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Urlaub 2021

15.02.2021

In diesen Ländern haben Reisende mit Corona-Impfungen Vorteile

Der Nachweis einer Corona-Impfung bei der Einreise nach Madeira erspart den obligatorischen PCR-Test.
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Plus Der Urlaub 2021 wird anders: Viele Länder preschen bei den Privilegien für Urlauber mit Impfschutz gegen Corona vor. Wir nennen Länder, Fakten und Einreisebedingungen.

Sollen Geimpfte und Genesene von Reisebeschränkungen befreit werden? Die einen wollen ihre Reiserechte wieder haben, andere verlangen Solidarität mit Nichtgeimpften. Aber während Bundesregierung und EU noch das Für und Wider abwägen, haben die ersten Länder und einige Firmen bereits Fakten geschaffen und die Einreiseregeln für Corona-Geimpfte gelockert. Airlines werben bereits dafür nur geimpftes Personal einzusetzen. Und ein deutscher Reiseanbieter für Gesundheitsreisen sorgt für einen Aufreger, der sogar das Staatliche Israelische Verkehrsbüro zu einer Klarstellung veranlasste.

Fit Reisen wollte Kunden, im Rahmen eines vierwöchigen Erholungsaufenthalts in Israel die Möglichkeit geben, sich impfen zu lassen. Zwar gibt es dafür weder ein konkretes Angebot des Reiseveranstalters noch eine Buchungsmöglichkeit, doch allein die Ankündigung sorgte in der Branche für Wirbel. Ella Zack Solomon, die Direktorin des Staatlichen Israelischen Verkehrsbüros, teilte mit: „Wir betonen, dass es keine Möglichkeiten für Touristen in Israel gibt, sich impfen zu lassen“.

Diese Länder gewähren gegen Corona geimpften Touristen Vorteile

  • Seychellen Die Republik im Indischen Ozean will das erste Land der Welt werden, das 70 Prozent der Einwohner über 18 Jahre geimpft hat. Bei weniger als 100.000 Einwohnern scheint das nicht utopisch. Urlauber müssen bislang zehn Tage Hotelquarantäne in Kauf nehmen – außer man ist bereits geimpft. Die Impfung muss vollständig sein und seit der zweiten Impfdosis müssen mindestens zwei Wochen vergangen sein. Neben diesem Nachweis haben Reisende einen negativen PCR-Test vorzulegen, der nicht älter als 72 Stunden ist. Kinder brauchen keine Impfung. Wegen der aktuell hohen Sieben-Tage-Inzidenz hat das Robert-Koch-Institut die Seychellen zum Corona-Hochrisikogebiet eingestuft.
  • Island Die Insel kommt bisher besser als viele andere durch die Pandemie und wird dank einer Sieben-Tage-Inzidenz von nur sechs Fällen je 100.000 Einwohner vom Robert-Koch-Institut (RKI) nicht als Risikogebiet eingestuft. Wer einreisen will, muss einen PCR-Test machen und sich dann für fünf bis sechs Tage in Quarantäne begeben. Oder er weist nach, dass er geimpft oder genesen ist. Die überstandenen Erkrankungen belegt man mit einem mehr als 14 Tage alten positiven PCR-Test oder einem Antikörpertest. Bereits Geimpfte legen ihr Impfzertifikat auf Isländisch, Dänisch, Norwegisch, Schwedisch, Englisch oder Französisch vor.
Wird der Impfpass der neue Reisepass?
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  • Madeira Jeder Tourist, der eine vollständige Impfung gegen SARS-CoV-2 nachweisen kann wird bei der Ankunft auf der Insel Madeira von der obligatorischen Corona-Testpflicht befreit. Die Impfbescheinigung muss in englischer Sprache mit Angabe der wichtigsten Daten wie Name, Geburtsdatum, Art des Impfstoffs und Impfdatum vorgelegt werden. Dies erspart Urlaubern eine Selbstisolation, bis das negative Testergebnis vorliegt. Ähnliches gilt für Einreisende, die zwar in den letzten 90 Tagen positiv auf Covid-19 getestet wurden, aber wieder genesen sind.
  • Litauen Das baltische Land ist von Corona hart getroffen: Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt über 160 Fälle pro 100.000 Einwohner, deshalb stuft das RKI Litauen als Hochinzidenzgebiet ein. Reisende aus Deutschland unterliegen einer Test- und 14-tägigen Quarantänepflicht. Ausnahmen gelten für Geimpfte und Genesene: Wer in den vergangenen drei Monaten an Covid-19 erkrankt war oder im selben Zeitraum bereits zwei Impfdosen erhalten hat und das entsprechend belegen kann, darf ohne Quarantäne einreisen.

