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Fußball-Nachlese

11.11.2019

Stätzling: Für ganz oben reicht’s nicht

Auf dem Boden der Tatsachen fanden sich die Stätzlinger Fußballer (links Thomas Süß) beim 1:3 gegen Tabellenführer Gersthofen wieder.
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Auf dem Boden der Tatsachen fanden sich die Stätzlinger Fußballer (links Thomas Süß) beim 1:3 gegen Tabellenführer Gersthofen wieder.
Foto: Michael Hochgemuth

Plus Der FCS scheitert gegen Gersthofen an seiner Schwäche bei Standards. Mering siegt im Werdenfelser Land und der TSV Friedberg überrascht unter Flutlicht.

Seit Wochen präsentiert sich die obere Hälfte der Tabelle der Bezirksliga Nord äußerst dicht zusammenliegend. Daran hat sich auch am 18. Spieltag nichts geändert, denn zwischen Rang zwei und zehn sind es gerade mal neun Punkte, zwischen Platz zwei und sechs gerade mal deren fünf. Und als Sechster mitten drin in diesem Pulk steckt der FC Stätzling, der diesmal die Chance gehabt hätte, sich bis auf Rang drei zu schieben.

Es fehlt ein bisschen an der Cleverness

Hätte wie gesagt, denn der FCS verlor mit 1:3 gegen den Tabellenführer TSV Gersthofen, was Trainer Andreas Jenik kurz und knapp mit „schade“ kommentierte. „Diese Niederlage hätte nicht sein müssen. Wir waren ebenbürtig, haben unsere Möglichkeiten nicht konsequent genutzt und letztlich haben eben Kleinigkeiten entschieden“, meinte der FCS-Trainer. Die Kleinigkeiten waren die Standards, bei denen Stätzling anfällig war – sehr anfällig. „Alle drei Gegentore resultierten aus Standards“, so Jenik, der dann noch feststellte: „Für ganz oben reicht’s noch nicht, da fehlt noch ein bisschen – vor allem auch ein bisschen Cleverness.“

Mering verwertet die Chancen besser

Die wiederum legte der SV Mering in der Landesliga Südwest im Werdenfelser Land unter der Zugspitze an den Tag. Auch ersatzgeschwächt feierten die Meringer nämlich einen 3:2-Sieg beim 1. FC Garmisch-Partenkirchen und haben so als Tabellensechster zumindest Platz zwei noch nicht aus den Augen verloren – auch wenn das nicht das erklärte Saisonziel ist. „Wir haben in einem ausgeglichenen Spiel die Zweikämpfe angenommen, als Team sehr gut harmoniert und am Ende sicher auch ein kleines bisschen Glück gehabt“, erklärte ein zufriedener Trainer Ajet Abazi. Ausschlaggebend sei gewesen, dass man eben diesmal ein bisschen effektiver als der Gegner war. „Wir hatten die klareren Chancen und haben eben drei davon gemacht“, so Abazi. Der war auch froh, dass angesichts der personellen Sorgen mit Maximilian Kless, Simon Kratzer und Noah Rech auch drei Spieler der zweiten Mannschaft die weite Fahrt mitgemacht hatten. Und Noah Rech durfte dann auch noch ein paar Minuten Landesligaluft schnuppern.

Friedberg siegt nicht unverdient

Als „etwas glücklich, aber nicht unverdient“ bezeichnete Markus Specht, der Trainer des TSV Friedberg, den 2:1-Sieg der Herzogstädter in der Bezirksliga Süd beim ambitionierten SV Türkgücü Königsbrunn. Unter Flutlicht entführten die Friedberger drei eminent wichtige Punkte aus dem Königsbrunner Stadion und schafften dabei etwas, was ihnen wohl die wenigsten zugetraut hätten. „Wir haben dagegen gehalten, gekämpft und sind vor allem hinten sicher gestanden“, analysierte Specht. Klar hätten die Königsbrunner mächtig gedrängt, gab der TSV-Coach zu, aber diesmal hielt die TSV-Abwehr. Und man hätte auch den einen oder anderen Konter besser ausspielen können, doch das wäre vielleicht zu viel des Guten gewesen. Es war im Übrigen der fünfte Auswärtssieg der Friedberger. „Es wäre schön, wenn wir auch mal daheim nachlegen könnten“, so Specht. Doch am Sonntag kommt mit Tabellenführer Cosmos Aystetten ein nahezu übermächtiger Gegner zum TSV.

