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Bauausschuss

21.01.2015

Keine Bedenken gegen das achte Windrad

Das „Regal“ entlang des Burgauer Weges, das nun noch bis zum Haus hin überdacht wird, ist nicht nach dem Geschmack aller Marktgemeinderäte in Jettingen-Scheppach.
Bild: Neuhäusler

Windpark Jettingen/Zusmarshausen hält genügend Abstand zur Wohnbebauung. Drei Mehrfamilienhäuser sind zu viel für die Goethestraße. Gemeinderat Böhm fragt nach Wasserqualität

Der Bau eines achten Windkraftwerkes im Scheppacher Forst, sowie die Bauvoranfrage für den Neubau von drei gleichen Zwölffamilienhäusern in der Goethestraße in Jettingen, lockten am Montagabend etliche Zuhörer in den Bau- und Umweltausschuss des Marktes Jettingen-Scheppach. Das Windrad fand Zustimmung, die Mehrfamilienhäuser scheitern an den Vorgaben des Bebauungsplanes.

Die bundesimmissionsschutzrechtliche Genehmigung für sieben Windenergieanlagen im Windpark Jettingen/ Zusmarshausen liegt der Firma Vento Ludens, Jettingen-Scheppach, bereits seit September des letzten Jahres vor. Im Dezember folgte die Zustimmung der Regierung von Schwaben zum Zielabweichungsverfahren, die endgültig den Weg freimachte für den baulichen Eingriff in den Naturpark Augsburg-Westliche Wälder. Der Bescheid aus dem Zielabweichungsverfahren lässt laut Bürgermeister Hans Reichhart den Bau eines achten Windrads zu, ohne dass die 10H-Regelung verletzt wird, nach der der Abstand zehnmal so groß sein muss wie die Höhe des Windrads. Alle acht Anlagen kommen auf die nördliche Seite der Bundesautobahn A 8 und werden eine Höhe von 199 Metern aufweisen. Die Zustimmung für das achte Windrad erfolgte ohne Diskussion und einstimmig.

Ebenfalls keine Einwände gab es gegen den Einbau von Behindertentoiletten und zusätzlichen Türen in der „Vision-Privatschule“. Drei Markträte stimmten gegen die Überdachung eines bestehenden „Regals“ im Burgauer Weg. Sie bezweifelten, ob diese Baumaßnahme zum Ortsbild passe. Alle Bau- und Umweltausschussmitglieder sprachen sich anschließend gegen den Bau der drei Zwölffamilienhäuser aus. Nach dem geltenden Bebauungsplan sind laut Bürgermeister Reichhart auf dem Areal nur noch zwei Gebäude möglich. Auch würden nach Meinung der Bauausschussmitglieder drei Bauten mit so vielen Wohneinheiten den Charakter der Wohnbebauung an der Goethestraße zerstören.

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Unter „Sonstiges“ verwies 2. Bürgermeister Hermann Högel auf den jüngsten Unfall an der Kreu-zung Bahnhofsstraße/Hauptstraße/Messerschmittstraße. Optimal wäre nach seiner Einschätzung ein Kreisverkehr. Er wolle diesen Vorschlag jedoch nur als Denkanstoß verstanden wissen. Bürgermeister Reichhart sieht ebenfalls Handlungsbedarf. Verkehr zum Bahnhof, zum Wertstoffhof, nach Scheppach und in die Messerschmittstraße treffe hier zusammen.

Als Högel im Hinblick auf einen Unfall an der Ampel der Autobahnauffahrt Ulm sagte, dass eine direkte Autobahnanbindung aus dem Kreisverkehr der neuen Umgehungsstraße Röfingen heraus besser gewesen wäre, antwortete Bürgermeister Reichhart, dass die Ampelregelung „nicht ganz schlecht“ funktioniere, lediglich die Warnblinkanlage für die Linksabbieger sei zu klein geraten. Die alljährliche Veröffentlichung der Wasserqualität der gemeindlichen Wasserversorgung mahnte Marktgemeinderat Christoph Böhm an. Auch im Internet fänden sich immer noch die Werte von 2013. Positiv verlaufen Grundstücksverhandlungen für einen breiteren Gehweg beim früheren landwirtschaftlichen Anwesen Müller, erläuterte Reichhart auf Nachfrage von 3. Bürgermeister Josef Seibold.

Dass der Probebetrieb des Digitalfunkes nur bei den Feuerwehren von Scheppach, Jettingen und Freihalden läuft, kritisierte Marktgemeinderat Paul Heinle. Trotz des Probebetriebes bleibe der Analogfunk in Betrieb, beruhigte Reichhart. (neu)

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