeinderat. Viele in der Gemeinde kennen Rinderhagen auch, weil sie seit vielen Jahren das Brunnenfest organisiert. Dazu, ob sie für das Bürgermeisteramt kandidieren will, äußerst sie sich ausweichend. „Wir haben uns im internen Vorstand geeinigt, dass wir uns Anfang des kommenden Jahres treffen werden und das Ganze besprechen.“ Über den Kandidaten sollen dann die Mitglieder abstimmen.

Die Freie Wählergemeinschaft, die auch im Gemeinderat vertreten ist, wird wohl niemanden aufstellen. Laut Sprecher Peter Wirtz war die Resonanz nicht sehr hoch, als er sich umgehört hat.

Die anderen Parteien müssen nun möglichst schnell ihre Versammlungen abhalten. Nach Angaben des Landratsamts sind die Vorschläge „bis spätestens 18 Uhr des 52. Tags vor dem Wahltag“ einzureichen – also am 31. Januar. Die Kissinger CSU hatte sich dafür ausgesprochen, die Kür des neuen Bürgermeisters mit der Europawahl im Mai zusammenzulegen – aus Kostengründen. Das ist allerdings laut dem Landratsamt nicht möglich. Eine eventuell notwendige Stichwahl müsste dann in den Pfingstferien erfolgen. Dem stimmt das bayerische Innenministerium aber nicht zu.

Lesen Sie dazu auch folgende Artikel: Nach 22 Jahren: Bürgermeister Wolf hört zum Ende des Jahres auf und Manfred Wolf: „Mir ist das nicht leicht gefallen“

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