Der TSV Friedberg – hier Simon Bunk – überraschte mit dem Sieg in Königsbrunn.
Foto: Rudi Fischer

Kissings Trainer ärgert sich über die Absage

Überraschend Pause hatte der Kissinger SC in der Kreisliga Augsburg, denn der FC Horgau sagte das Spiel kurzfristig wegen Unbespielbarkeit des Platzes ab. Sehr zum Unverständnis von Kissings Trainer Marco Henneberg. „Das ist Wahnsinn. Ich wohne da in der Nähe und hab den Platz angeschaut, der war picobello, also eines Erachtens hätte man spielen können“, so der 49-Jährige. „Ich verstehe die Absage nicht. Die bringen sich und uns aus dem Rhythmus und jetzt wird uns das Spiel am 1. Dezember reingedrückt“, ärgerte sich Henneberg. Gespielt wurde in der Kreisliga Ost und wie. Der TSV Dasing kam zu einem deutlichen 4:0-Heimsieg gegen den SV Feldheim und setzte sich damit weiter vom Relegationsplatz ab. Trainer Jürgen Schmid war mit der Vorstellung seiner Mannschaft sehr zufrieden. Ein besonderes Erfolgserlebnis hatte Dasings Keeper Julian Thoma: Er hielt einen Foulelfmeter von Marco Schütt. Ein bisschen gebremst nach zuletzt drei Siegen nacheinander wurde der BC Rinnenthal, der in der Firnhaberau nicht über ein 1:1 hinauskam. Beim Gegentor war Felix Fuhrmann, der nach seinem Karriereende im Sommer ein Comeback feierte und beim Team von Trainer Lubos Cerny aushalf, machtlos.

Viele Tore in den unteren Klassen

Auch in den unteren Klassen war an diesem trüben Novembersonntag einiges geboten. So lässt sich der TSV Merching nicht vom Erfolgskurs abbringen und feierte in der Kreisklasse Augsburg-Mitte mit 7:1 den nächsten Kantersieg – diesmal gegen Mesopotamien. Alexander Lammer traf dabei viermal, Valentin Huber schoss die restlichen drei Tore. Merching stellt nun die beste Offensive der Klasse, sehr zur Freude von Abteilungsvize Martin Schmelcher. Und in der Aichacher Kreisklasse fielen auch richtig viele Tore. Der SV Ried arbeitete sich durch das 4:3 in Tandern weiter ins Mittelfeld vor, während Stätzling II beim 4:4 gegen Oberbernbach eher zwei Punkte liegen ließ. In Torlaune zeigten sich die Sport-Freunde Bachern, die in Rehling beim 7:0 auch ein Schützenfest feierten und damit auf den dritten Platz kletterten – eine reife Leistung für einen Aufsteiger.

Spiel schnell abhaken

Auch Wulfertshausen holte drei Punkte, trotz einer „grottenschlechten ersten Halbzeit“ wie es Trainer Bastian Schaller nach dem 3:1 gegen Schlusslicht Stotzard zusammenfasste. „Das Beste sind die drei Punkte, das Spiel könnte man mit Not gegen Elend beschreiben und das sollten wir schnell abhaken“, so der Coach. Andere Sogren hat der SV Ottmaring, der nach dem 0:1 beim Tabellenführer Inchenhofen im unteren Tabellendrittel hängen bleibt.

Kampf und Krampf dominierten beim Spiel Wulfertshausen (blau, Maximilian Demharter, oben, Tim Maier, unten) gegen die DJK Stotzard (Mitte Christian Hahn.) Der SV gewann mit 3:1.
Foto: Peter Kleist

Sportfreunde Friedberg wieder auf Platz zwei

In der A-Klasse Ost sind die Sportfreunde Friedberg ihre Tabellenführung los. Die Friedberger waren spielfrei und musste so tatenlos zusehen, wie die DJK Gebenhofen durch das 7:2 beim SV Mering II die Spitze übernahmen. Freude herrschte in Mühlhausen, nachdem man das Prestigederby gegen Aindling II mit 3:1 gewonnen hatte. Ein respektables 3:3 erkämpfte sich der BC Rinnenthal II beim Tabellendritten Obergriesbach.

In der Augsburger A-Klassen-Gruppe verpasste der Kissinger SC II den Sprung auf Platz zwei. Das 0:0 gegen Tabellenführer Alba Augsburg war gemessen an den Chancen für die Kissinger zu wenig. Zweiter ist nun der TSV Haunstetten II, der den TSV Friedberg II mit Mühe 2:1 niederhielt.

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