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Landkreis Günzburg

20.11.2020

Mehr Schüler vor allem an kirchlichen Schulen im Kreis Günzburg

Das Krumbacher Simpert-Kraemer-Gymnasium ist das größte im Landkreis.
Bild: Christoph Lotter

Plus So haben sich die Zahlen an den weiterführenden Bildungseinrichtungen im Landkreis Günzburg entwickelt.

Die aktuellen Schülerzahlen im laufenden Schuljahr im Landkreis Günzburg sind den Mitgliedern des Schulausschusses vorgelegt worden. An den Realschulen nahm die Gesamtzahl leicht ab – derzeit werden 2848 (Vorjahr 2861) Kinder und Jugendliche unterrichtet. An den Gymnasien ging die Gesamtzahl nach oben, von 3435 auf 3530 Schüler. Auffällig sei, dass Zuwächse vorwiegend auf das Konto der kirchlichen Schulen gingen, erklärte Grünen-Kreisrat Max Deisenhofer.

Die staatlichen Realschulen in Burgau (419), in Günzburg (254), Krumbach (479) und Ichenhausen (528) haben im Wesentlichen ihren Stand vom Vorjahr gehalten (Anmerkung der Redaktion: Die Zahlen für Krumbach und Ichenhausen waren in diesem Artikel zunächst versehentlich vertauscht worden, wurden aber nun korrigiert). Ein Plus verbucht die Maria-Ward-Realschule Günzburg, dort werden 494 (Vorjahr 450) Schüler unterrichtet. Ein Minus verzeichnet dagegen die Realschule Thannhausen. Sie wird von 674 Kindern besucht, voriges Jahr waren es 713.

Am Dossenberger-Gymnasium in Günzburg ging die Zahl der Schüler von 781 auf 741 zurück. Einen Zuwachs verzeichnet dagegen das Gymnasium in Krumbach (von 851 auf 867). Gleiches gilt für die kirchlichen Gymnasien – Maria Ward in Günzburg (von 426 auf 491), St. Thomas in Wettenhausen (von 595 auf 636) und Ringeisen in Ursberg (von 782 auf 795).

Auch die Familienpaten waren ein Thema

Dass die kirchlichen Gymnasien so gefragt seien, hänge vermutlich mit mehreren Faktoren zusammen, antwortete Landrat Hans Reichhart (CSU) auf Nachfrage von Grünen-Kreisrat Max Deisenhofer. Man könne durchaus spekulieren, letztlich sei einzig der Wille von Eltern und Kindern entscheidend.

Im Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Familie und Senioren ging es auch um die Arbeit der Familienpaten, die in Zeiten von Corona schwierig, aber umso wichtiger geworden ist. Getragen werden die Familienpaten vom Kinderschutzbund, jährlich fördert der Landkreis die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer mit 30000 Euro.

Die Paten bieten Familien in schwierigen Lagen Rat und Tat – von Schulproblemen über Trennung und Scheidung bis hin zur Bewältigung von Alltagssorgen. Im Ausschuss würdigte Landrat Hans Reichhart die Arbeit der Familienpaten. „Sie puffern sehr viel ab und sie verhindern nicht selten, dass das Kind in den Brunnen fällt“.

Das Projekt soll fortgeführt werden

Die Familienpaten gibt es seit 2015, seither sind 35 ehrenamtliche Paten geschult worden. 37 Familien mit insgesamt 77 Kindern wurden in den zurückliegenden fünf Jahren betreut, allein 2019 waren dadurch 700 Stunden ehrenamtlichen Engagements angefallen.

Durch Corona wurde die Arbeit etwas eingeschränkt, trotzdem laufen momentan neun Patenschaften. Im Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Familie und Senioren wurde beschlossen, das Projekt auch künftig fortzuführen.

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