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Babenhausen

10.01.2020

Babenhauser Bürgermeister bekommt einen Konkurrenten

Walter Kalischek will am 15. März zum Babenhauser Bürgermeister gewählt werden.
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Walter Kalischek will am 15. März zum Babenhauser Bürgermeister gewählt werden.
Bild: Sabrina Schatz

Die Bewohner von Babenhausen und den Ortsteilen werden am 15. März eine echte Wahl haben: Walter Kalischek (Freie Wähler) tritt gegen Amtsinhaber Otto Göppel (CSU) an. Welche Ziele der Newcomer hat.

Eine spannende Kommunalwahl deutet sich in Babenhausen an. Die Freien Wähler haben einen eigenen Bürgermeisterkandidaten nominiert: Walter Kalischek. Damit bekommt Amtsinhaber Otto Göppel (CSU) einen Konkurrenten. Bei der Versammlung des FW-Ortsverbands macht der Newcomer deutlich, welche Ziele er vertritt – und wo er Schwachstellen in der aktuellen Politik in Babenhausen sieht.

Kalischek, 54 Jahre alt, sagt, dass der Entschluss zur Kandidatur „gereift“ sei. Bereits 2014 – damals war er Vorsitzender der Musikkapelle Klosterbeuren – habe er darüber nachgedacht, sich auf die FW-Liste stellen zu lassen. Aus „ausschließlich privaten, persönlichen Gründen“ habe er sich damals dagegen entschieden. Nun geht er einen Schritt weiter und betont: „Es war mein eigenständiger Entschluss. Mich hat niemand überredet oder gedrängt.“

Kalischek: "Motzen fordert Handeln"

Kalischek wohnt in Babenhausen, ist geschieden und Vater vierer Söhne. Beruflich ist er als Polizeihauptkommissar in der Polizeiinspektion Illertissen tätig, ermittelt dort unter anderem bei Internetbetrug, Umweltfrevel und Einbruchsdelikten. Auch bei Heimspielen des FV Illertissen ist der Beamte eingesetzt. „Musik für die Seele, Sport für die Fitness“ laute das Motto in der Freizeit: Kalischek spielt Flügelhorn, rannte jahrelang über das Fußballfeld und nahm schon an Marathonläufen in New York und Hamburg teil. Hinzu kommt ein Faible für Youngtimer, ältere Autos.

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Zu seiner Grundeinstellung gehöre „Motzen fordert auch Handeln“, sagt Kalischek in der Bewerbungsrede. Konsequenz sei ihm wichtig, „Dinge nicht nur anzugehen, sondern auch zu Ende zu bringen“. Was ihn motivierte, sich für das Bürgermeisteramt zu bewerben? Er habe das – ausdrücklich subjektive – Empfinden, dass eine gewisse Unzufriedenheit unter den Bürgern herrsche. Zudem will er Unstimmigkeiten im Marktrat beobachtet haben: „Da wird nachgefragt, da wird nachgehakt“. Durch seine Kandidatur wolle er den Babenhausern, Klosterbeurern und Unterschöneggern am 15. März eine echte Wahlmöglichkeit bieten und sie dazu anregen, mitzubestimmen.

Die Freien Wähler in Babenhausen treten mit einem eigenen Kandidaten für das Bürgermeisteramt an. Die Marktratsliste umfasst 20 Bewerber, das Bild zeigt den Großteil von ihnen.
Bild: Stefanie Stölzle

Auf Nachfrage von Josef Deggendorfer, was Kalischek besser machen würde als dessen Mitbewerber, antwortete dieser: „Ich bin ein Macher, ich bringe etwas voran.“ Er verwies darauf, dass die Klosterbeurer seit Jahren auf ein Neubaugebiet zu warten hätten. Außerdem wolle er die Kommunikation vonseiten des Rathauses verbessern. Diese sei zuletzt in Bezug auf die Einführung einer Sicherheitswacht „miserabel“ gewesen. Bürgerversammlungen in allen Ortsteilen, nicht nur in Babenhausen, halte er für sinnvoll.

Die FW-Liste umfasst insgesamt 20 Personen. Ortsvorsitzender Armin Schröter gibt die Marschrichtung vor: „Wir wollen das sehr gute Wahlergebnis von 2014 verteidigen oder überholen.“ Drei amtierende Räte treten wieder an: Dieter Miller, derzeit Zweiter Bürgermeister, Armin Schröter und Thomas Bihler. Nicht mehr zur Wahl stellen sich Josef Deggendorfer, Ilona Keller, Johannes Nägele und Peter Miller. Die Bewerberliste spiegelt laut Schröter die breite Bevölkerung wider. Die Altersspanne reicht von Anfang 20 bis zum Rentenalter, die Berufe und Ehrenämter sind vielfältig.

Der Ortsverband der Freien Wähler in Babenhausen hat folgende Kandidaten für den Marktgemeinderat nominiert (nach Listenplätzen): 1. Walter Kalischek (zugleich Bürgermeisterkandidat), 2. Armin Schröter, 3. Thomas Bihler, 4. Dieter Miller, 5. Georg Sailer, 6. Walter Miller, 7. Karsten Körper, 8. Katharina Bihler, 9. Christoph Weinhart, 10. Christian Zahner, 11. Alexander Baader, 12. Isabella Schindler-Birzle, 13. Michael Schröter, 14. Andreas Morbitzer, 15. Jonas Kalischek, 16. Marion Taylan, 17. Christian Anderl, 18. Karl Notz, 19. Michael Sieber, 20. Franz Zuchtriegel. Ersatzkandidaten wurden nicht bestimmt. (stz)

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