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Burgau

15.03.2020

Burgauer Bürgermeister muss gegen Vize in die Stichwahl

Händeschütteln nach dem Stimmenauszählen im Burgauer Rathaus: Zweiter Bürgermeister Martin Brenner (CSU) geht in zwei Wochen gegen Amtsinhaber Konrad Barm in die Stichwahl.
Bild: Erich Herrmann

Plus Konrad Barm holt nur wenig Stimmen mehr als Herausforderer Martin Brenner. Die Kandidatinnen von SPD und Grünen hatten sich mehr erhofft.

Zum zweiten Mal nach 2008 muss Burgaus Bürgermeister Konrad Barm in die Stichwahl. Unter den vier Kandidaten kam Barm auf 39,4 Prozent der Stimmen, Herausforderer und Zweiter Bürgermeister Martin Brenner ( CSU) holte 37,6 Prozent. Amtsinhaber Barm hatte zwar angesichts der großen Konkurrenz mit einer Stichwahl gerechnet, „dass es vom Ergebnis so knapp wird, habe ich nicht erwartet“, sagte Barm gestern Abend sichtlich enttäuscht. Große Freude herrschte bei Martin Brenner, der ähnliche Worte wählte: „Dass es so eng wird, hätte ich nicht gedacht.“

Bei der Kommunalwahl vor sechs Jahren war Barm noch als Alleinkandidat für die Freien Wähler an den Start gegangen und hatte 79,2 Prozent der gültigen Stimmen geholt. 2008 musste sich Konrad Barm gegen zwei Gegenkandidaten durchsetzen und zunächst in die Stichwahl. Diesmal hatte es Barm mit vier Herausforderern zu tun, darunter zwei Frauen.

Martina Wenni-Auinger ist stolz auf ihre Kandidatur

Martina Wenni-Auinger, die parteilos für die SPD ins Rennen gegangen war, kam am Ende auf 16,2 Prozent. Mit diesem Ergebnis sei sie nicht unzufrieden. Sie sei stolz darauf, als Erste den Hut in den Ring geworfen zu haben. Damit habe sie eine neue Entwicklung in Burgau eingeläutet. Ihrer Kandidatur sei es zu verdanken, dass auch andere Parteien im Bürgermeisterwahlkampf angetreten seien. Sie habe in erster Linie einen Wechsel an der Spitze angestrebt, der sei mit Martin Brenner in der Stichwahl durchaus noch möglich. „Ich drücke ihm die Daumen“, sagte Wenni-Auinger.

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Eveline Kuhnert, die für die Grünen angetreten war, hatte sich mehr ausgerechnet als die 6,7 Prozent, die am Ende zu Papier standen. „Aber es war unglaublich schwierig für mich als Auswärtige“, sagte Kuhnert. Sie habe damit punkten wollen, dass sie aus Berlin komme und unvoreingenommen sei, habe es aber wohl nicht rüberbringen können.

Ergebnis ist ein Gewinn für die Grünen

Trotzdem sei das Ergebnis ein Gewinn für die Grünen, schließlich seien sie zum ersten Mal in Burgau mit einer Liste und einer Bürgermeisterkandidatin angetreten. Kuhnert hätte auch gerne ihre SPD-Mitbewerberin in der Stichwahl gesehen. „Eine Frau an der Spitze der Stadt wäre gut gewesen“, so Kuhnert. „Leider wird am Ende immer das gewählt, was man kennt.“

Enttäuscht zeigte sich Amtsinhaber Barm, der im Rathaus das Auszählen der Stimmen miterlebte, vor allem über die geringe Wahlbeteiligung von 52,7 Prozent. „Dass es so wenig ist, ist sehr schade.“ Für die anstehende Stichwahl sei er sehr zuversichtlich. Er hoffe, dass er in zwei Wochen die Stimmen, die die beiden Frauen geholt hätten, für sich gewinnen könne.

Herausforderer Martin Brenner, der wie bei den vergangenen Kommunalwahlen Wahlhelfer in der Kapuziner-Halle war, will den knappen Rückstand unbedingt aufholen. In Zeiten des Coronavirus brauche es dazu neue Wahlkampfideen.

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