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Günzburg

12.01.2020

SPD-Neujahrsempfang: „Wer in Günzburg lebt, hat großes Glück“

Beim Neujahrsempfang der SPD Günzburg im Forum wurden mehrere langjährige Mitglieder von Oberbürgermeister Gerhard Jauernig (Fünfter von rechts) und der stellvertretenden Ortsvorsitzenden Petra West (Vierte von links) ausgezeichnet – unter ihnen war auch Alt-OB Rudolf Köppler (Zweiter von rechts).
Foto: Michael Lindner

Trotz einiger Probleme in der großen Politik blickt Oberbürgermeister Gerhard Jauernig optimistisch in die Zukunft. Sein Vorgänger Rudolf Köppler wird von der SPD geehrt.

Um sich greifende nationale Töne, Klimawandel, Millionen Menschen auf der Flucht und dazu Spannungen zwischen verschiedenen Staaten. Günzburgs Oberbürgermeister Gerhard Jauernig sprach beim jährlichen SPD-Neujahrsempfang im Forum am Hofgarten viel über die große Politik. Die besorgniserregende Entwicklung zwischen dem Iran und den USA werden die Hoffnungen auf ein friedlicheres Jahr wahrscheinlich nicht in Erfüllung gehen lassen, vermutete Jauernig. In seiner Rede ging es aber auch um vergangene und zukünftige regionale Themen.

In Europa und speziell in Deutschland zu leben sei seiner Meinung nach ein echtes Privileg. „Wer in Günzburg lebt, hat großes Glück“, sagte Jauernig. Zugleich mahnte er, sich nicht auf dem bisher Erreichten auszuruhen. Steigende Lebenshaltungskosten seien ebenso eine Herausforderung wie die Frage nach bezahlbarem Wohnraum. Günzburg werde pro Jahr um etwa 400 bis 600 Einwohnern wachsen. „Wir müssen das verarbeiten und überlegen, wie wir mit unserem Grund und Boden umgehen“, sagte Jauernig. Das Ziel der Stadt sei eine nachhaltige Bebauung mit Nachverdichtung und mehrgeschossiger Folgenutzung für bestimmte Gebäudetypen.

Jauernig: Ein gutes erfolgreiches Jahr 2019 in Günzburg

Jauernig sprach von einem insgesamt guten und erfolgreichen Jahr 2019 in Günzburg. Für die Zukunft sieht er die Herausforderung, den Druck auf dem Wohnungsmarkt zu nehmen und den Verkehr weiterzuentwickeln. Er erklärte, dass in den vergangenen Jahren die Entwicklung der Innenstadt immer mit der Frage nach dem Autoverkehr verknüpft wurde. Dabei sei das Fahrrad für Kurzstrecken oftmals eine bessere Alternative, gab er zu Bedenken. Der Fokus auf das Rad müsse deshalb gestärkt werden – was unter anderem mit dem Ziel „Fahrradstadt 2025“ getan werde.

Viel Applaus gab es nicht nur für Jauernig, sondern auch am Ende des SPD-Neujahrsempfangs – und zwar für Günzburgs Alt-Oberbürgermeister Rudolf Köppler. Die stellvertretende Ortsvorsitzende Petra West ehrte ihn für seine 60-jährige Mitgliedschaft in der SPD und bezeichnete ihn als „wichtigen, unverzichtbaren Genossen“. In ihrer Rede hob sie viele seiner Leistungen – unter anderem die Ansiedlung des Frachtzentrums oder von Legoland hervor. Köppler selbst sprach über seine Schulzeit, in welcher er bereits als „Roter Rudi“ galt, und seinen Eintritt in die Partei am 15. Dezember 1959 in Folge des Godesberger Programms. Der Alt-OB gab die Ungleichheit von Vermögen in Deutschland zu bedenken und beendete seine Rede mit den Worten: „Nicht die Politik verdirbt den Charakter, sondern schlechte Charaktere verderben die Politik.“

Bildung ist ein zentrales Thema für die SPD-Landratskandidatin Luise Bader

SPD–Landratskandidatin Luise Bader aus Offingen nannte auf dem Neujahrsempfang einige ihrer zentralen Wahlkampfthemen: Sie möchte das Ehrenamt stärken und die Vereine und Einrichtungen besser miteinander vernetzen. Zudem soll der Landkreis attraktiv für weitere Gewerbeansiedlungen sein – und zwar nicht nur der nördliche Teil. Ein zentrales Anliegen sei ihr der Bereich Bildung. „Es kann nicht sein, dass viele Eltern ihre Kinder am Nachmittag vom Unterricht abholen müssen, weil kein Bus fährt“, sagte Bader, die sich selbst als Macherin und Anpackerin sieht. Unterstützung sicherte sich auch Schulen und Lehrern zu, die bei der EDV-Betreuung nicht im Stich gelassen werden dürften. „Der Landkreis ist ein guter Ort zum Leben, Wohnen und Arbeiten und populistische Stimmungsmache hat hier nichts verloren“, sagte Bader.

Der Bundestagsabgeordnete Karl-Heinz Brunner bezeichnete auf dem Empfang Günzburg als eine „heile Welt“, in die er gerne komme und um die ihn seine Politikkollegen in Berlin beneiden.

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13.01.2020

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