1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Ichenhausen und der weite Weg zum Osterwunder

Fußball-Landesliga

19.04.2019

Ichenhausen und der weite Weg zum Osterwunder

Stand in allen sechs SCI-Partien 2019 volle 90 Minuten auf dem Platz: Marco Schlittmeier.
Bild: Ernst Mayer

Warum SCI-Sportleiter Rudi Schiller sein Team im Hit bei Türkspor als Außenseiter sieht – und sich an diesem Karsamstag dennoch etwas ausrechnet.

Viel mehr Spitzenspiel gibt’s nicht in dieser Saison der Fußball-Landesliga Südwest. Der Tabellenzweite Türkspor Augsburg und der Ranglistenvierte SC Ichenhausen sind auch in allen Teilstatistiken top. Die drittbeste Heimmannschaft erwartet auf der Bezirks-Sportanlage Haunstetten das viertbeste Auswärtsteam, die zweitbeste Offensivabteilung trifft auf die drittstärkste, Tabellenplatz vier im aktuellen FuPa-Powerranking spielt gegen Rang drei. Anpfiff zu diesem Hit ist am Karsamstag, 20. April 2019, um 15 Uhr.

Angesichts der Appetit machenden Vorzeichen könnte man SCI-Sportleiter Rudi Schiller eine ausgeprägte Neigung zur Tiefstapelei unterstellen, wenn er vor diesem Duell sagt, seine Mannschaft sei lediglich „krasser Außenseiter“. Warum er das so sieht? Der Funktionär hat unlängst das Liga-Gipfeltreffen zwischen Landsberg und Augsburg beobachtet und attestiert beiden Mannschaften eine absolute Ausnahmestellung in der Liga. „Ich bin mir sicher, dass der Tabellenzweite unserer Gruppe, wer immer es sein wird, über die Relegation in die Bayernliga aufsteigen wird“, führt Schiller aus.

Zungenschnalzen für die Türkspor-Offensive

Überragender Mannschaftsteil der Augsburger sei die Offensive, betont Schiller. „Da ist Zungenschnalzen angesagt,“, formuliert er. Dasselbe Argument verwendet übrigens Maximilian Berwein, Angreifer des Landesliga-Kellerkindes 1.FC Garmisch-Partenkirchen. Er sagt in seinem Tipp zum Spieltag einen deutlichen Heimsieg der Augsburger voraus und begründet: „Die Offensivabteilung von Türkspor um Fatih Baydemir ist schlichtweg eine Nummer zu groß für Ichenhausen.“

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Ganz so wird und darf der Ichenhauser Trainer Oliver Unsöld die Lage nicht sehen. Er ließ auch bis zuletzt offen, ob er taktisch umbauen wird. Zuletzt spielten die Königsblauen hinten mit Stefan Strohhofer, Waldemar Schaab und Maximilian Ocker in einer Dreier-Abwehrkette. Ob das auch in Augsburg die Lösung sein kann? Genauso gut könnte der zuletzt fehlende Benjamin Sturm wieder in die Defensive rücken.

Die starke Serie macht Ichenhausen mutig

Apropos abwesend: Für das Spitzenspiel hat Unsöld die freie Auswahl in seinem Kader. Und der ist ja nicht so schlecht, wie der gesamte Saisonverlauf und auch die jüngste Punkte-Ausbeute beweisen. Vier Siege und zwei Unentschieden gab’s im Kalenderjahr 2019 – eine Serie, die mutig macht. Auch Schiller ist selbstbewusst genug zu formulieren: „Wir schenken das Spiel natürlich nicht schon im Voraus ab und wir spielen immer so, dass wir die Option haben, erfolgreich zu sein.“

Die Ichenhauser schon ja auch mehrfach bewiesen, dass sie an guten Tagen mit den Spitzenteams in der Liga mithalten können. Das Hinspiel gegen Türkspor zum Beispiel verlor der SCI „nur“ 1:2 – und da klaute das Schiedsrichtergespann den Königsblauen den völlig korrekt erzielten Ausgleichstreffer, wobei Sportsmann Schiller einräumt, dass der damalige Erfolg der Augsburger verdient war. Trotzdem: Aussichtslos scheint die Sache am Karsamstag nicht. Es muss halt alles passen. Aber an Ostern soll es ja schon weit größere Wunder gegeben haben.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren