Toto-Pokal

09.08.2016

Das Belohnungsspiel

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Darf heute wieder gejubelt werden? Die Aussichten stehen nicht wirklich gut, denn gegen die Regionalligakicker aus Illertissen ist der Kreisliga-Aufsteiger Türkspor Ichenhausen klarer Außenseiter. Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, und deshalb bereiten sich die Ichenhauser konzentriert auf das Unternehmen Pokalsensation vor.

Türkspor Ichenhausen fordert heute den Regionalligisten FV Illertissen. Der Vereinschef freut sich auf das Wiedersehen mit einem alten Freund. Fußballerisch ist der Kreisligist Außenseiter

Für die Fußballregion ist es ein großes Spiel, für Türkspor Ichenhausen vielleicht das größte der Vereinsgeschichte. In der bayerischen Pokalhauptrunde erwartet der Neu-Kreisligist und Kreispokalgewinner heute das Regionalliga-Team des FV Illertissen. Anpfiff zum Knüller ist um 18.15 Uhr.

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Die Ichenhauser sehen die anstehende Begegnung als Belohnungsspiel für ihre sportlichen Höhenflüge der vergangenen zwei Jahre. Natürlich sind sie klare Außenseiter. Vier Spielklassen Unterschied sind schon eine Menge. Aber die Gastgeber sind auch extrem gut drauf. Zweimal hintereinander sind sie aufgestiegen, und auf der höchsten Ebene im Kreis-Fußball ging es auch gleich erfolgreich weiter. Türkspor schlug die hoch gehandelte U23 des FC Gundelfingen zum Saisonauftakt 6:0. Alle fünf Neuzugänge – Erkan Demirci (BC Schretzheim), Hasan Tag (Eintracht Autenried), Baris Akinci (SC Ichenhausen), Mevlüt Dülger (FC Gundelfingen) und Recep Güngör (FC Mindeltal) – standen in der Anfangsformation, Tag war mit drei Treffern Mann des Spiels.

Klar, dass der TSV-Vorsitzende Yasin Ata angesichts dieser Entwicklung stolz und froh ist. Statt nun in Träume zu verfallen, tritt er allerdings auf die Euphoriebremse. Zu schwach seien die Gundelfinger am Sonntag aufgestellt gewesen, und überhaupt sei die Kreisliga das Maximum für seinen Verein. „Ich bin seit 2013 im Amt. Wir hatten geplant, innerhalb von fünf Jahren in der Kreisliga zu spielen. Jetzt haben wir das in zwei Jahren gepackt“, berichtet Ata. Gleichzeitig unterstreicht er die Bescheidenheit der weiteren sportlichen Ziele mit der Bemerkung, dass die Bezirksliga aus Vereinssicht uninteressant sei – „aufgrund der weiten Wege und der für uns unbekannten Mannschaften. Wir sind froh, dass wir in der Kreisliga mitkicken dürfen.“

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Jetzt aber steht für die Elf um Spielertrainer Telli Ünal erst mal der Pokal-Knüller vor der Haustür – und in Person von Sebastian Schaller gleichzeitig ein guter alter Freund von Ata. Als „Kindheitskumpel“ bezeichnet der Türkspor-Chef den Mittelfeldspieler, der für den FVI in allen fünf Regionalliga-Spielen dieser Saison auf dem Platz stand. Unter anderem wegen dieser Personalie haben die Ichenhauser das Team aus Illertissen bei der Hauptrundenauslosung vor einigen Tagen als Wunschgegner angegeben.

Fußballerisch stellen sich die Türkspor-Kicker auf eine Unterrichtsstunde ein – und wollen trotzdem das Bestmögliche aus der Partie herausholen. Organisatorisch fühlt sich der Kreisligist auf jeden Fall gewappnet. Die von Ata erwarteten 300 Zuschauer sollen sich wohlfühlen. Um ganz sicher zu gehen, wird der Gastgeber das geforderte Personal wesentlich aufstocken: 15 Ordner schreibt der Bayerische Fußball-Verband (BFV) vor, 30 Mann werden es sein. Um weitere Sicherheitsauflagen erfüllen, werden am Sportplatzgelände auch zwei Ein- und Ausgänge gekennzeichnet. Ata versichert: „Wir sind gut vorbereitet.“

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