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Bezirksliga Süd

18.08.2019

Dem TSV Friedberg fehlt die Durchschlagskraft

Wie eine Mauer stand die Abwehr der Ottobeurer (gelb) mit ihrem starken Keeper Michael Raith auf dem TSV-Platz.
Bild: Otmar Selder

Die Mannschaft von Trainer Dabestani entwickelt zu wenig Torgefahr. Der Gegner aus Ottobeuren zeigt keinen schönen, aber erfolgreichen Fußball.

Mit einer sehr defensiven Spielweise hat der TSV Ottobeuren drei glückliche Punkte in Friedberg geholt. Nach der 1:2-Niederlage ist die Stimmung beim TSV dagegen angespannt. „Das wird eine bittere Saison“, klagte Friedbergs Trainer Ali Dabestani nach dem Spiel. In der Partei am Sonntag in der Bezirksliga Süd schlug die cleverere Mannschaft diejenige mit mehr Spielfreude.

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Die Gäste aus Ottobeuren schossen zweimal aufs Tor, machten danach kaum noch etwas nach vorne und hatten dazu mit Michael Raith einen überragenden Torhüter. In der Schlüsselszene unmittelbar nach der Pause hielt er einen von Marcel Pietruska geschossenen Elfmeter und schickte im Gegenzug Christian Kofler mit einem weiten Pass auf die Reise, der das 0:2 erzielte.

Schon in der ersten Halbzeit machten die Friedberger mehr Dampf, ohne aber wirklich große Torgefahr herausspielen zu können. Ballsicher schirmten Kapitän Florian Jakob und Kollegen die bis auf Marco Mladenovic komplett angetretenen Friedberger geschickt ab. Die 1:0-Halbzeitführung durch Niklas Albrecht (15.) war schmeichelhaft, und alles rechnete mit einer Offensive des Aufsteigerkollegen aus Friedberg nach der Pause.

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So kam es auch: Pietruska wurden von Berger die Beine im Strafraum weggezogen, doch sein selbst geschossener Elfmeter wurde vom Ottobeurer Keeper Raith pariert. Die Friedberger reklamierten, dass Bülles beim Nachschussversuch erneut elfmeterreif gefoult wurde, doch Schiedsrichter Fabian Hegener winkte ab. Anschließend fiel dann das 0:2 (51.), als sich der erstmals eingesetzte TSV-Hüter Josip Sagolj bei seinem Debüt mit Philipp Boser offenbar missverstand.

Friedberg gab dennoch nicht auf. Kevin Seifert und Kevin Makowski kamen für Simon Bunk und Michael Pfeifer, aber immer wieder klärten die Allgäuer die Situationen rechtzeitig. Erst in der 82. Minute schoss Patrick Bülles den Anschlusstreffer, aber dabei blieb es auch. Friedbergs Abteilungschef Bob Mendel stellte nach den 90 Minuten fest, dass man diese Partie eigentlich nicht hätte verlieren dürfen.

Umso glücklicher waren die Ottobeurer. Beim Gastgeber war man sauer auf den Schiedsrichter, der „als Krönung“ in der 92. Minute nach einem „normalen“ Foul dem jungen Timo Baur die Rote Karte zeigte.

TSV Friedberg Sagolj, Bas, Bamario, Boser (81.Rajc), Franz, Baur, Pfeifer (55. Makowski), Fischer, Bülles, Pietruska, Bunk (55.Seifert) – Tore0:1 Albrecht (15.), 0:2 Christian Kofler (50.), 1:2 Bülles (82.) – RotBaur (Friedberg/90.+2) –Schiedsrichter Fabian Hegener (Neuburg) – Zuschauer 100

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