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Fußball

08.04.2016

Auch die Mädchen zeigen ihr Können am Ball

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Erstmals waren heuer auch Mädchen mit dabei: Die Mannschaft des Gymnasiums Mering mit den grauen Trikots setzte sich durch.
Bild: Sabine Roth

Real- und Mittelschüler setzen sich beim Landkreisfinale durch. Der TSV Friedberg stellt wieder drei Plätze zur Verfügung. Asylbewerber aus Übergangsklassen kicken ebenfalls bei dem Turnier.

Welche Schule spielt am besten Fußball? Der TSV Friedberg machte es am Donnerstag wieder möglich, dass das Landkreisfinale gleichzeitig auf drei Plätzen nebeneinander ausgetragen werden konnte. Ausgerichtet wird dieses Turnier jedes Jahr vom Arbeitskreis in Schule und Verein. Teilnehmen können Mannschaften der sechsten bis neunten Klasse. Das Wetter spielte zum Glück mit und machte das Turnier zu einem großen Erfolg.

Auch heuer hatten die Realschüler wieder die Nase vorn und belegten in zwei Wettkampfklassen erste Plätze. In der Klasse Jungen III konnte sich aber die Mittelschule Friedberg mit einem 1:0 gegen die staatliche Realschule Affing kurz vor Spielende durchsetzen. Das entscheidende Tor schoss Asylbewerber Solomon, der den Ball blitzschnell verwandelte. Mit ihm freuten sich seine Klassenkameraden besonders, denn dadurch sind auch sie weitergekommen. In den vergangenen Jahren trauten sich die Mittelschüler nicht, bei dem Turnier mitzumachen. Deshalb ist dieser Sieg aus ihrer Sicht umso erfreulicher.

Für Schulamtsdirektor Manfred Zwerenz, der beim Turnier zusah, zeigen diese gemeinsamen Erfolge, dass gerade im Sport die Integration dieser Mitschüler sehr gut gelingt, wie er erklärte. „Im Sport spielt man im Team und ist füreinander da, egal, welche Sprache man spricht und woher man kommt.“

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Die beiden Organisatoren des Landkreisfinales Sportfachberaterin für die Mittelschulen Julia Trinkwalder-Fend und Obmann für Fußball Werner Chlum freuten sich, dass erstmals zwei Mädchenmannschaften teilnahmen. Im hart umkämpften Finale setzten sich letztendlich die Mädchen des Gymnasiums Mering mit einem klaren 3:0-Sieg gegen die Schülerinnen der Mittelschule Friedberg durch. Aber sie waren eindeutig die überlegene Mannschaft und schon sehr gut miteinander eingespielt. Den Mittelschülerinnen fehlten am Schluss zudem die Ausdauer und das Durchhaltevermögen.

Dass alle Jahrgänge auf den Plätzen des TSV Friedberg wieder nebeneinander spielen konnten, gefiel den Verantwortlichen. „Früher mussten wir jede Wettkampfklasse an einem eigenen Tag abwickeln. Jetzt ist dies gleichzeitig möglich und die Jugendlichen können sich gegenseitig anfeuern“, sagte Trinkwalder-Fend. Sie dankte der Fußballabteilung des TSV Friedberg mit Martina Reisinger und Robert Mendel für ihre Hilfsbereitschaft. „Ohne dieses kostenfreie Engagement wäre der reibungslose Ablauf nicht möglich gewesen.“

Als Schiedsrichter unterstützten Alfons Kreppold, der ehemalige Rektor der Volksschule Kühbach, und Max Stein beim Turnier. „Seit Jahren übernehmen sie dieses Amt, sehr professionell und mit viel Einfühlungsvermögen. Das ist für die Kinder von unschätzbarem Wert“, sagte Trinkwalder-Fend. Sehr positiv sei auch, dass die Asylbewerber der Übergangsklassen der Mittelschule Friedberg an dem Turnier teilnahmen. „Diese nun durch Sport zu integrieren ist perfekt. Sie sind sehr fleißig und spielen in jeder Pause bei uns in der Mittelschule Fußball.“ Die Teams beim Landkreisentscheid setzen sich aus den besten Spielern der jeweiligen Jahrgänge der Klassen sechs bis neun zusammen. Beobachter merkten, dass die Schulen zum Teil eigene Arbeitsgemeinschaften dafür haben, die hier natürlich Vorteile hatten. Alle Kinder und Jugendlichen freuten sich im Vorfeld wieder sich auf das Turnier und waren sehr „heiß“ aufs Spielen. Zum Teil gab es hochklassige Spielsituationen, die sehr schön anzusehen waren und die Spiele auch sehr spannend machten. Zudem stand die Fairness wieder im Vordergrund, es gab keine großen Verletzungen.

Die Ergebnisse im Überblick

Gewinner Von den drei Mannschaften der Jungen IV (Jahrgang 2004 bis 2006) setzte sich die Realschule Affing gegen das Gymnasium Mering durch. Platz drei belegte die Mittelschule Hollenbach. Bei den Jungen III (Jahrgang 2002 bis 2004) hatte die Mittelschule Friedberg die Nase vorn. Sie konnte sich gegen die Realschule Affing durchsetzen. Weitere Mannschaften in dieser Wettkampfklasse waren die Gymnasien Mering und Friedberg sowie die Mittelschule Kissing. Bei den Jungen II (Jahrgang 2000 bis 2002) siegte die Konradin-Realschule Friedberg am Schluss gegen die Realschule Affing. Den dritten Platz belegte die Realschule Mering und Vierter wurde die Mittelschule Friedberg. Bei den Mädchen III (Jahrgang 2002 bis 2004), die erstmals mit dabei waren, siegte die Mannschaft des Gymnasiums Mering gegen die Mittelschule Friedberg.

Wettbewerb Die Wettbewerbe finden im Rahmen des Bundeswettbewerbs der Schulen „Jugend trainiert für Olympia“ statt. Der Kreisentscheid ist die erste Ebene. Die vier Klassensieger haben sich für den Regionalentscheid qualifiziert. Die jeweiligen Sieger gehen ins Bezirksfinale und weiter ins Landesfinale. Die Sieger der Wettkampfklassen II und III können sich bis zum Bundesfinale in Berlin Ende September hocharbeiten.

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