 

  • Georgien Das Land erlaubt die uneingeschränkte Einreise auf dem Luftweg für Menschen, die vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind und einen Nachweis dafür vorlegen können. Wer nicht geimpft ist, muss einen negativen PCR-Test vorlegen und nach drei Tagen einen weiteren Test absolvieren. In der Zwischenzeit herrscht kein Quarantänezwang
  • Polen wird vom RKI als Risikogebiet eingestuft. Wer aktuell über eine EU-Binnengrenze per Bus, Bahn, Flugzeug oder Schiff nach Polen reist, muss für zehn Tage in Quarantäne. Nicht so, wer mit dem Auto über die Grenze fährt oder einen triftigen Reisegrund nennen kann. „Ebenfalls von der Quarantäne ausgenommen sind alle, die eine Impfung gegen Corona nachweisen können“, schreibt das Auswärtige Amt.

Zypern: Touristen müssen drei Tage in Quarantäne

  • Moldawien Das Land hat aktuell eine Sieben-Tage-Inzidenz von 120 und steht auf der RKI-Risikoliste. Einreisen dürfen nur Bewohner von Ländern, die nicht als Hochrisikogebiet eingestuft werden (das ist augenblicklich bei Deutschland nicht der Fall) oder „anhand einer offiziellen Bestätigung belegen können, dass sie gegen Covid-19 geimpft wurden“, so das Auswärtige Amt.
  • Rumänien Das osteuropäische Land hat laut der Europäischen Infektionsagentur ECDC eine 7-Tage-Inzidenz von 85. Deutschland steht auf der „gelben“ Liste Rumäniens, was bei Einreise eine 14-tägige Quarantänepflicht bedeutet, aus der man sich nach acht Tagen frei testen kann. Ausgenommen sind Kurzreisende von maximal 72 Stunden und neuerdings auch Genesene, die zwischen 90 und 14 Tagen vor Einreise positiv getestet wurden, sowie Personen, die gegen Covid-19 geimpft sind. Die zweite Impfdosis muss mindestens zehn Tage vor der Einreise nach Rumänien erfolgt sein. Zudem muss bei Einreise ein entsprechender Impfnachweis vorgelegt werden.
Auch erste Reedereien erwarten einen vollständigen Impfschutz von ihren Passagieren.
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  • Zypern Die Insel war lange nur wenig von Covid-19 betroffen. Aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei fast 100 und das bedeutet für Urlaubsheimkehrer Quarantäne in Deutschland. Aktuell müssen Einreisende für drei Tage in Quarantäne. Ab März, das hat Zyperns Regierung bereits angekündigt, sollen alle, die sich einer Corona-Impfung unterzogen haben, ohne Test- und Quarantänepflicht einreisen dürfen. Weitere Details sind noch nicht bekannt.
  • Thailand ist – auch dank rigoroser Einreisebeschränkungen – bislang sehr gut durch die Corona-Krise gekommen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt unter zehn. Aktuell ist in Thailand nur Langzeiturlaub möglich, von dem die ersten 15 Tage in einem Quarantänehotel verbracht werden müssen. Ab Juli wollen die Thais die Einreiseregeln lockern. Dann sollen gegen das Coronavirus geimpfte Personen ohne Quarantänepflicht einreisen dürfen.

 

  • Airlines Aktuell gibt es noch keine Fluggesellschaft, die Ungeimpfte abweist. Doch die australische Qantas und die US-amerikanische United Airlines haben genau das angekündigt. Die beiden Airline-Schwergewichte wollen ihre Geschäftsbedingungen dahingehend ändern, dass nur noch gegen Covid-19 geimpfte Passagiere mitfliegen dürfen. Bei den beiden arabischen Fluggesellschaften Etihad und Emirates ist bereits jetzt ein sogenannter „Iata Travel Pass“ im Einsatz. Sie testen für den Airline-Verband dessen neuen digitalen Impfausweis, an den registrierte Impflabore online ihre Befunde schicken können und der dann als Passepartout bei der Einreise gelten soll. Sowohl Etihad Airways und Singapore Airlines werben damit, ausschließlich gegen Corona geimpftes Personal einzusetzen
  • Kreuzfahrt-Reedereien Die britischen Saga Cruises erlaubt den Zutritt an Bord nur noch Passagieren, die länger als 14 Tage einen kompletten Impfschutz aus zwei Dosen nachweisen können. Auch wer aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden darf, wird nicht mitgenommen. Die Regel gilt ab Juli, bei den Abfahrten bis dahin sind noch Corona-Schnelltests bei der Einschiffung vorgesehen. In den USA wollen die American Queen Steamboat Company und Victory Cruise Lines von Juli an eine Corona-Impfung verlangen.

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