1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Nur zwei Stimmen Vorsprung

Burgau

07.05.2014

Nur zwei Stimmen Vorsprung

Der alte Bürgermeister und seine neuen Stellvertreter (von links): Martin Brenner (CSU), Konrad Barm (Freie Wähler) und Herbert Blaschke (FDP/Freie Bürger).
Bild: Bernhard Weizenegger

Eindeutig wurde Martin Brenner (CSU) zum neuen Zweiten Bürgermeister der Stadt Burgau gewählt. Eine knappe Entscheidung gab es hingegen bei der Wahl des weiteren Stellvertreters.

Bürgermeister Konrad Barm hat zwei neue Stellvertreter an seiner Seite. Bei der konstituierenden Sitzung des neuen Stadtrates am Dienstagabend wurden Martin Brenner (CSU) zum Zweiten und Herbert Blaschke (FDP/Freie Bürger) zum Dritten Bürgermeister gewählt. Dem bisherigen Vize Hermann Mühlbauer (ABB) war im Vorfeld offenbar signalisiert worden, dass er keine Chance auf eine Wiederwahl hat. Er verzichtete deshalb auf eine Kandidatur.

Andernorts sind die Frauen auf dem Vormarsch. Nicht so in Burgau. In Günzburg etwa stellen die Frauen zwölf der 24 Ratsmitglieder, in Burgau ist nun CSU-Frau Monika Riß allein auf weiter Flur. Im bisherigen Stadtrat waren wenigstens noch vier Frauen vertreten. Alle sieben Neulinge, die der Bürgermeister zu Beginn der Sitzung vereidigte, sind denn auch Männer: Michael Fritz und Michael Smalko (CSU), Peter Hirsch (SPD), Ahmet Baygül und Michael Offenwanger (FWV), Frank Rupprecht (CWG) sowie Detlef Caliebe (ABB).

Bei der Wahl des Zweiten Bürgermeisters war Martin Brenner einziger Bewerber. 18 der 21 Ratsmitglieder sprachen sich in geheimer Abstimmung für den Vorsitzenden der CSU-Fraktion aus. Wie am Rande der Sitzung zu hören war, wurde dem bisherigen Zweiten Bürgermeister Hermann Mühlbauer (ABB) im Vorfeld bedeutet, dass er eine Wiederwahl vergessen kann. Mühlbauer war unter anderem wegen abfälliger Bemerkungen im Zusammenhang mit dem Umzug der Firma Robatherm von Burgau nach Jettingen-Scheppach in die Kritik geraten, auch eine angebliche oder tatsächliche Beleidigung Herbert Blaschkes war wenig ruffördernd. Der seitherige Dritte Bürgermeister Peter Jendruscsik (SPD) hatte nicht mehr für den Stadtrat kandidiert. Um seine Nachfolge bewarben sich Herbert Blaschke (FDP/Freie Bürger) und Peter Hirsch (SPD). Der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Kircher verwies darauf, dass die SPD seit vielen Jahren mit Erfolg den Dritten Bürgermeister gestellt habe. An dieser „Tradition“ sollte festgehalten werden. Die knappe Mehrheit sah das anders. Blaschke erhielt elf, Hirsch neun von 20 gültigen Stimmen. Auch mit Blick auf die Ausschüsse beschloss der Stadtrat nach längerer Debatte mit 15:6 Stimmen eine Neuerung. Bislang saßen im Haupt-, Finanz- und Personalausschuss, im Bau- und Umweltausschuss sowie im Jugend-, Kultur- und Sportausschuss jeweils sechs Stadträte. Das hatte zur Folge, dass jede der sechs Stadtratsfraktionen nur mit einem Mandat in den Ausschüssen vertreten war – unabhängig von der Größe der Fraktion. Am Dienstagabend wurde die Zahl der Sitze auf neun erhöht, um in den Ausschüssen ein „Spiegelbild“ des Stadtrates zu haben. CSU, CWG und FWV sitzen künftig mit zwei Vertretern in den Ausschüssen, SPD, FDP/Freie Bürger und ABB mit jeweils einem. „Richtschnur“ allen Handelns im Stadtrat sei das „ehrliche Ringen um die beste Lösung“, erklärte Bürgermeister Konrad Barm. Und zwar über Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg. „Sachliche, faire und konstruktive Arbeit zum Wohle der Stadt“ sei die vornehmste Aufgabe des Stadtrats.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Gehalt: Höchstsatz für Bürgermeister Konrad Barm

Als erste Amtshandlung hat der neue Burgauer Stadtrat bei seiner ersten Sitzung einstimmig das Gehalt von Bürgermeister Konrad Barm festgelegt. Barm bekommt ein Grundgehalt von 6495 Euro, hinzu kommt ein Ortszuschlag von 123,58 Euro. Nach den geltenden Richtlinien wird zudem eine Dienstaufwandsentschädigung bezahlt. Sie kann zwischen 209,17 und 687,56 Euro liegen. Barm erhält wie bisher den Höchstsatz.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren